Jörg Hickl

Jörg Hickl

Großmeister, Schachtrainer, Schachreisen- und -seminarveranstalter.
Weitere Informationen im Trainingsbereich dieser Website
oder unter Schachreisen
Samstag, 25 Februar 2017 11:42

Panamakanal mit Schachturnier

Sind Sie bereit für die (Schach-)Reise Ihres Lebens? Wollen Sie dabei sein, wenn Rekorde gebrochen werden? Dann ist die Jungfernfahrt an Bord der Norwegian Bliss, dem neuesten Schiff der Norwegian Cruise Line, genau das Richtige. Der Höhepunkt dieser Tour wird die Fahrt durch den Panamakanal sein. In runnd10 Stunden – natürlich sorgt der Terminplan für eine Durchfahrt bei Tageslicht – werden Sie mit dem größten Kreuzfahrtschiff aller Zeiten, das je den Kanal durchquerte, vom Atlantik in den Pazifik fahren! Erst seit der Kanalverbreiterung 2016 ist dies für Schiffe dieser Größe möglich. 

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Von der revolutionären Observation Lounge aus können Sie die unglaubliche, 77 Kilometer lange Wasserstraße bestaunen, die als eines der sieben Wunder der modernen Welt gilt. Vor gut 100 Jahren (1914) wurde der Panamakanal eingeweiht. Viele Jahrzehnte hatte dieses Projekt Wissenschaftler und Forscher in aller Welt beschäftigt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschäftigte sich der deutsche Amerika-Forscher Alexander von Humboldt mit diesem Projekt. Rund 25 Jahre später – also 90 Jahre vor der Kanaleröffnung – sagte Johann Wolfgang von Goethe voraus, dass es „der jugendliche Staat“ USA sein werde, der diesen Plan verwirklicht. 

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Natürlich bieten wir auch unseren Schachinteressierten ein großartiges Programm: In Zusammenarbeit mit dem holländischen Verlagshaus New in Chess spielen wir ein Turnier mit sieben Runden (mit Elo- und DWZ-Wertung) nach dem Vorbild unserer letzten Kreuzfahrten – die Transatlantik- und Karibik-Touren sowie auf unserer Reise im Oktober 2017 von Kopenhagen durch die Karibik nach Miami. Genießen Sie im Anschluss an die Partie das schachliche Rahmenprogramm und die Betreuung durch unsere Referenten IM Jonathan Carlstedt, GM Jörg Hickl und IM Erik Zude (geplant).

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Route: Miami – Kolumbien – Durchfahrt des Panamakanals bei Tageslicht – Costa Rica – Guatemala – Mexico – Los Angeles

Reisezeitraum: 10. – 25.05.2018, 15 Nächte, Preise ab: 2.299 € in der Innenkabine bei Doppelbelegung, Premium all inclusive

Bitte beachten Sie:

Eine der attraktivsten Routen der Kreuzfahrtlinie bringt auch Andere auf den Geschmack: In Kombination mit dem weltweit neuesten Schiff kommt es bereits wenige Wochen nach Verkaufsstart zu einem extrem hohen Buchungsaufkommen. Wir erwarten nicht nur baldige Preissteigerungen seitens der Reederei, sondern unter Umständen sogar einen Buchungsstopp innerhalb der kommenden Monate, vielleicht Wochen und raten deshalb zu einer frühen Buchung.

ZUR KREUZFAHRTWEBSITE   ZU SCHACHREISEN.EU

Bilder © Norwegian Cruise Line

Dienstag, 10 Januar 2017 23:12

Schachturnier auf See - live aus der Karibik

20170106 105844 300x400 crop 300x268Einen deutlichen Kontrast zu den unwirtlichen Temperaturen Mitteleuropas bietet derzeit das 2. Schachturnier auf See. In den ersten beiden Januarwochen geht es von New York in die Karibik und zurück - inklusive eines 7rundigem Turniers und großem Rahmenprogramm. Mit sieben Anlandungen die ideale Fahrt für Begleitpersonen. Das Schiff hat gerade Antigua verlassen und befindet sich auf dem Weg nach Barbados. Dem heutigen Blitzturnier folgt morgen ein weiteres. Seriöses Schach gibt es jedoch erst wieder am Donnerstag. 

IM Jonathan Carlstedt,  WGM Sarah Hoolt, IM Erik Zude und GM Jörg Hickl betreuen die Gruppe und berichten auf der Schachbund-Site live über das Geschehen.

TEIL 1, vom 06. Januar und 

TEIL 2, vom 09. Januar 

TURNIERWEBSITE 

3. SCHACHTURNIER AUF SEE,  im Oktober von Kopenhagen via Azoren und Karibik nach Miami

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Freitag, 15 Juli 2016 16:11

FAZ lanciert Schachblog

Mittwochmorgen ging der neue Schachblog der Frankfurter Allgemeine online. Unter dem Titel "Berührt geführt" geht es nicht nur um Spitzenschach sondern sollen verschiedene Facetten des Spiels beleuchtet werden. Mindestens zweimal die Woche schreiben Herausgeber Jürgen Kaube, Wirtschaftsredakteur Alexander Armbruster, Philosophie-Professor Jan Sprenger und der freie Journalist Stefan Löffler.

Los ging es anlässlich des aktuell in Bilbao beginnenden Weltklasseturniers mit einem Stück über WM-Herausforderer Sergei Karjakin und warum er im Baskenland überhaupt zum Zug, jedoch eher nicht für den ersten Platz in Frage kommt.

http://blogs.faz.net/schachblog

http://blogs.faz.net/schachblog/2016/07/13/er-will-schachweltmeister-werden-46/

 

Rückfragen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

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Nach unserer erfolgreichen Fahrt im November von Southampton nach Miami folgt nun das 2. Schachturnier auf See:

Die Norwegian Breakaway bringt uns von New York in die südliche Karibik und wieder zurück. 13 Nächte an Bord des Ozeanriesen mit Premium All Inclusive und einem Elo- und DWZ-gewerteten 7-rundigen Schachturnier.

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Ergänzt wird die Veranstaltung durch ein breites Rahmenprogramm.

Geplante Betreuer/Referenten: GM Jörg Hickl, WGM Elisabeth Pähtz, IM Jonathan Carlstedt, Dr. Guntram Hilbenz

Weitere Informationen auf der Veranstaltungswebsite 
http://www.schachturnier-auf-see.de



Presseberichte zum 1. Schachturnier auf See:
:

Liveberichterstattung auf ChessBase.de:
Schach auf hoher See, http://de.chessbase.com/post/schach-auf-hoher-see-2 
Schach auf hoher See, Teil 2, http://de.chessbase.com/post/schach-auf-hoher-see-teil-2 
Schach auf hoher See, Teil 3, Schlussbericht, http://de.chessbase.com/post/schach-auf-hoher-see-teil-6

 

Dienstag, 27 Oktober 2015 19:05

Live vom Atlantik - das Schachturnier auf See

Am Donnerstag startet das neueste Schiff der Norwegigan Cruise Line die Transatlantiküberfahrt ab Southampton nach Miami/Florida und bietet eine besondere Schachplattform. Wir berichten live von der einzigartigen Atmospäre eines Schachturniers auf See.

Die Artikel sind auf www.chessbase.de zu verfolgen. Aufgrund  des Spektakels um die Premierenfahrt im Hamburger Hafen hier ein erster Vorbericht:

Am Wochenende war es soweit: Die Norwegian Escape hat ihre erste „kleine Kreuzfahrt“ auf der Nordsee mit über 3000 Passagieren erfolgreich bestanden. Die große Sail Away-Party, inklusive Feuerwerk über den Landungsbrücken, gab den Hamburgern die Gelegenheit das neue Schiff der NCL zu feiern.

                                         

 Wir haben uns bei dieser Gelegenheit schon einmal auf dem Schiff umgesehen und den Turniersaal mit faszinierendem Blick aus den Heckfenstern genießen können.

    Spielsaal

 Ein herrliches Schiff mit vielen Freizeitmöglichkeiten. Wer sich zu Höherem berufen fühlt, kann sich nach bestandener Schachpartie noch in den Klettergarten schwingen und direkt über dem Meer die Höhentauglichkeit testen. Die gemütlichere Alternative dazu bietet der erholsame Wellnessbereich.

    Schiffdrin

 Wir wünschen allen Teilnehmern eine angenehme Fahrt und ein erfolgreiches Schachturnier auf See!

Mittwoch, 01 Juli 2015 21:17

Robert Hübner gegen Jörg Hickl

Im Mai erschien in der Schachpresse der Artikel „Für alle, die es angeht“ von Robert Hübner (siehe Bild unten). Nachdem dieser Beitrag zu erheblichen Irritationen unter Lesern und Kunden führte, sogar innerhalb kürzester Zeit Einzug in Wikipedia und Internetforen hielt, möchte ich hier kurz meine Sicht der Dinge darlegen:

Der Sachverhalt

Seit mehr als 30 Jahren kenne und schätze ich Robert Hübner. Wir spielten jahrelang zusammen in der Bundesligamannschaft des FC Bayern München und auch in der Nationalmannschaft. In den letzten Jahren integrierte ich ihn in unser Schachreisen-Team, für das er eine große Bereicherung darstellte. Er begleitete mehr als zehn meiner Schachreisen und -seminare als Referent.

Schachreisen.eu2013 beschlossen wir gemeinsam die Produktion des Buches „66 saftige Schnitzer“ – er als Autor und ich als Verleger und Herausgeber. Das Buch erschien zu Jahresbeginn und wurde von ihm ohne Beanstandung entgegengenommen.

Für 2015 war ein weiteres Seminar mit ihm im September geplant. Nachdem ich mich Mitte März entschloss, ihn auf unserer Februarreise 2016, unter anderem auch wie in der ursprünglichen Veranstaltungsplanung vorgesehen, durch einen anderen Referenten zu ersetzen, änderte sich die Situation zwischen uns schlagartig.

Zunächst erhielt ich ohne Vorwarnung ein Schreiben seines Rechtsanwalts, ich solle den Vertrieb des Buches einstellen. Aufgrund eines bestehenden Vertrages gab es aus meiner Sicht dafür keinerlei Grund. Dies teilte ich seinem Rechtsanwalt mit dem Hinweis, bei anderer Sichtweise die Dinge bitte auf ordentlich rechtlichem Wege klären zu lassen.

Als nächste Reaktion veröffentlichte Robert Hübner in der Juniausgabe der Zeitschrift Schach folgenden Beitrag:

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Jörg Hickls Stellungnahme

Bis heute ist für mich nicht nachvollziehbar, was Robert Hübner zu einem solchen Schritt bewog. Nach 30 Jahren Bekanntschaft und geschäftlicher Zusammenarbeit war ich mehr als überrascht, ein Rechtsanwaltsschreiben aus heiterem Himmel zu erhalten. Eine vorherige Kontaktaufnahme zur Beseitigung etwaiger Missstände gehört für mich zu den normalen Umgangsformen. Wesentlich schwerwiegender ist jedoch seine Darstellung des Konfliktes in der Öffentlichkeit zu bewerten. Falsche Tatsachen und nicht belegbare Behauptungen einfach in den Raum zu stellen ist nicht nur unschön, sondern auch rechtlich bedenklich.

Auch wenn aus meiner Sicht seine Behauptungen nicht haltbar erscheinen, ist es zu einem irreversiblen Imageschaden gekommen. Wer interessiert sich noch für eine Gegendarstellung?!

Die rechtliche Komponente soll nicht eingehender beleuchtet werden, doch möchte ich grundsätzlich davor warnen, die Persönlichkeitsrechte Anderer zu missachten. Im Zeitalter von Facebook und Co. wird heute schnell eine Meinung als Tatsache verbreitet ohne die Richtigkeit zu hinterfragen – teilweise mit unliebsamen Folgen für die Betroffenen UND den Verfasser!

Robert Hübners nachfolgende Reaktion

Inzwischen liegt eine schriftliche Entschuldigung seitens Robert Hübners vor. Zudem hat er sich verpflichtet, Äußerungen dieser Art zu unterlassen.

66ss300Von Robert Hübner signierte Exemplare

An dieser Stelle möchte ich darauf hinweisen, dass das Buch selbstverständlich weiterhin über alle Vertriebskanäle zu beziehen ist, z. B. versandkostenfrei im Shop von Schachseminare.eu.

Hier stehen übrigens noch einige von Robert Hübner signierte Exemplare zur Verfügung.

 

 

Jörg Hickl, www.schachreisen.eu

Vor Jahren verglich man in einer Fernsehsendung die Gedächtnisleistung von Schach- und Nichtschachspielern. Die Versuchsanordnung war denkbar einfach – ein Schachbrett wurde durch einen Karton abgedeckt. Im ersten Schritt baute man eine Partiestellung auf, die Abdeckung wurde für wenige Sekunden angehoben. Dies genügte dem ungarischen Großmeister Andras Adorjan, um anschließend rund dreiviertel der Figuren korrekt aufzubauen. Der Nichtschachspieler hingegen blieb im Bereich von 5 %. 


Der zweite Teil des Versuchs basierte auf einer willkürlichen Anordnung der Figuren. Und auch hier schaffte der Großmeister ein besseres Ergebnis als der Laie. Allerdings nur knapp mit ca. 15 zu 5 %. Das Ergebnis war eindeutig: Schachspieler orientieren sich an Mustern.

So fällt uns ganz schnell jede Kleinigkeit auf, und ganz besonders fokussieren wir auf die Verwendung von Schach (-symbolen) in der Werbung. Gestern erreichte mich eine Postkarte, auf der ein Schachbrett abgebildet war. Hier mögen Affen, Männer, Frauen, Alkohol oder was auch immer zu sehen sein, zuerst wandert unser Blick zur Figur, und das Ergebnis ist häufig ernüchternd.

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Dabei muss ich immer wieder an die Werbung für die Gelben Seiten denken: „Fragen Sie jemanden, der sich mit sowas auskennt!“ Eigentlich kann es doch nicht so schwer sein – immerhin behaupten geschätzte vier Millionen Deutsche, die Schachregeln zu kennen.

Wo ist (unter Anderem) der weiße König?

Gut, vielleicht gibt es auch die eine oder andere Ausnahme,

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aber dies hier ist nur unterschwellige Werbung für eine Schachkreuzfahrt und zählt deshalb nicht.
Ohnehin zahlte der Statist hier, um auf das Bild zu kommen....

Nicht selten nutzen Firmen das hohe Image des Schachs in der Gesellschaft für ihre Werbezwecke. Leider nur das Image des Schachs, das Image der Schachszene ist weitaus weniger positiv behaftet.

Wir berichteten hier schon mehrfach über Verwendung auf höchstem Niveau – so spielte man bei der Deutschen Bank vor Jahren über die Seiten des Brettes (d.h., die linke untere Ecke war weiß), Helmut Schmidt und Peer Steinbrück machten Werbung für ihr neues Buch und Arnold Schwarzenegger benutzte die Figuren für die Startseite seiner damals neuen Homepage.(inzwischen ging es back to the roots, das Thema wechselte - für den Terminator ist unumstritten er der Fachmann)

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Auffallend ist der Mangel an Fachwissen auch in diversen Filmproduktionen. Aber.....

Der Leser ist am Zug

Liebe Leser, helfen Sie uns!

Kennen Sie ein schachliches Beispiel, in dem etwas nicht mit rechten Dingen zuging oder getürkt wurde (dieser Begriff stammt übrigens von dem wohlbekannten Schachtürken)?

Gerne würden wir diesen Beitrag um Ihre Zusendung erweitern. Mailen Sie bitte an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mittwoch, 10 Dezember 2014 00:00

Robert Hübner: 66 saftige Schnitzer

66ss400Aus Fehlern lernen!

25 Jahre nach  "Fünfundfünzig feiste Fehler" folgt nun die Fortsetzung:

Deutschlands bester Schachspieler seit Weltmeister Emanuel Lasker zeigt 66 kritische Stellungen aus seiner langjährigen Turnierpraxis – sortiert nach fünf Partiephasen, von Eröffnung bis Endspiel, aufgeteilt in drei Schwierigkeitsgrade.

Die Technik des eigenständigen Arbeitens bildet auch im Computerzeitalter eine wesentliche Grundlage zur Steigerung des Schachverständnisses. Ausführliche und klare Erläuterungen der Analysen vermitteln dabei einen tiefen Einblick in das schachliche Denken eines Weltklassespielers.

Der Band eignet sich sowohl zur Lektüre als auch als Aufgabensammlung und wendet sich an ein breites Schachpublikum, vom Fortgeschrittenen bis zum Meister.

Dr. Robert Hübner gehörte zwei Jahrzehnte lang durchgehend zur Weltspitze, drang bis zum 3. Platz der Weltrangliste vor und nahm viermal an Kandidatenturnieren zur Weltmeisterschaft teil. Aufgrund zahlreichenr Publikationen wird er als einer der weltweit führenden Analytiker anerkannt.

Preis: 24,90 €, 200 Seiten, Hardcover,
Schachreisen-Verlag, ISBN 978-3-9817134-1-1

 LESEPROBE

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KEINE VERSANDKOSTEN innerhalb Deutschlands..


Fortschritte im Schach basieren oftmals auf einer Veränderung des Denkens. Äußere Impulse sind dabei wesentlich - die Analyse eigener und fremder Partie muss im Vordergrund stehen.

Vor geraumer Zeit begeisterte mich "55 feiste Fehler" - ein tolles Arbeitsbuch, in dem Robert Hübner mit analytischer Klarheit diverse dunkle Momente seines künstlerischen Schaffens näher beleuchtet. Viele der Aufgaben sind für den fortgeschrittenen Vereinsspieler bestens geeignet. Einige hingegen stellen eine große Herausforderung dar. Doch das Lösen der Aufgaben steht nicht unbedingt im Vordergrund - auch das reine Studium seiner Herangehensweise ist der Spielstärke sehr zuträglich.

2013 beschlossen Hübner und ich ein Folgebuch zu diesem Thema zu publizieren. "Sechzundsechzig saftige Schnitzer" befindet sich nach langer Produktionszeit im Druck und kann vorbestellt werden. Nach "Die Macht der Bauern" ist es der zweite Titel des Schachreisen-Verlags.

Freitag, 12 September 2014 00:00

Doku über Boris Gelfand

Filmfest Hamburg zeigt den außergewöhnlichen Dokumentarfilm: Album 61 als Deutschlandpremiere.

ALBUM 61 

Auf diesen Moment hat Boris Gelfand immer gewartet: Der aus Weißrussland stammende jüdische Schachprofi tritt gegen den indischen Weltmeister Viswanathan Anand an. Von Kindesbeinen an wurde Boris systematisch zum künftigen Champion erzogen, sein verstorbener Vater widmete sein Leben der Ausbildung des Sohnes am Schachbrett. In ausgefeilten Diagrammen und 60 Fotoalben dokumentierte Gelfand senior die Entwicklung seines Sohnes, die nun fast an ihrem Höhepunkt angekommen ist. Vor den Augen der ganzen Schachwelt und seiner Mutter liefert sich Boris einen dramatischen Kampf um die beste Strategie und die stärksten Nerven. Album 61 ist ein vibrierender Schach-Krimi und das vielleicht letzte Kapitel einer besonderen Vater-Sohn-Beziehung.

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Halil Efrat (*1968) arbeitet als Cutter und Dokumentarfilmregisseur. Für sein Debüt Souvenir erhielt er 2006 den israelischen Filmpreis. Album 61  ist sein zweiter langer Dokumentarfilm.

Trailer: https://www.youtube.com/watch?v=a5ew_cb4dyc


Soweit die Pressemeldung. Zu sehen ist das Werk zunächst aber anscheinend nur im Kino vor Ort: http://www.filmfesthamburg.de/de/programm/Film/21687/album-61

 

 

Freitag, 15 August 2014 00:00

Schacholympiade endet mit tollem Erfolg!?

Schacholympiade endet mit tollem Erfolg!

Gestern ging im norwegischen TromsØ die Schacholympiade zu Ende. Es waren 177 Mannschaften bei den Herren und 136 bei den Damen am Start. Damit ist die Schacholympiade eines der größten Sportereignisse weltweit.

Unser Frauenteam kommt mit einer beeindruckenden Bilanz nach Hause. Das Team musste sich nur dem späteren Olympiasieger Russland, Frankreich und den nach wie vor im Frauenschach starken Georgierinnen geschlagen geben. Am Ende konnte man gar in den Kampf um die Bronzemedaille eingreifen und erreichte mit Platz 9 das ehrgeizige Ziel einer Top10-Platzierung. Glückwunsch an unser Team!

Unsere Herrenmannschaft spielte ebenfalls ein starkes Turnier und verlor lediglich eine einzige Begegnung! Einige Punkteteilungen führten am Ende auf Platz 30. Herausragend war der Sieg unseres Spitzenspieler Arkadij Naiditsch gegen den amtierenden Weltmeister Magnus Carlsen, der für das Gastgeberland Norwegen spielte.

Insgesamt war es ein gutes Turnier, das Hoffnung für die nächsten Jahre macht. Wir bedanken uns bei unseren Spielern und Trainern für 2 Wochen Spitzensport. Auch den Ausrichtern, unseren norwegischen Freunden sei für ein Erlebnis gedankt, das vielen lange in Erinnerung bleiben wird.

Weitere Informationen finden Sie auf www.schachbund.de

DSB-Geschäftsstelle
Hanns-Braun-Straße, Friesenhaus I, 14053 Berlin
030/3000780
030/30007830
Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!


Soweit die Pressemitteilung des Deutschen Schachbundes

Das Fragezeichen in der Überschrift stammt von mir, denn unabhängig von einem 9. Platz der Frauen, ist die Eloperformance beider Teams negativ! Postiv auffallend sind bei den Männern die Leistungen Arkadij Naiditschs und Georg Meiers, während die hinteren 3 Bretter spürbar im Elominus landeten. Mannschaftsbilanz: -19 Elopunkte DETAILS

Die Frauen schafften es auf ein mageres Plus von 4,9 Punkten, wobei die Bretter 2 und 3 enttäuschten, was aber durch die guten Leistungen Sarah Hoolts und vor allem Melanie Ohmes (+30) kompensiert wurde. DETAILS

Alles in allem ein ordentliches Ergebnis knapp im Rahmen der Erwartungen, das allerdings für Euphorie wenig Raum lässt.

Montag, 21 Juli 2014 00:00

Kasparow gegen Karpow

Endlich schafft es Schach wieder ins Fernsehen und dann auch noch bei der ARD:

Geschichte im Ersten: Krieg auf dem Schachbrett

Das Duell Karpow gegen Kasparow

Ein Blick auf eine Epoche, in der Zweikämpfe noch eine Bedeutung hatten.

"Sie waren wie Tiere. Sie starrten sich an und haben einander beschnuppert", erinnert sich ein Beobachter an den Beginn der Schach-WM in Moskau am 10. September 1984. Punkt 14.00 Uhr besteigen die zwei Männer die Bühne wie einen Boxring. Niemand ahnt aber, dass dieses Match zwischen den beiden Sowjetbürgern Anatoli Karpow und Garri Kasparow der Auftakt sein wird, zu dem spektakulärsten Duell zweier Schachgenies. 

Die Beschreibung unter http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/mdr/geschichte-im-ersten-krieg-auf-dem-schachbrett100.html klingt spannend, die Sendezeit weniger:

heute, 23.30 Uhr, aber da gibt es noch die Wiederholung:

Di, 22.07.14 | 03:25 Uhr | Das Erste

Egal, ich bin dabei!!

Update, 00:20 Uhr

Eine ordentlich gemachte Reportage lässt in 45 Minuten die vielleicht bedeutendste Dekade der Schachgeschichte Revue passieren. Sie lebt davon, auf die beiden wichtigsten Zeitzeugen zurückgreifen zu können – Garri Kasparow und Anatoli Karpow, beide etwas fülliger und ruhiger, aber eigentlich noch immer so, wie ich sie zu meiner aktiven Zeit erlebte. Mit rund 25 Jahren Abstand geben Sie Einblick in die damalige Zeit. Dabei wirken Sie eher als gute alte Freunde, von der damals vorherrschenden Feindschaft ist kaum noch etwas zu spüren. So schafft es der Film auch nicht gänzlich die damalige knisternde Atmosphäre zu transportieren und hat den Charakter eines Dokumentarfilms.

Trotzdem ganz klar einer der wenigen sehenswerten Schachfilme und auch für Nichtschachspieler bestens geeignet (die Schachpartien werden nicht erörtert).

Sterne4

 

Immer wieder sehen sich Sportverbände Vorwürfen zu Unregelmäßigkeiten ausgesetzt. Zuletzt traf es die FIFA bei der gerade zu Ende gegangenen Fußballweltmeisterschaft.

Doch auch der Weltschachverband FIDE kommt nicht ungeschoren davon. Stein des Anstoßes sind wieder einmal die alle vier Jahre während der Schacholympiade anstehenden Präsidentschaftswahlen. Hier tritt diesmal unter anderem Ex-Weltmeister Garri Kasparow als Herausforderer des seit ewigen Zeiten regierenden Kirsan Iljumshinows an.

Lange im Vorfeld buhlen die Parteien um die Stimmen der Föderationen. Jede Stimme zählt dabei gleich – Zwergstaaten haben das gleiche Gewicht wie z. B. der Deutsche Schachbund mit seinen 90.000 Mitgliedern.

Bei meiner Teilnahme an der  Schacholympiade 1986 in Dubai verwunderte es mich, dass das Team der US Virgin Islands mit 1. Klasse-Flugtickets ausgestattet wurde. Die deutsche Nationalmannschaft musste aus Kostengründen mit einem mehrstündigen Zwischenstopp in Jordanien vorlieb nehmen. Eine Nation, die es kaum schafft 4 Spieler bereitzustellen, verfügt jedoch über volles Stimmrecht. 
Damals ging es um die Wiederwahl Florencio Campomanes, doch Schachpolitik interessierte mich als jungen Spieler herzlich wenig.

Die neuerlichen Vorwürfe tauchten auf einer anonymen Website unter The Ugly truth about FIDE elections auf. Für die nächsten Tage wurden Namen und  Beweise angekündigt. Die Blogbetreiber geben sich als Zusammenschluss aktiver Schachprofis aus. Es gelang uns nicht, einen Kontakt herzustellen, wir bleiben deshalb zunächst abwartend.

Samstag, 21 Juni 2014 00:00

Schachwelt in neuem Gewand

Fünf Jahre Schachwelt gingen an der Technik unserer Website nicht spurlos vorüber - ein Update unseres Content-Management-Systems wurde erforderlich.

Leider gestaltet sich dieser Vorgang nicht ganz so leicht wie mit bekannter Software. Der Umzug des knapp 1.000 Seiten großen Webauftritts erforderte einen erheblichen Arbeitsaufwand. Wir hoffen, mit der neuen Version unseren Lesern nun wieder einen schnellen Webauftritt und ein gefälliges Layout zu präsentieren.

Allerdings können wir nicht ausschließen, dass an der einen oder anderen Stelle Probleme auftreten. Sollten Sie auf Ungereimtheiten stoßen, freuen wir uns über eine Fehlermeldung per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Dienstag, 20 Mai 2014 11:17

Schachspielen "Sunny side down"

Das normale Spiegelei wird hierzulande "Sunny side up" gegessen. Die Sonnenseite ist also oben. Das bedeutet, dass das Eigelb auf dem Teller oben ist.

Sehr lecker ist aber auch die Variante "Sunny side down". Das bedeutet, dass das Spiegelei beim Braten kurz vor Schluss noch einmal gewendet wird.

Auch beim Wendeschach ist das Schachbrett von beiden Seiten bespielbar. Es ist eine Erfindung des Tischlermeisters Frank Günnewich, der damit so manchen Schachspieler zum Kopfstand zwingt. Das Spielfeld kann um die eigene Achse gewendet werden. Es wird mittels Magneten in der waagerechten Position gehalten. Jeder Spieler spielt auf seinem eigenen Spielfeld, nach jedem Zug wird das Brett um die eigene Achse gewendet. Die Spieler sehen immer nur die Figuren dessen, der gerade am Zug ist, sie müssen sich die Stellung auf der anderen Seite merken. Die Figuren sind magnetisch und halten darum kopfüber.

Ausprobieren kann man diese Variation während der Kunstaustellung und Schachveranstaltung vom 5. bis 8.Juni in der Altstadthalle in Zug in der Schweiz.

Mehr Information findet man unter:www.artee.ch/deu/


Prolog OST - WEST

Ein grosser Medienrummel begleitet 1972 das Finale der Schachweltmeisterschaft, das von Boris Spasski aus der UdSSR und Bobby Fischer aus den USA mit der gleichen Intensität wie der Kalte Krieg ausgefochten wurde. Unter den Künstler gibt es diese Rivalität nicht. In erster Linie findet das Werk Aufmerksamkeit und nicht wer es erschaffen hat.

Ist Schach ein Kriegsspiel?

Schach wird gerne als Kriegspiel gesehen. Material ist wichtig, doch das Mattsetzen des Königs ist der Kernpunkt. Um zu beweisen wie wichtig die Untertanen für den Herrscher sind, wurde der Legende nach das Schachspiel erfunden. Die Königsfigur darf darum wie die schwächste Spielfigur, der Bauer nur maximal ein Feld verrücken. Alle andern Spielfiguren sind an Reichweite dem König überlegen.

Sind Schachspieler Künstler?

Marcel Duchamp (Künstler und Schachspieler): Ich glaube in der Tat, dass jeder Schachspieler ein Gemisch zweier ästhetischer Vergnügen erfährt: erstens das abstrakte Bild, verwandt mit der poetischen Idee beim Schreiben; zweitens das sinnliche Vergnügen der ideographischen Ausführung dieses Bildes auf den Schachbrettern. - Wenn auch nicht alle Künstler Schachspieler sind, so sind doch alle Schachspieler Künstler.

Die Entwicklung des Schach

Die klassische Schachforschung geht davon aus, dass das Schachspiel in Indien entstanden sei und mit Würfeln gespielt wurde. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde das Schachspiel ein Bestandteil der bürgerlichen Kultur, was den Spielstil änderte und Turnierwesen und Schachpublizität prägte. Es war auch die Zeit der grossen Schachcafés, deren berühmtestes das Pariser Café de la Régence war, wo seit 1740 Schach gespielt wurde. Der erste Schachverein wurde dann 1809 in Zürich gegründet. (Quelle Wikipedia)

Schachvarianten vs Schachform

Ein Spiel, das mit Schachfiguren gespielt wird, aber zum Schach abweichende Regeln hat, wird als Schachvariante bezeichnet. Das Fressschach ist eine bekannte Variante davon. Hier geht es darum möglichst schnell die eigenen Spielsteine los zu werden. Abweichende Formen des Schachspiels, bei denen die grundlegenden Regeln des Spiels beibehalten werden sind hingegen Schachformen. Darunter fallen Fernschach, Konsultationspartien, Simultanschach und auch Wendeschach.

Was ist Wendeschach?

Das Schachbrett ist von beiden Seiten gleichzeitig bespielbar. Das Spielfeld kann um die eigene Achse gewendet werden. Es wird mittels Magneten in der waagerechten Position gehalten. Jeder Spieler spielt auf seinem eigenen Spielfeld, nach jedem Zug wird das Brett um die eigene Achse gewendet. Die Spieler sehen immer nur die Figuren dessen, der gerade am Zug ist, sie müssen sich die Stellung auf der anderen Seite merken. Die Figuren sind magnetisch und sie halten auch kopfüber.

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Schachprogramm

Donnerstag, 5.6.2014 bis Sonntag 8.6.2014

Konsultationspartie Artee Zug gegen nimzowitsch.ch

Die Besucher von Artee Zug spielen gegen einen Meisterspieler des Schachclubs Nimzowitsch. Sie beraten sich untereinander und entscheiden sich gemeinsam für den zu spielenden Zug.

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Samstag, 7.6.2014, 12:00 bis 15:30

Wendeschachturnier

Der Turniersieger spielt gegen Beat Züger einen Showkampf

Bendenkzeit:           15 Min.

Modus:                    5 Runden nach CH-System

Turnierstart:             12:00 Uhr

Preise:                       Naturalpreis für den Sieger

Spezialpreise: Beste Dame, jüngster / ältesterTeilnehmer

Preisverteilung:      15:30 Uhr

 

Samstag, 7.6.2014, 16:30 bis 19:30

Uhrensimultan gegen Beat Züger

Beat Züger spielt gegen die Besucher von Artee Zug simultan. Die Anzahl ist auf 10 Personen begrenzt.

Bendenkzeit: 90 Min. für Simultangeber und Simultannehmer

wszuBeat Züger ist der einzige Schachspieler, der alle Schweizer nationalen Titel gewinnen konnte: Juniorenmeisterschaft, Einzelmeisterschaft, Mannschaftsmeisterschaft, Mannschaftspokal und Coupe Suisse. Er trainiert die Schweizer Juniorennationalmannschaft, spielt SMM für den Nationalliga-A-Klub Luzern und vertritt die Schweiz an internationalen Turnieren.Schon mehrfach erfüllte Beat Züger die Norm für den Titel eines Internationalen Schachgrossmeisters (GM).

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Donnerstag, 08 Mai 2014 18:34

Schachbund in der Bredouille

Heute überraschte uns die folgende Pressemitteilung auf der Seite des Deutschen Schachbundes.

BMI kürzt Fördermittel auf NULL!

Seit Monaten wartete der Deutsche Schachbund nach seinen Anträgen vom 31.10.2013 auf die Zusage des Bundesministeriums des Innern (BMI), auch in der Förderperiode 2014 – 2017 den DSB im Bereich des Leistungssports finanziell zu unterstützen. Alle Verantwortlichen des DSB sind davon ausgegangen, dass Kürzungen auch in größerem Ausmaß vorgenommen werden. Was jetzt passiert ist, verletzt unseres Erachtens massiv die Regeln eines fairen Umgangs miteinander!

Das BMI stellt sich willkürlich gegen das Votum des DOSB, der Schach in seiner Mitgliederversammlung am 7.12.2013 in Wiesbaden in Anwesenheit des zuständigen Referatsleiters des BMI einstimmig als förderungswürdigen Sport bestätigt hat, und spricht uns wegen angeblich „beim Denksport nicht vorliegender eigenmotorischer Aktivität“ grundsätzlich die Förderungsfähigkeit ab!

Wenn es uns nicht gelingt, diesen Beschluss zumindest teilweise rückgängig zu machen, müssen wir im Haushalt eine Position in Höhe von 130.000,-- € jährlich ausgleichen!

Im Jahr 2014 ist dies ob der in den vergangenen Jahren aufgebauten Liquiditätsrücklage und angesichts der in diesem Jahr greifenden Beitragserhöhung gerade so noch möglich. Die Rücklage des DSB wird aber abschmelzen und uns damit an die Grenze der notwendigen Liquidität führen. Wir werden die Situation mit den Vertretern unserer Mitglieder in der Sitzung des Hauptausschusses am 31.05. in Frankfurt intensiv erörtern.

Auf keinen Fall wird der Deutsche Schachbund diese willkürliche und in der Sache völlig unbegründete Diskriminierung unseres Sports ohne Widerstand hinnehmen.

Wir werden ab sofort anwaltlichen Beistand in Anspruch nehmen und lassen die Wirksamkeit des Beschlusses des BMI überprüfen.

Michael S. Langer
Vizepräsident Finanzen Deutscher Schachbund e.V.

P.S. Man beachte auch diesen Link ...

Quelle: www.schachbund.de

Samstag, 26 April 2014 20:07

Nach Cisha nun auch Schach mit FIDE

Jahre dauerte und Millionen kostete es – vor gut zwei Monaten ging das Hamburger Unternehmen Cisha unter der Adresse www.chess24.com mit einer Schachplattform online. Olaf Steffens berichtete: Na Cisha, Alter - ein gut gemachter Auftritt, doch ohne die Schachszene um etwas wirklich Neues zu bereichern.

Das fehlende Alleinstellungsmerkmal ließ schnell die Frage nach der Wirtschaftlichkeit aufkommen. Was ist so besonders, um die Kunden zum Wechsel von Plattformen wie der Institution chessbase, chess.com oder anderer der vielen bereits etablierten Portalen zu bewegen?

Doch Gründer Enrique Guzman sieht riesiges Potenzial im Schachmarkt und gibt sich zuversichtlich: Im kürzlich in der Zeitschrift Schach erschienen Interview geht er von weltweit 600 Millionen schachspielenden Menschen aus, 17 Millionen davon allein in Deutschland.

Bei diesem Szenario erscheinen die ständig sinkenden Mitgliederzahlen des Schachbundes verwunderlich (Zeit für eine Schachplattform?).

Nun auch die FIDE

Doch nun gibt auf dem Gebiet der der Onlineplattformen einen weiteren Big Player: Der Weltschachbund FIDE himself ist unter der Adresse Premiumchess.net (http://www.premiumchess.net) online erreichbar und verkündet vollmundig „Join the chess revolution“.

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Auch auf mich übte das Schachspielen online vor einigen Jahren einen großen Reiz aus, siehe Nakamura – Hickl 14:0 mit der bitteren Erkenntnis:

„Einige Zeit nach diesem Desaster gelangte auch ich zur Einsicht, dass man auf Schachservern kaum etwas lernen kann und zu viel Lebenszeit vergeudet. Der anfängliche Fun-Aspekt tritt schnell in den Hintergrund. Seit 5 Jahren bin ich clean!“

skf14250Trotzdem gab ich dem neuen FIDE-Server eine 5 minütige Chance. Nach einem kurzen Registrierungsprozess und dem Download einer App kann es losgehen. Doch Halt - ohne Java geht gar nichts. Bereits hier geht wohl einen nennenswerte Useranzahl verloren. Schafft man diese Hürde, erwartet einen eine der üblichen Spiel-Plattformen, nicht besonders aufgeräumt, aber tauglich. Aber deren Test können gerne Andere vornehmen. Sollte ich rückfällig werden, dann auf dem ChessBase-Server. Hier kenne ich mich aus, hier darf ich sein!

Dienstag, 15 April 2014 00:00

Von schwarzen Pferden und schweren Schafen

Nach Olaf Steffens Beitrag "Abstieg ist ein schwarzes Pferd" häuften sich die Leseranfragen - nicht jeder konnte mit dem Titel etwas anfangen. Auch ich nicht unbedingt, gäbe es da nicht eine kurze You-Tube Tonaufnahme, die ich Ihnen nicht vorenthalten möchte:

 

 

Die nach den Zügen 1.d4 Sf6 2. c4 g6 3. Sc3 Lg7 4.e4 d6 entstehende Königsindische Verteidigung wurde in der Nachkriegszeit durch Partien diverser russischer Spitzengroßmeister, u. a. David Bronstein und Efim Geller, zur Modeeröffnung. Sie hat bis heute nichts an Popularität eingebüßt und gehört zu den meistgespielten Eröffnungen gegen 1. d4 (und 1.c4).

IM David Lobzhanidze geht in seinem Wochenendseminar „Königsindisch für Vereinsspieler“ auf die spezifischen taktischen und positionellen Merkmale ein und berücksichtigt dabei besonders die Bedürfnisse der Klubspieler.

Anhand vieler Beispielpartien und Analysen werden aus schwarzer Sicht die verschiedenen Abspiele in ihren Haupt- und Nebenvarianten betrachtet. Dabei liegt der Schwerpunkt auf sicheren Abwicklungen, die wenig Risiko beinhalten. Das Repertoire ist schlank gehalten, doch kommen auch konkrete Varianten dabei nicht zu kurz.

Abgerundet wird die Wochenendveranstaltung durch einen späteren Online-Workshop, bei dem Erfahrungen der Teilnehmer näher beleuchtet sowie Fragen zum Seminar beantwortet werden.

Kostenlose Online-Einführungsveranstaltung am 10.April auf www.schach-seminare.eu

Zur Seminarausschreibung auf www.schachreisen.eu

Beim Durchstöbern des Tagesgeschehens auf focus.de wurde ich, neben der wichtigen Meldung über einen oscarlosen Leonardo DiCaprio und dem allseits präsenten Konterfeis Uli Hoeneß, eines Artikels gewahr, dessen Schlagzeile mich unmittelbar in den Bann zog. Es handelte sich um den Aufmacher zu The Huffington Post: "Plan für den Notfall, Wie man einen Flugzeugabsturz überlebt!" 

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Ein schneller Klick - ein flüchtiger Blick - ein großer Schmerz:

flugzeugabsturz-focus-200"Behalten Sie Ihre Schuhe und Socken an" klingt logisch, genauso wie "Besorgen Sie sich einen Plan (und einen Plan B)" - sieh an, eine Parallele zwischen Schach und Flugzeug-abstürzen.
Doch führte beides zu einem schnellen Schließen des Browserfensters.

Mit solchen Hilfestellungen kann ich Ihnen nicht dienen, aber vielleicht beim Überleben eines Schachbuchs behilflich sein oder besser noch , vor dessen Kauf bewahren.

 


Jacob Aagaard: Attack & Defence, 29,99 €, Quality chess,

304 Seiten, kartoniert, 1. Auflage 2014.

Schachbücher stellen im Allgemeinen einen hohen Anspruch an den Leser. Man kann Sie nicht wie einen Roman behandeln - die ordenttliche Beschäftigung mit der Materie erfordert zuweilen Monate und auch die Erstellung einer (üblicherweise nicht bezahlten) Schachbuchrezension ist entsprechend aufwändig.

Nachdem auch mir das von Martin Rieger zur Weihnachtszeit vorgestellte Buch vorliegt, hier nun einige Anmerkungen, die über die üblichen, zumeist überaus freundlichen Besprechungen hinausgehen:

Wie lassen sich allgemeine Themen des Schachs wie Angriff und Verteidigung in einem Buch lesererhellend darstellen? Eine Frage, die Jakob Aagard mit seinem neuesten Werk Attack&Defense aufwirft, doch leider nicht beantworten kann. Uns erwartet ein Taktikbuch auf höchstem (Computer-) Niveau.

Die Aufschlüsselung in ebenfalls schwammige Unterkapitel wie „Angriff auf den stärksten (schwächsten) Punkt“, „Momentum“ oder auch „Prophylaxe“ bringt dabei kein Licht ins Dunkel. Grundlage sind jeweils einige wenige Partien extrem hoher taktischer Komplexität, die in brauchbarer Form kommentiert werden, gefolgt von diversen Taktikaufgaben. Houdini ist dabei omnipräsent und scheint die Hauptarbeit geleistet zu haben. Praxisnähe/-relevanz und die damit verbundene menschliche Komponente gehen vollkommen unter.

banner-seminarturnier300-anz2014Wie leicht zu merken ist, konnte das Werk keinen Blumentopf bei mir gewinnen. Aus der Sicht des Trainers erwarte ich weiterverwertbare Erkenntnisse oder zumindest brauchbare Aufgaben für den Unterricht.

Aus Sicht des Lesers/Lernenden rührt wahrscheinlich das größte Frustrationsgefühl: Zugegeben, das Buch diente wochenlang als Gute-Nacht-Lektüre bei einem gewissen Dämmerzustand, doch eine Ausbeute bei Taktikaufgaben im Bereich von gefühlten 10% ist mir fremd. Und selbst nach Konsultation der (Houdini-) Lösung glaube ich nicht, bei meinen zukünftigen Partien daraus etwas anbringen zu können.

Das größte Problem ist wohl die permanente Verwendung von Computerprogrammen. Es überrascht wenig, dass in der überwiegenden Anzahl der vorgestellten Beispiele auch starke Großmeister nicht in der Lage waren, das Stellungsproblem zu lösen; Aagard im Anschluss anscheinend schon… Der Höhepunkt ist wohl die Vorstellung eines Diagrammes, bei dem es ihm nicht unbedingt auf den (schwierigen) Anfang der Kombination ankommt. Die Hauptproblem sieht er im dritten Zug, den zu finden WELTWEIT wohl kein Spieler in der Lage sei…

Eine solche Herangehensweise kann uns sicher ein beeindrucktes „Oha“ oder „Mann, sind die Computer gut!“ entlocken. Letztendlich stellt sich jedoch die Frage nach dem Nutzen für den Leser.

Fazit:

Bedenkt man, dass weit über 90% der Schachspieler ein DWZ-Niveau unter 2100 haben und wohl die Hauptkäuferschicht darstellen, geht dieses Buch komplett an dieser Gruppe vorbei. Ähnlich verlief vor Jahren auch meine Einschätzung eines anderen Aagard-Buches „Variantenberechnung“, doch diesmal überbot er dieses um Längen.

Martin Riegers Aussage aus der Rezension vom 25.12.2013, „Selbstverständlich aber reiht es sich ein in die Liste der sehr guten Trainingsbücher.“ Kann ich nicht im Entferntesten nachvollziehen, den Rest des Absatzes hingegen schon:

„Und der sehr schwierigen! Die Aufgaben und Übungsbeispiele erfordern höchste Konzentration und Ausdauer. Die Frustrationsgrenze sollte beim Leser auf das höchstmögliche Maximum eingestellt sein, andernfalls landet das Buch womöglich mit einem weiten Wurf aus dem offenen (oder auch geschlossenen) Fenster!“

Fly Baby, fly!

Obwohl in dem Buch nichts Falsches steht, Layout und Erscheinungsbild ebenfalls kaum Beanstandung finden und auch größtenteils neue Partien aus den Jahren 2012 und 13 verwendet wurden (was für ein Lehrbuch letztendlich unwesentlich ist), bleibt für mich nur ein Urteil:

Nutzwert für Spieler unter DWZ 2200: 0 von 5 Punkten

Geht man davon aus, dass das Buch zur anspruchsvollen Serie "Grandmaster preparation" gehört und auch nur solche, bzw. entsprechende Anwärter ansprechen möchte, was letztlich zu einer unrealistischen Käuferbasis führt, so vergebe ich

mit etwas gutem Willen für Spieler jenseits 2600: 1 von 5 Punkten

Spieler mit Faible für Computerschach hingegen, mögen die Aufgaben vielleicht anders zu würdigen wissen als ich. Entsprechende Kommentare sind willkommen.

Eine kleine Liste mit weiteren Buchempfehlungen (oder auch Warnungen) finden Sie auf der Schachreisen-Website.

Das Rezensionsexemplar wurde freundlicherweise von Schach Niggemann überlassen.

Montag, 30 Dezember 2013 19:59

Schach-Aus durch Noroviren

Nach Stefan Löfflers heutigem Bericht zum Weltjugendschach, nun eine etwas andere Meldung zum Thema:

Das Jugendschach in Deutschland boomt wie selten zuvor. Mit 500 Jugendlichen und 200 Betreuern bekamen die Deutschen Schach- Jugendmeisterschaften der Vereine in Magdeburg den Charakter einer Großveranstaltung – mit all ihren Problemen.

Rund 30 Kinder litten unter Durchfall und Erbrechen. Das von der Deutschen Schachjugend organisierte Turnier wurde am Sonntag durch den Chef des Gesundheitsamtes aufgrund einer Norovireninfektion abgebrochen.

Der in der Geschichte bisher einmalige Vorfall zieht weitere Probleme nach sich: Wie wertet man ein durch außergewöhnliche Umstände vorzeitig abgebrochenes Turnier?