SCHACHWELT

Der Schach-Blog

Donnerstag,23 Mai 2013

Aktualisiert10:08:07 Thu

Font Size

Screen

Cpanel
Krennwurzn

Krennwurzn

Website URL:

Um einen Österreicher glücklich zu machen, braucht man nur das Wort „Cordoba“ zu sagen – so oder ähnlich lautet ein Bonmot vom Kaiser Franz Beckenbauer höchst persönlich. Und tatsächlich auch viele Jahre danach werden wir Ösis beinahe immer noch „narrisch“ wenn dieses Wort fällt, denn wir haben nicht nur besser gespielt, waren nicht die „sentimentalen“ Gewinner – nein wir haben das Unmögliche geschafft: wir haben die Deutschen nach 90 Minuten tatsächlich geschlagen!

Was ist daran so speziell, dass sich so viele damit beschäftigt haben und auch die schrägsten Kabarettisten des Landes Stermann & Grissemann sich diesem Thema nicht verschließen konnten? Eigentlich ganz einfach: der kleine Bruder konnte dem größeren ein Bein stellen oder ganz klassisch David gegen Goliath.

Auch im Schach waren und sind uns die Deutschen überlegen, mit der Nationalmannschaft gelangen ihnen viele Erfolge – darunter der gar nicht so lange zurückliegende sensationelle Gewinn der Mannschaftseuropameisterschaft. Ebenso findet man in der Weltrangliste Österreicher erst hinter den Deutschen. Markus Ragger ist sogar der erste und einzige Österreicher, der die Elomarke von 2600 jemals überschritten hat – also es schaut nicht wirklich toll aus für die Alpenrepublik.

Aber bei der Einzel-EM im polnischen Legnica tauchte es wieder auf dieses kleine süße Cordobagefühl und da der Weg vom Patrioten zum Idioten nur ein sehr kurzer ist, jubelte die Krennwurzn bei der Durchsicht der Resultate euporisch: „I wer’ narrisch“, um gleich nachzufragen: ist das denn überhaupt noch möglich?

2013EM 1

Herausragend und verlässlich sind in letzter Zeit die Leistungen von GM Markus Ragger, der am Weg ist, sich in die erweiterte Weltspitze zu spielen – auch wenn die Krennwurzn diesbezüglich berufsskeptisch ist, aber ich hätte kein Problem damit, sollte ich mich da irren! Jedenfalls gelang es ihm mit einer Eloleistung von 2724 und dem 18. Rang sich zum zweiten Mal in Serie für den World Cup zu qualifizieren. Auch der Bundestrainer GM David Shengelia spielte groß auf und konnte nach einem Remis gegen GM Vachier-Lagrave (2718) in der Folgerunde sogar GM Areshchenko (2709) schlagen, was zu in diesen Tagen nicht unerwarteten Verdächtigungen führte – aber lassen wir dieses Thema einfach einmal ruhen.

Ein ebenso hervorragendes Turnier spielte IM Robert Kreisl, der in der 4. Runde mit GM Cheparinov ebenfalls einen 2700er schlug und seine Leistung mit seiner ersten Großmeisternorm krönte. Verwundert es noch jemand, dass da sogar ein Freund auf Facebook gratulationshalber schrieb: „Ivanovstyle“

2013EM 3

Nicht unerwähnt lassen möchte ich den 15jährigen Martin Christian Huber (2176) der gegen wesentlich stärkere mit Titel versehene Gegnerschaft 4,5 Punkte und eine Eloleistung von 2346 schaffte und ein Versprechen für die Zukunft ist.

Mit den Rängen 18, 89 und 93 schafften es drei Österreicher unter die Top 100 von den insgesamt 286 Teilnehmern zu kommen. Und wo – Cordoba – sind die Deutschen?

2013EM 2

Da schmerzt der Krennwurzn ja schon der Finger vom Runterscrollen bis auf Rang 79 wo mit IM Bluebaum der einzige unter den Top 100 platzierte Deutsche auftaucht. Er und IM Donchenko sind zudem die einzigen mit Elozugewinnen und auch die beste Eloleistung von 2539 ist als eher mager zu bezeichnen, wenn man bedenkt, dass drei Österreicher Eloleistungen über 2650 erbracht haben! Cordoba, Cordoba ... jubelt die Krennwurzn vor sich hin und wird immer „narrischer“.

Aber Halt, Stopp!! War nicht Cordoba ein Pyrrhussieg für den österreichischen Fußball? Überdeckte er nicht das Verschlafen von modernen Entwicklungen? Sicherlich kamen dann noch ein paar schöne Erfolge und WM-Qualifikationen, aber dann kam der Absturz von Weltranglistenplatz 17 auf 105 und wenn man von dort nach unten scrollt, da hilft nicht einmal mehr das Wort Cordoba um die Krennwurzn glücklich zu machen!

Weiterlesen...

Zurück zum Thema Betrug dem alles beherrschenden Thema in der Schachwelt. Der bulgarische FM Borislav Ivanov hat spätestens nach dem Turnier in Zadar für einige Aufregung in Schachkreisen gesorgt, weil er schachlich einen rapiden Leistungsschub erbracht hat. Dies und seine Partien, die eine große Übereinstimmung mit Computerzügen aufweisen haben ihn auch außerhalb seines Heimatlandes bekannt gemacht. In einem Interview erklärte er dass er viel mit Houdini & Co spielt und nachdem er diese nun hoch abfertigt auch gegen Menschen besser spiele.

2013oldcapital00

Da es wohl keinen Menschen außer der Krennwurzn gibt, die gegen die Maschine jede Partie gewinnt (wenn sie die Hand am Stromstecker hat) und das auch niemand mehr glauben kann, könnte es sich bei BI auch um einen Satiriker handeln, der uns unsere Grenzen bezüglich Kontrolle aufzeigen möchte und die Krennwurzn wartet schon auf den Artikel „BI wie ich mit KI die Großmeister schlug!“ – wobei mit KI nicht die Königsindische Verteidigung sondern die Künstliche Intelligenz gemeint ist!

Nun die betroffenen Schachprofis dürften aus nachvollziehbaren Gründen nicht die Gelassenheit und den seltsamen Humor der Krennwurzn haben und so haben nach Angaben von dem auch bei uns bekannten FM Valeri Lilov (Elo 2400 Nickname: Tiger Lilov) einige starke Spieler (darunter auch die starken GM Kiril Georgiev und GM Ivan Cheparinov – aus einem Zusatztext eines TV-Artikels von TV7 Bulgarien mit Google Übersetzer gelesen) eine Liste unterschrieben, nicht mehr gegen BI spielen zu wollen solange nicht geklärt ist, ob er mit KI spielt. Dort wird auch angekündigt, dass es zu einem Wettkampf in einem schallisolierten Zimmer unter Mithilfe von TV7 kommen könnte. Schachberichte im Fernsehen – davon können wir hier in Mitteleuropa nur träumen!

Im nun vierten auf youtube veröffentlichten Video zur Causa BI zeigt „Tiger Lilov’s chess school“ einen kurzen Abriss der Geschichte, schwenkt dann zum Thema „First Open Old Capital“ und versucht dann zu erklären wie BI möglicherweise KI benutzt ohne aufzufallen und was er tut beziehungsweise nicht tun, um die Tarnung aufrecht zu erhalten. Am Ende wird anhand von Partiebeispielen versucht diesen Verdacht zu erhärten. Das Video in englischer Sprache dauert fast 53 Minuten und ist interessant anzuschauen. Wenden wir uns nun aber dem Anfang Mai stattgefundenen Turnier in Bulgarinen zu. Auffallend sind zuerst einmal zwei Passagen der Ausschreibung, die noch dazu in roter Schrift hervorgehoben wurden:

2013oldcapital01

Die erste sollte besagen, dass sich der Veranstalter das Recht nimmt Teilnehmer zuzulassen oder eben auch nicht, dies dürfte aber nach bulgarischen Recht auf wackeligen Beinen stehen. Nach der erfolgten ordnungsgemäßen Anmeldung von BI sollen einige starke Spieler ihrerseits die Anmeldung wieder zurückgezogen haben. Die zweite sollte später noch von Bedeutung werden, schauen wir aber zuerst auf die Startliste des Turniers, das in den ersten Maitagen in der alten Hauptstadt Bulgariens Veliko Tarnovo stattfand.

2013oldcapital02

Das Turnier begann einmal mit einer kleinen Überraschung, denn BI remisierte mit den weißen Steinen schnell gegen eine Spielerin mit nicht ganz 1900 Elo indem er schnell viele Figuren abtauschte. War das eine mildere Version des „Schweizer Gambits“ oder wollte er sich einfach aus der Schusslinie nehmen?

2013oldcapital03

Es folgte ein Sieg gegen einen schwächeren Spieler und auch der Weißsieg in der 3. Runde kann nicht als außergewöhnlich betrachtet werden. Fast könnte man denken, dass angekündigte Skandale wie üblich nicht stattfinden, aber die Auslosung der 4. Runde brachte eine brisante Paarung:

2013oldcapital04

Der erfahrene 55jährige bulgarische IM Nikolov ein Unterzeichner der oben erwähnten Liste trat konsequenterweise auch mit den weißen Steinen nicht gegen BI an.

2013oldcapital05

In der 5. Runde tat dies GM Stanojoski verlor aber die Partie gegen BI und in Runde 6 trat die bulgarische Nummer 1 des Turniers GM Drenchev ebenfalls gegen BI nicht an. Nun hatte dieser bereits zwei kampflose Punkte erhalten und jeder weitere kampflose Punkt würde ihn laut Ausschreibung nicht mehr preisgeldberechtigt machen. In der 7. Runde wollte es der junge italienische IM Rombaldoni wissen, stichelte aber schon vorher via Facebook: „ich bereite mich auf Houdini 3 vor“ um nach der Partie ebendort zu erklären: ich habe mit Ehre verloren!

2013oldcapital06

Die Runde 8 brachte ein schnelles Remis gegen IM Kukov (laut Aussagen im Video ein Freund von BI) und nun war der Turniersieg wieder in greifbare Nähe gerückt, das Feld führte er bereits an und nur noch eine Niederlage oder aber ein weiterer kampfloser Sieg konnte ihn davon abhalten.

2013oldcapital07

Und diese Aufgabe musste nun IM Nikolov erledigen, der nach seinem Nichtantreten in Runde 4 gegen BI mit vier Siegen wieder zur Spitze aufgeschlossen hatte. Aber halt – darf ein Spieler zweimal gegen einen Spieler in einem Turnier nach Schweizer System antreten?

2013oldcapital08

Ja man darf wie die FIDE-Regeln besagen – hauptsächlich ist dieser Passus aber dagegen gerichtet, dass man nicht bezüglich der Farbverteilung taktieren kann indem man beispielsweise eine Schwarzpartie ohne Antreten verliert, um mit dann in der nächsten Runde mit Weiß bessere Chancen zu haben. Nicht gespielte Partien gelten für die Paarungsroutine eben tatsächlich als nicht gespielt!

Verwirrung herrschte zuerst im Internet, da auf der bekannten Turnier und Resultatseite Chess-Results.com zuerst BI als Turniersieger eingetragen war

2013oldcapital09

und Minuten später das Turnier komplett – wahrscheinlich vom Veranstalter - gelöscht wurde. Mich erreichte nun eine Mitteilung des Veranstalters, der mir mitteilte, dass mit dem Turnier alles in Ordnung sei und es ausschreibungsgemäß abgelaufen ist. BI hat keinen Preis erhalten und wurde aus dem veröffentlichten Endstand herausgenommen – allerdings wurde ein Turnierreport inklusive der BI Partien zur Eloauswertung an die FIDE geschickt – diese muss diese Causa dann endgültig entscheiden.

2013oldcapital10

2013oldcapital11

Auf der Homepage des Turniers wurde dann im Laufe des Nachmittags folgender Entstand veröffentlicht – BI war aus dem Turnier verschwunden und sein Freund IM Kukov wurde alleiniger Turniersieger und durfte sich über 2.000 BGN (knapp unter 1.000 Euro) Preisgeld freuen.

2013oldcapital12

Die Mut oder Wutbürger IM Nikolov und GM Drenchev landeten auf den unteren Preisgeldrängen (jeweils unter 150 Euro) und wurden für ihr Auftreten nicht belohnt oder aber bestraft – je nachdem wie man das sehen möchte. Denn Beweise für Betrug von BI mit KI liegen nicht vor – nur Verdächtigungen und wie schwierig es ist, verwertbare Beweise zu erbringen erklärt Lilov in seinem Video auch.

Nach bulgarischem Recht ist es nicht so einfach bei einem Menschen Leibesvisitationen vorzunehmen zu lassen und ich denke dies gilt wohl ähnlich für viele andere Staaten auch in denen die exekutive Gewalt allein dem Staat vorbehalten ist. Zwar dürfen in wenigen sicherheitsrelevanten Bereichen wie etwas bei Fußballspielen, Konzerten und an Flughäfen autorisierte Unternehmen Personen und Gepäckkontrollen vornehmen - allerdings bin ich mir ziemlich sicher, dass diese bei einer Weigerung nur Festhaltebefugnisse haben bis staatlicher Organe eintreffen und auch Zwangsmaßnahmen setzen dürfen. Ganz klar ist wohl, dass Schiedsrichter und Ausrichter von Schachturnieren keine Leibesvisitationen durchführen dürfen und wohl auch wollen.

Im Video folgt vor den Partieanalysen noch Spekulationen wie BI die Möglichkeiten der KI nutzen könnte, um sich Informationen von außen schwer ersichtlich anzeigen zu lassen. Minikameras kann wohl leicht in der Kleidung oder auch im Körper verstecken und als Display könnte man „bionische Kontaktlinsen“ verwenden – als Hinweis wird ein Wikipediaartikel angegeben – ich habe mir nicht die Mühe gemacht in Erfahrung zu bringen, ob diese Technologie dem Prototypstadium bereits entstiegen ist oder man das sogar schon käuflich erwerben kann.

Ich hätte aber für alle – falls bis dahin das Rätsel noch nicht gelöst ist – eine kostenschonende Idee für den nächsten Fasching oder wenn Sie Ihren nächsten Gegner – falls Sie das noch als Gag akzeptabel finden - maximal irritieren möchten!

2013oldcapital13

Schiedsrichter und Leibesvisitationen brauchen Sie nicht zu fürchten, denn diese Linsen im Terminatorlook sind einfach nur ein Eyechatcher wie man heute neudeutsch einen Hingucker zu nennen pflegt!

Kommen wir nun aber zum Ernst der Sache zurück und versuchen einmal emotionslos darüber nachzudenken welche Gefahren dieses öffentliche Anprangern ohne konkrete Beweismöglichkeiten durch rechtliche Einschränkungen für das Schach hat und zwar nicht nur für die betroffenen Personen allein – nein für uns und unser schönes Spiel generell! Stellen wir uns damit nicht über kurz oder lang alle selbst unter Generalverdacht? Werden wir zu misstrauischen Spitzeln, beargwöhnen wir das Verhalten unserer Gegner immer mehr? Wie reagieren Sponsoren, Mäzene, die Öffentlichkeit auf die nicht abreißen wollenden Betrugsgeschichten? Sind Eltern, Betreuer und Trainer, die Ihre Kinder ganz legal allein mit ihrer Anwesenheit unterstützen wollen, per se als Zugeinflüsterer vorverurteilt? Läuft nicht jeder mit einer oder noch schlimmer mit mehreren guten Partien hintereinander in Gefahr sich damit ins Betrugseck zu stellen? Ja muss ich gar zu guter Letzt bei der Zugauswahl daran denken was Houdini spielen würde? Werden oder sind wir betrugsparanoid oder sind wir einfach nur blind - vor der Gefahr oder vor Wut?

Oder sollten wir besser Mut zeigen und uns von Kindesbeinen an für ehrlichen, fairen Mensch gegen Mensch Wettkampf einsetzen und uns nicht primär an Ergebnissen und Elozahlen sondern am ehrlichen Wettkampf erfreuen? Kann der Weg das Ziel – und wie kommen wir da hin?

Weiterlesen...

Der Schachbund bemühte sich mit der am 2. Mai veröffentlichten Nichtentscheidung dem absurden Theater (siehe Warten auf Godot) ein Ende zu setzen.

DSB Schiedsgericht hebt Sperre für Falko Bindrich aus formalen Gründen auf
...
Die aktuelle Entscheidung sei kein Freispruch für Falko Bindrich, sondern die Offenlegung einer bisher unbemerkten, rechtlichen Lücke im Ordnungswerk des DSB und des Bundesliga e.V., die Falko Bindrich zu Gute komme...

Nachtrag 7.5.2013

Der DSB hat auf obiger Seite nun auch die ENTSCHEIDUNG DES SCHIEDSGERICHTS und die PERSÖNLICHEN ÄUSSERUNGEN der beisitzenden Richter des Schiedsgerichts als PDF veröffentlicht!

Antragsgegner: DSB  Einspruchsführer: FB

Zitate aus der Begründung
Die laufende Partie wurde daraufhin für ihn vom Schiedsrichter in Anwendung von Nr. 5.3.4 i.V.m. Nr. 8.1. lit. f der Turnierordnung des Schachbundesliga e.V.als verloren gewertet.
...
Der Antragsgegner sieht aufgrund der geschilderten Vorkommnisse den Gebrauch eines unzulässigen Hilfsmittels durch den Einspruchsführer erwiesen.
...
Das Schiedsgericht sieht auch keinen Anlass, die vom Wettkampfschiedsrichter getroffene Tatsachenentscheidung –nämlich die Annahme eines begründeten Tatverdachts gegen den Einspruchsführer i.S.d. Nr. 5.3.4der TO des Schachbundesliga e.V.–in Zweifel zu ziehen.
Ende Nachtrag 7.5.2013

Gelungen ist dies aber nicht, denn durch einen „Freispruch zweiter Klasse“ – entschuldigen Sie bitte diese laienhafte, unjuristische und dennoch wohl am besten treffende Formulierung – schadet man im Endeffekt allen. Bei allen Risiken wäre eine gerichtliche Klärung der sinnvollere Weg gewesen – ist aber leicht gesagt, wenn man die Konsequenzen nicht verantworten muss.

Zu allererst leidet die eigenen Glaubwürdigkeit, denn nicht aufgehoben wurde die Entscheidung des Schiedsrichters die Partie Siebrecht-Bindrich wegen Nichtherausgabe des Smartphone zu nullen. Diese Entscheidung dürfte den Regularien entsprechend auch halten und wurde von Bindrich wohl auch nicht beeinsprucht.

Nach langer Überlegungszeit wurde dann über Bindrich eine zweijährige Sperre verhängt und erst nach dessen Einspruch und noch längerer Zeit wurde diese wieder aufgehoben, obwohl von Anfang an vielen klar war, dass die Regularien – sagen wir es einmal freundlich – nicht ganz optimal formuliert sind.

Verlassen wir nun die Zone der Paragrafen und Regelungen und schauen wir uns das ein wenig populistisch an:

Faktisch – zugegeben etwas einfach formuliert - haben wir jetzt die paradoxe Situation, dass ein Spieler am grünen Tisch eine Partie wegen Betrugsverdacht verloren hat, deswegen aber nicht gesperrt werden kann.

Nun kann man daraus die Lehre ziehen, dass es im Gegensatz zum Fall Natsidis besser ist, sich nicht der unangenehmen Überprüfung zu stellen sondern zu hoffen, dass jemand Ungenauigkeiten in Vereinsregularien findet und man dadurch möglicherweise ohne Strafe davon kommen könnte. Ja – muss man sagen: die Chancen stehen gut, denn was Spitzenanwälten mit Bundesgesetzen gelingt, sollte mit von Funktionärshand gestrickten Regeln locker zu schaffen sein. Wollen wir das – und ist das sinnvoll?

Und schon sind wir bei der entscheidenden Frage: Täter oder Opfer? Nun gibt es dazu in diversen Foren zwei ungefähr gleichlaute Fraktionen: „hängt ihn höher“ und „absolut unschuldig“.

Tatsächlich ist die Frage ob FB ein Täter ist meiner Meinung nach absolut unbeantwortbar, da wohl nur er selbst die Antwort kennt – und alle anderen auf Spekulationen angewiesen sind! FB ein Opfer würde ich jedenfalls bejahen und zwar mehrfach: zuerst wurde er ein Opfer seiner selbst, da er in einer angespannten Situation auch noch längeren Inventionen auch seinen Mannschaftsführers sich für den riskanten Weg entschied sein Smartphone nicht überprüfen zu lassen.

Hätte eine Überprüfung Gewissheit gebracht? Das bleibt auch nur reine Spekulation und wäre abhängig vom technischen Geschick eines Schiedsrichters, denn Datenforensik gehört nicht zum Ausbildungsstandard. Ebenso wenig hätte die Herausgabe der Einloggdaten des Smartphone vom Provider gebracht, usw... Erlauben Sie mir dennoch, dass ich hier kritisch anmerke, dass FB keinerlei Bemühungen unternommen hat, den Anschuldigungen irgendwie durch nachprüfbare Fakten etwas Wind aus den Segeln zu nehmen – aber bitte denken Sie beim Lesen der Zeilen immer daran, dass wir absolut nicht wissen können, ob FB betrogen hat oder nicht.

Das Argument, dass man Fremden keinen Zugriff auf private Daten - egal wie geheimnistragend die sein sollten – geben möchte ist durchaus nachvollziehbar, steht aber im Widerspruch ehrliche Wettkämpfe überprüfbar durchführen zu wollen. Und das geht leider nur durch Eingriffe in Persönlichkeitsrechte und zieht sich wie ein roter Faden durch viele Sportsbestimmungen. Da kein Funktionär der Welt exekutive Rechte hat, da diese aus gutem Grunde dem Staat vorbehalten sind, und er daher keinerlei Handhabe hat Beweismittel wie ein Smartphone zu konfiszieren, hilft allein die allgemein aus dem Doping bekannte Regelung: Verweigerung ist Schuldeingeständnis! Nicht vergessen: wir wissen immer noch nicht, ob FB betrogen hat oder nicht!!

Nun könnte FB auch ein Opfer dieser Nichtentscheidung werden, denn durch den „Freispruch zweiter Klasse“ inklusive der Vorgeschichten auf schach.de ist zu erwarten, dass ihm die Vorbehalte lebenslang begleiten werden und er nicht auf ein Ende durch Ablauf einer Sperre hoffen darf.

Jetzt stehen wir am Ende des Artikels wo wir schon am Anfang schon waren: vor einem Berg ungeklärter und unklärbarer Fragen und Entscheidungen, die offenbar keine waren und es bleibt ein unsperrbarer Betrugsverdächtiger mit Partieverlust übrig. Und damit es noch komplizierter wird, möchte ich noch in den Raum stellen, dass die FIDE Ethik Kommission doch noch eine Sperre verhängen könnte, um das Chaos zu komplettieren - denn deutsche Verbands- und Vereinsregelungen und deren Gültigkeit spielen dort keinerlei Rolle.

Aus dem Vorwort der FIDE-Regeln:

Eine angeschlossene Föderation hat das Recht, detailliertere Schachregeln einzuführen,
vorausgesetzt, dass diese:

a) in keiner Weise mit den offiziellen Schachregeln der FIDE in Konflikt treten,
b) nur im Gebiet der betreffenden Föderation Anwendung finden,
c) weder für Wettkämpfe, Meisterschaften oder Qualifikationsturniere der FIDE, noch für
Titel- oder Wertungsturniere der FIDE gelten.

Und durch die Krennwurzn jagt noch eine Frage: wäre es vielleicht nicht klüger den Betrug zuzugeben – auch wenn es gar keinen gab und am Klo nur mit der Freundin gesimst wurde, weil die Partie so langweilig war, der Gegner so elendslange nachdachte und die Sehnsucht immer größer wurde? Aber solche realitätsfernen Gedanken hat eben nur eine Krennwurzn: und wenn ja – wer sollte das beweisen?

Denn da wir nichts wissen, bleibt uns nur der Glaube!

Weiterlesen...

...in Österreich oder Äwigkneiper‘s Unglück und Ende – wohl das letzte nicht gegebene Interview mit dem noch ungeborenen möchegern Nachfolger des österreichischen Schachpräsidenten.

Die Krennwurzn sitzt wie üblich bequem vor dem Computer, da läutet das Telefon nicht, die Krennwurzn hebt nicht ab und hört nicht:

Äwigkneiper: Hallo Krennwurzn, Äwigkneiper hier ...

Krennwurzn: HaHoHiHu (die Krennwurzn biegt sich vor Lachen) Äwig – HaHoHiHu –kneiper- HaHoHiHu (der Ausbruch der dämlichen Heiterkeit lässt sich kaum bremsen)...

Äwigkneiper: Krennwurzn, jetzt reißen Sie sich zusammen, hier spricht Ihr designierter, ungeborener, zukünftiger Präsident!

Krennwurzn: mein zukünftiger ... HaHoHiHu ...(die Krennwurzn rollt sich am Boden vor Lachen)

Äwigkneiper: Also ich finde das nicht zum Lachen und weil ich niemand anderen habe als Sie, muss ich meine Sorgen widerwillig mit Ihnen besprechen, falls Sie überhaupt in der Lage sind...

Krennwurzn: ja ... HaHi... legen Sie los – wo drückt der Schuh?

Äwigkneiper: Nun gut informierte Kreise haben doch gesagt, dass der Präsident des ÖSB seine letzte Amtsperiode angetreten hat und nun wurde er am Wochenende doch wieder zu einer weiteren Amtsperiode gewählt!

ende2

 

Quelle: Homepage Österreichischer Schachbund ÖSB

Krennwurzn: Naja, da Sie noch nicht geboren sind, kann man keine Lebenserfahrung von Ihnen erwarten, aber in Österreich kommt nach der letzten Amtsperiode sicherlich noch die allerletzte ...

Äwigkneiper: und dann werde ich endlich Präsident?

Krennwurzn: Wo denken Sie da schon wieder vorschnell hin, nach der allerletzten kommt die allerallerletzte und dann die alleralleraller...

Äwigkneiper: Genug, genug – schweigen Sie! Wann bin ich nun definitiv an der Reihe?

Krennwurzn: Da ist wohl etwas Geduld angesagt, unser Präsident ist Jahrgang 1929 und die österreichische Zukunftshoffnung für fast alles Frank Stronach (*1932) ist doch noch einmal drei Jahre jünger, da kann das noch ein wenig dauern, denn der muss bevor er Schachpräsident wird noch Bundeskanzler und Bundespräsident werden!

Äwigkneiper: Was hat der, was ich nicht habe? Und warum wird er mir vorgereiht?

Krennwurzn: Der Stronach ist gebürtiger Steirer und hat damit das uneingeschränkte Recht vor Ihnen an die Reihe zu kommen.

Äwigkneiper: Aber der ist auch nicht mehr so jung?

Krennwurzn: Ja das schon, aber er ist immerhin zwei Jahre jünger als Bernie Ecclestone (*1930) und der schaukelt auch noch die Formel eins.

Äwigkneiper: Das schon, aber mit welchem Recht werden mir überhaupt Steirer vorgezogen?

Krennwurzn: Da sieht man wieder einmal: Ihnen fehlt nicht nur die Erfahrung, Sie wissen ganz und gar nicht was österreichisch bedeutet! Bei uns muss sich nur die Masse an Gesetze und Ordnungen halten, wer aus der Masse heraussticht, für den gilt nur die eigene Meinung – aber sicherlich kein Gesetz!

Äwigkneiper: Ja, ja ... das weiß ich ja alles – aber ich bin ja ein Überösterreicher, ein Allesbundesländler, ein Allösterreicher! – Wie lange wird es dann noch dauern?

Krennwurzn: Also Herr Äwigkneiper – aber das muss jetzt wirklich unter uns bleiben: die Herren sind allesamt noch ziemlich fit, da würde ich schon noch mit mindestens gut 10-15 Jahren rechnen ...

Äwigkneiper: aber dann bin ich ...

Krennwurzn: Keinesfalls, denn dann kommt ein weiterer Steirer ins präsidentenhoffnungsfähige Alter und gegen den haben Sie keine Chance!

Äwigkneiper: Wer soll denn das sein? Sind Sie betrunken, liebe Krennwurzn?

Krennwurzn: Arnold Schwarzenegger (*1947) ist dann auch schon über 80

Äwigkneiper: Ein „Äktionhoid“ – Krennwurzn sie erheitern mich, bleiben Sie doch seriös!

Krennwurzn: Ja, ein Schauspieler, ein Gouverneur, aber auch ein Schachspieler – sehen Sie selbst!

arnie

Äwigkneiper: Um Gottes Willen – ja!

Krennwurzn: Und ein weltbekannter Steirer noch dazu!

Äwigkneiper: Aus – ENDE SCHLUSS – ich gebe mich geschlagen und verzichte auf das Ziel Präsidentenamt, ABER ich komme jetzt sofort auf die Welt und werde Österreichs erster Schachweltmeister!!

Kennwurzn: Aber halt, nicht so schnell .... klick (Äwigkneiper hat aufgelegt) ... das war doch schon Wilhelm Steinitz!!

 

Weiterlesen...

Keine Angst das ist kein Artikel mit Content 18+ aber dennoch könnte man Angst bekommen, denn eine Unsitte mit Unterkünften sich ein zusätzliches Körberlgeld zu erwirtschaften, hat nun auch Mitteleuropa erreicht. Waren derartige Machenschaften bisher nur auf diversen FIDE-Veranstaltungen in fernen Ländern (ein Beispiel unter vielen die Olympiade in Istanbul) bekannt und mussten die Verbände dort tiefer als üblich in die Tasche greifen, so hat diese Unsitte nun auch Österreich erreicht.

Wegen diverser Probleme – unter anderem bei der Preisgeldauszahlung - strich im Vorjahr das Turnier in Oberwart die Segel und den nun frei gewordenen Termin schnappte sich der steirische Landesverband und organisiert im malerischen Bad Gleichenberg das Internationale Styrian Open 2013 mit guten Preisgeldfond und auch guten Angeboten für Unterkünfte – wäre da nicht nur meiner Meinung nach unnötiger Passus in der Ausschreibung enthalten:

zimmer02

Wer also seine Unterkunft – aus welchen Gründen auch immer – nicht über die Organisation bucht, muss eine Gebühr von 70 Euro zusätzlich zum maximalen Nenngeld von 70 Euro entrichten. Nach heftigen Diskussionen im Netz Februar/März 2013 machte die Krennwurzn den Veranstaltern den Hinweis, dass dieser Passus im Widerspruch zum Dienstleistungsgesetz (DLG) und damit europäischen Normen stehen könnte.

zimmer03

Anstatt die rechtlichen Rahmenbedingungen überprüfen zu lassen und die Ausschreibung noch rechtzeitig zu korrigieren, veröffentlichte der Veranstalter ein Statement auf der Seite des Schachlandesverbands Steiermark

zimmer04

in dem die Kritiker bezichtigt werden „nicht alle Aspekte der Ausschreibung korrekt darzustellen“ und es wurde auch kommuniziert, dass man möglicherweise auch rechtlich gegen diese negative Stimmungsmache könnte. Nun ist die Krennwurzn am Schachbrett anerkannterweise eines der ängstlichsten Wesen des Universums, kennt aber andererseits keinerlei Angst, wenn man unterschiedliche Meinungen und Gerechtigkeitssinn durch Drohungen abwürgen möchte. Also schrieb sie den Sachverhalt an das österreichische Konsumentenschutzministerium.

Und siehe da: dieses sieht sehr wohl ein Verstoß gegen § 23 DLG:

zimmer05

Auch das Argument, dass das DLG nicht für Vereine gelten sollte, wie vom Veranstalter eingebracht, wurde in der Stellungnahme abschlägig beurteilt. Als ich diese Erkenntnis dem Veranstalter telefonisch vorab mitteilte war das Gesprächsklima sehr unterkühlt und ich konnte keine Bereitschaft erkennen, dass der Passus abgeändert werden könnte – also blieb der Krennwurzn nur der traurige Weg dies einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Sollten die Veranstalter diesen Passus nicht abändern, so steht jedem Betroffenen der Weg offen den wohl zu Unrecht bezahlten Organisationsbeitrag nachträglich vom Veranstalter auf gerichtlichem Weg zurückzufordern – ich hoffe aber immer noch, dass dies nicht notwendig werden wird.

Warum ist die Krennwurzn nicht früher damit an die Öffentlichkeit gegangen und was stört die Krennwurzn an diesem Passus?

Fangen wir mit dem Einfacheren an: die Krennwurzn ist zwar ein kritischer Geist, liebt aber das Schach und die Heimat sehr und möchte zudem niemanden Unrecht tun, der sich für das Schach einsetzt. Auch sind mir die Probleme und Risiken einer Turnierveranstaltung nicht fremd und ich möchte niemanden unnötig Steine in den Weg legen. Also habe ich – wohl vergeblich - gehofft, dass man diesen Organisationsbeitrag einfach streichen wird.

Ausdrücklich möchte ich betonen, dass ich das Unterkunftsangebot des Veranstalters als gut und auch preislich in Ordnung finde – wahrscheinlich sehen dies die meisten Schachfreunde auch so und werden sich für das Angebot entscheiden. Aber es ist nicht ersichtlich, dass jene (wenigen), die aus verschiedensten Gründen dieses Angebot nicht in Anspruch nehmen möchten eine zusätzliche „Organisationsgebühr“ zahlen sollten.

Die Südoststeiermark ist ein wunderschönes Urlaubsgebiet und viele haben dort ihre „Stammquartiere“ – also Unterkünfte in denen sie gerne nächtigen, wenn sie diesen wunderbaren Flecken Österreichs besuchen und die sie auch nützen wollen, wenn sie das Schachturnier in Bad Gleichenberg mitspielen wollen. Ebenfalls möglich ist, dass man bei Verwandten oder Freunden nächtigt und im Sommer darf man auch die Camper nicht außer Acht lassen, die die schöne Jahreszeit nützen möchten, usw...

Ferner sollte man aus touristischer Sicht auch bedenken, dass einige dann möglichweise länger bleiben als „nur“ zum Schachturnier. Neben den allbekannten Locations wie der Riegersburg, die Schokolademanufaktur Zotter und unzähligen Weinbauern mit hervorragenden Tropfen findet man im Süden auch Kren(Meerrettich)felder und wie geneigte Leser wissen, kocht die Krennwurzn gerne mit dieser hervorragenden Zutat – siehe „Steierisches Wurzelfleisch“ am Ende des Artikels über CB12. Und weil es gerade passt noch ein paar Tipps für Kulinariker aus persönlicher Erfahrung der Krennwurzn: herrlichen Wein und diverse Produkte vom Wollschwein bekommen sie beim Weingut Krispel und hochwertigen Essig und Hochprozentiges bei Gölles! Nebenbei brauchen Sie keine Angst haben rund um das Schachturnier auf die Krennwurzn zu stoßen, weil diese keine Sommeropen spielt – aber im Herbst, wenn die Nebel über die Landschaft huschen, dann kann es schon sein, dass die Krennwurzn in der Südoststeiermark zu Besuch ist!

Aber verlassen wir die süßen Träume und kommen wir nun zum unternehmerischen Risiko: ja das besteht für ein Schachturnier und es ist bekannt, dass ohne öffentliche Förderungen es sehr schwer ist, ein solches zu veranstalten. Aber kann es langfristig sinnvoll sein, mündige Konsumenten mit einer - sagen wir es etwas flapsig – „Strafzahlung“ zur Annahme eines Angebotes „zu zwingen“?? Nein, das ist keine tragfeste Strategie und schadet mehr als sie kurzfristig nutzt, wenn beispielsweise ein Schachfreund, der die Ausschreibung nicht genau gelesen hat und schon ein anderes Quartier gebucht hat, dann zähneknirschend nochmals 70 Euro extra hinblättern muss. Auch sollte man bedenken, dass dies auch Teilnehmer a priori abschrecken kann, weil das Turnier – wenn auch ungerechtfertigterweise – in falsches Licht gerückt werden könnte. Möglicherweise muss man dann ein höheres Nenngeld verlangen, aber dies ist dann für alle unabhängig vom Wohnsitz und gebuchter Unterkunft gleich und der Konsument kann frei entscheiden!

Daher sagt die Krennwurzn „NO“ zur Zimmerunsitte, die in manchen Teilen der Welt hingenommen werden muss, vor der uns aber die EU-Gesetzgebung schützt - denn ein Unterscheidungsmerkmal der freien Welt ist: freie Wahlmöglichkeit und möglichst wenig Zwang!

no

Weiterlesen...

Auf der FIDE-Webseite findet sich eine kurze Ankündigung, dass Titelnormen vor 1.7.2005 möglicherweise neu registriert werden müssen, um nicht zu verfallen - die Frist dafür ist sehr kurz bis 1.7.2013 bemessen!

fidetitelLink zur Ankündigung - Die FIDE unser Servicedienstleister Nr. 1 - gens una sumus!!

Hier der Text zum Nachlesen und Kopieren

Due to move of offices and upgrading of computers and technical software and hardware in the past 20 years, it has been an onerous task to verify norms achieved from old tournaments based on the then prevailing title regulations when the tournaments took place. Instead of tracking old regulations and old tournament results whenever an application is received, the QC recommended that norms achieved prior to 1st July 2005 be registered before 1st July 2013. Titles (FM/WFM/CM/WCM) achieved through a published rating or from an Olympiad result prior to 1st July 2005, must also be registered before 1st July 2013. Failing which, such norms or title claims will be considered to have expired on 1st July 2013. In addition with readily available information from the recent years, the QC hopes to move towards automation of title awards as soon as possible.

The PB approved the recommendation of the QC.

 

Weiterlesen...

Freitagnachmittag die Krennwurzn macht schön langsam Wochenschluss und schaut so nebenbei auf den Bildschirm, weil gerade das GRENKE Chess Classic Baden-Baden läuft und bleibt ein wenig bei der Partie Anand gegen Meier hängen. Der Weltmeister hat nicht wirklich viel aus der Eröffnung herausgeholt, aber die Fangemeinde im Chat hofft doch noch auf einen Sieg des Weltmeisters und die etwas kleinere deutsche Fangemeinde hofft auf ein Remis und als neutraler Beobachter läuft Houdini mit und gibt gerecht einmal dem einen und dann dem anderen ein kleines nichts aussagendes Plus.

mh1

Meier dachte länger nach und plötzlich zeigt Houdini Txg4 mit -+ 3,xx also Gewinn für Schwarz, aber mit der angezeigten Variante kann irgendwas nicht stimmen, denn es taucht der Zug Tc8 statt des besseren Td7 mit Verstellen der Diagonale auf mit dem der Weltmeister später in der Partie das Remis sicher stellen kann. Außerdem kehrt die Maschine dann wieder zu einer remislichen Bewertung zurück und Meier spielte Lxg4 und die Partie endete dann Remis – eine weitere gute Leistung in diesem Turnier war vollbracht: Remis mit Schwarz gegen den Weltmeister.

mh2

Wäre mehr möglich gewesen und warum taucht der Zug Tc8 in den Rechnervarianten auf? Sieht der Zauberer das weltmeisterliche Rettungsmotiv nicht oder ist es doch widerlegbar? Und warum zeigen auch andere Engines Td7 mit Ausgleich – allerdings bei wesentlich geringeren Suchtiefen? Fragen über Fragen und damit war klar, ein Teil des Wochenendes muss für die Analyse der Stellung verwendet werden – und auch der Prozessor wird sich für Endspiele erwärmen müssen, denn ohne Zeit und Strom sind auch Zauberer wehrlos. Und tatsächlich nach längerem Nachdenken stabilisierte sich die Bewertung: die Stellung ist doch für Schwarz gewonnen – sagt der Zauberer!

In Kirchen und Fangemeinden wird ja gerne geglaubt, aber der aufgeklärte Mensch prüft doch lieber selber nach und stellt dann seine – naja wollen doch wir ehrlich bleiben: jene der Maschine – also ihre Erkenntnisse der Öffentlichkeit zur strengen Überprüfung!

m1

47. ... Txg4!! gewinnt also – schauen wir weiter die Bauern laufen
48.a6 h3
49.a7 Le4

m2

In dieser Stellung wollte der Rechner in der Vorausberechnung lange Zeit 50. Tc8 ziehen, um den Bauern direkt beim Einzug zu unterstützen, aber der Plan mit der Verstellung der Läuferdiagonale ist – wie uns der Weltmeister zeigte – schlicht stärker

50.Td7

m3

Aber anders als in der Partie kann Schwarz hier kontern:

50. ... Th4!! (nach h2 könnte Weiß wieder die Diagonale verstellen und ins Remis entkommen.)

m4

Aber was kann Weiß nun machen? 51.Td5? Lxd5 52.cxd5 Th8 und wer hält den h-Bauern auf? Möglicherweise hätte hier der Weltmeister schon die Waffen gestreckt, denn

51. f3

um den Läufer gegen den Bauern opfern zu können ist für einen Computer sicherlich eine Option – einem Menschen gefallen solche Züge nur, wenn sie nicht nur verlustverzögernd wirken.

51 . ... Lxf3 what else?
52. Lf2 Th8 (sogar 52. ... h2 Lxh4 h1D sieht der Computer nun als gewonnen an)

m5

53.Lg1 h2    (Weiß hätte auch sofort 52. Lg1 spielen können 52. ....h2  53. Txh2+ 54. Kc3 Th7 - aber Computer lieben es die Niederlage um einen Zug zu verzögern)
54.Lxh2 Txh2+
55.Kc3 Th7
56.Td3 La8
57.b4 Txa7

Und es ist vorbei und die Sensation wäre perfekt gewesen: der amtierende Weltmeister und spätere Turniersieger wäre geschlagen gewesen.

Hier noch die Partie mit Analysen zum online Nachspielen oder als PGN-Download

Weiterlesen...

Alle zwei Jahre findet im schönen osttiroler Städtchen Lienz ein gut besuchtes Schachturnier statt. Lienz ist das nicht die Heimatstadt der Krennwurzn? Nein – natürlich nicht: das ist das größere Linz an der Donau – das schönere Lienz liegt an der Drau, die später in Kroatien in die Donau fließt. Und zu schnell ist auch die Kontumazzeit für einen serbischen und zwei kroatische Schachfreunde verflossen, denn sie kamen erst über eine halbe Stunde nach Rundenbeginn um 9 Uhr an die drei Spitzenbretter und staunten zuerst sehr, dass sie die Partien bereits verloren hatten, denn die Kontumazzeit beträgt bei diesem Turnier 15 Minuten und die waren schon lange vorbei.

lienz2013 1

Sicherlich schaut es sehr ungewöhnlich aus, wenn die ersten drei Bretter ohne sportlichen Kampf entschieden werden und damit schon nach wenigen Minuten der österreichische IM Andreas Diermair vor GM Rainer Buhmann über den alleinigen Turniersieg freuen konnte. Nur GM Nikola Sedlak aus dem Trio erreichte trotzdem noch den dritten Rang.

Aber wie konnte es dazu kommen? Das Turnier in Lienz ist vorbildlich organisiert und neben einem umfangreichen Rahmenprogramm wird den Teilnehmern auch ein Shuttlebus von den Quartieren zum Turniersaal zur Verfügung gestellt – ebenso wird vor Rundenbeginn zweisprachig auf den Rundenbeginn am nächsten Tag hingewiesen und auch die Ausschreibung wurde nicht abgeändert. Es lag also alleine in der Verantwortung der Großmeister, die gemeinsam in einem Privatquartier nächtigten und von diesem auch mit dem privaten Pkw zu den Runden anreisten, dass es zu diesem verspäteten Eintreffen kam, weil alle drei dachten, dass Rundenbeginn 9:30 Uhr sei.

Sind Sie neugierig geworden wie es unter der Nebeldecke aussieht? Dann schauen Sie doch mal vorbei in Lienz einem herrlicher Ort zum Urlaub machen! Und zwar das ganze Jahr über nicht nur für Wintersportler und Wanderer – so kann man im Museum Schloss Bruck auch Werke des bekannten Malers Albin Egger-Lienz (1868 - 1926) bewundern. Aber lassen Sie es nicht erzählen - fahren Sie selber hin und machen Sie sich Ihr eigenes Bild - Sie werden es nicht bereuen! Lienz ist immer eine Reise wert und in ungeraden Jahren im Februar findet sich dort viele Schachfreunde zu einem Turnier ein.


Kleiner Nachtrag zur Sprachkunde: Kontumaz ist ein österreichischer Begriff für das Nichtantreten zu einer Schachpartie!

Weiterlesen...

Nach ein paar nichtgegebenen Interviews und ein paar Absagen hat es nun am Ende 2012 beim 21. Donauopen in Aschach/Donau bei Linz mit einem echten Interview der Krennwurzn geklappt. Obwohl das Turnier nicht nach Wunsch verlaufen ist und er gerade sein Essen bestellt hatte, erklärte sich der Mannschaftseuropameister von 2011 GM Rainer Buhmann aus Hockenheim zu einem kurzen Interview bereit.

Krennwurzn: Herr Buhmann im Internet gibt es Gerüchte ein Verbandswechsel von Ihnen könnte im Raum stehen, können und werden Sie dazu klar Stellung nehmen?

GM Buhmann: Natürlich!

Krennwurzn: Gut, aber spannen wir die Leser noch ein wenig auf die Folter und beginnen wir mit Unwichtigem: kennen Sie die Krennwurzn?

GM Buhmann: Ein wenig, aber ich bin kein großer Blogleser, habe aber hier Ihre Rundenberichte gelesen.

Krennwurzn: Bleiben wir mal hier beim Donauopen 2012 in Aschach, Sie waren die klare Nummer 1, aber das Turnier ist nicht nach Wunsch verlaufen.

GM Buhmann: Nun ich habe die letzten beiden Open in Graz und Oslo gewonnen und mir war klar, dass es nicht so weitergehen würde - es auch wieder Rückschläge geben wird. Aber mit dem Spiel hier kann ich dennoch nicht unzufrieden sein, ich erreichte gute Stellungen, konnte die aber dann doch nicht gewinnen und verlor sogar die Partie in der dritten Runde gegen Florian Schwabeneder mit Zeitüberschreitung im 39. Zug – normalerweise passiert mir das nie und die Stellung war wohl die ganze Zeit ausgeglichen. Mich freut aber auch, dass hier so viele junge SchachspielerInnen teilnehmen und sich hervorragend schlagen. Wie es aussieht wird der junge Österreicher FM Lukas Handler das Turnier gewinnen wird. (Anmerkung: Zum Zeitpunkt des Interviews war noch nicht klar, dass sogar drei junge Österreich das Turnier anführen werden – Infos Webseite 21. Donauopen Aschach/Donau - Österreich)

21. Donauopen Aschach - Blick in den TurniersaalBlick in den Turniersaal beim 21. Donauopen Aschach
mit 259 Teillnehmern größtes Open Österreichs 2012

Krennwurzn: Sie spielen relativ viele Open – warum?

GM Buhmann: Ich spiele gerne Schach und zudem bin ich Profi und muss daher auch ans Geldverdienen denken! So geht es bei mir nach einem Abstecher zu Silvester nach Wien am 2. Jänner mit dem Staufer Open weiter, das ich schon zweimal gewinnen konnte, denn normalerweise habe ich anders als hier gute Ergebnisse bei Doppelrunden.

Krennwurzn: Thema Geld und Profi – die Krennwurzn behauptet ja immer, dass man erst ab 2700 (Top 50) ernsthaft daran denken sollte vom Schach leben zu wollen.

GM Buhmann: Das sehe ich nicht so! Es ist klar, dass man darunter nicht reich werden kann, aber man kann durchaus ein solides Einkommen erzielen. Dieses ist durchaus vergleichbar mit einem durchschnittlichen Einkommen, mit dem sehr viele in Deutschland auch über die Runden kommen müssen. Ein wesentlicher Unterschied ist, dass das Einkommen wie bei anderen Selbständigen auch nicht so regelmäßig hereinkommt, aber auch das ist auch beherrschbar.

Krennwurzn: Warum gibt es dann in Deutschland (Westeuropa) so viele vielversprechende junge Schachspieler, die sich gegen eine Profikarriere entscheiden?

GM Buhmann: Es gibt auch hier in Europa immer noch starke Unterschiede in den Lebenshaltungskosten, so dass es natürlich in den Ländern mit den höchsten Lebenshaltungskosten schwieriger ist, mit Schach ein entsprechendes Einkommen zu erzielen. Gerade aber aktuell beispielsweise in Asien ist Schach oftmals eine Chance in Einkommensklassen aufzusteigen, die dort in durchschnittlichen Jobs unerreichbar wären.

Krennwurzn: Was haben Sie für schachliche Ziele?

GM Buhmann: Ich möchte mein Spiel noch verbessern und meine Elozahl auf 2650 steigern, aber vor allem möchte ich in noch mehr Ligen spielen, denn neben dem dann konstanteren Einkommen, machte es mir unheimliche Freude andere Orte und Menschen kennenzulernen, da ich nicht nur gerne reise und anschaue, sondern auch etwas mehr über Land und Leute aus direkter Erfahrung mitnehmen möchte.

Krennwurzn: Nähern wir uns dem Thema Deutschland etwas an – was sagen Sie zu diversen Betrugsfällen, egal ob nun erwiesen oder als Verdachtsfälle?

GM Buhmann: Ein sehr trauriges und schwieriges Thema und es wird wohl in einem generellen Handyverbot enden – wie das beispielsweise wir hier bei einem großen Open umgesetzt werden kann ist mir nicht klar, da sehe ich große Schwierigkeiten auf die Organisatoren zukommen. Bei eigenen Partien verschwende ich keinen Gedanken an die Möglichkeit dass der Gegner betrügen könnte, sondern konzentriere mich voll und ganz auf mein Spiel.

Krennwurzn: Sie haben als einer der wenigen schon länger eine eigene Homepage: www.rainerbuhmann.de

GM Buhmann: Erinnern Sie mich nicht daran – ich müsste die mal dringend wieder aktualisieren!

gmbuhmann2GM Rainer Buhmann - Aschach 2012

Krennwurzn: Sie wurden 2011 mit Deutschland Mannschaftseuropameister – ist das ihr größter schachlicher Erfolg?

GM Buhmann: Ganz klar! Wir sind zwar als Außenseiter Europameister geworden, aber wir sind es nicht unverdient geworden, denn wir haben die Kämpfe zwar knapp aber meist durchaus verdient gewonnen. Natürlich hatten wir auch ein wenig das Glück auf unserer Seite, aber das gehört dazu. Schade ist, dass dieser Titel in Deutschland außerhalb der Schachwelt so wenig wahrgenommen wurde, das stimmt mich doch ein wenig traurig.

Krennwurzn: So traurig, dass Sie über einen Föderationswechsel nachdenken?

GM Buhmann: Wie kommen Sie auf diese Idee?

Krennwurzn: Naja Sie sind aus dem deutschen A-Kader rausgefallen, haben eine Wohnung in Graz und daher munkelt man in Forenkreisen ...

GM Buhmann: Wie so oft an solchen Internetspekulationen ist nichts dran – ich denke nicht an einen Föderationswechsel, ich spiele weiterhin gerne für Deutschland, wenn sich mir die Chance bietet und ich möchte weiter Teil dieser durchaus chancenreichen Mannschaft bleiben.

Aber der Reihe nach: Ich bin aufgrund meiner Elozahl und den Bestimmungen in den B-Kader gesetzt worden ebenso wie Jan Gustafsson auch, daher ist es mein Ziel meine Elozahl dauerhaft auf über 2650 zu steigern.

Es stimmt dass in Graz eine Wohnung angemietet habe, weil ich mich sowohl privat als auch beruflich gerne und oft dort aufhalte. Wie Sie sicherlich wissen, trainiere ich viel mit GM Markus Ragger und zudem gibt es in Graz noch weitere Schachspieler mit denen ich gerne trainiere und daher war es logisch, die Wege zu verkürzen, das hat aber mit einem angedichteten Föderationswechsel aber schon gar nichts zu tun!

Krennwurzn: Sie waren auch an der Karpow Schachakademie in Hockenheim tätig, haben Sie auch Ziele als Trainer?

GM Buhmann: Vorerst eher weniger, da ich mein Spiel verbessern und noch meine eigenen schachliche Ziele – auch mit der deutschen Nationalmannschaft - verwirklichen möchte. Später könnte ich mir durchaus vorstellen die reizvolle Aufgabe zu übernehmen ein Talent an die Weltspitze heranzuführen, wenn sich die Gelegenheit bietet.

Krennwurzn: Oh – ich sehe Ihr Essen wird serviert jetzt werden, danke für das Gespräch - Alles Gute für 2013 – vielleicht kommen Sie 2013 wieder nach Aschach und guten Appetit oder Mahlzeit wie man hier zu sagen pflegt!

GM Buhmann: Danke – Ihnen auch alles Gute für 2013!

Weiterlesen...

ChessBase, Krennwurzn ... - da war doch was? „Ja das stimmt!“ würde nicht nur Toni Polster sagen, da wurden so manche Sträuße über und unter der Gürtellinie ausgefochten. Seriöse Kritikpunkte waren aber immer auch die Unzulänglichkeiten der Software und der sehr marktschreierische Auftritt. Gesundes Selbstvertrauen kann man den Hamburgern nun sicherlich nicht absprechen und so kam eines Tages ein Email angeflattert – JA die Krennwurzn bekommt Zugang zu Betaversionen und sie kann gerne auch eine Rezension schreiben. Aber eine Rezension wird das nicht werden, das klingt nach Rezession und da kriechen schnell mal Ängste in die Eurogeldtasche – nein es wird ein üblicher launiger krennwurzischer Erlebnisbericht – subjektiv aus Prinzip und nicht immer der political correctness entsprechen!

„Naja Bravo“ dachte ich mir, welche noch nie gesehenen Weltneuheiten wird man den Usern und mir da wieder auftischen wollen, die sogar die Kritik der Krennwurzn verstummen lassen sollen? Egal – ChessBase ist jene Anwendung, die bei mir am Rechner die Absturzliste anführt und zudem bei den von mir so geliebten großen Datenbankoperationen (Dublettensuche, Schreibweise verbessern, etc.) den Rechner normalerweise stundenlang in Beschlag nimmt. Also her mit der Beta, ich werde sie ...

Dann kommt wieder ein Email – Inhalt ein Link zu einer 64-bit Beta. Halt Freunde, so haben wir nicht gewettet: ChessBase bedeutet 32bit auf einem Kern – ein wenig angestaubte Programmiertechnik in hübscher Ribbonbuttonoptik, das waren meine vorgeplanten Worte – nun aber neugierig schnell installieren und den kurzen Beipacktext überfliegen. Es meldet sich der Installer und meckert etwas an den Grafiktreibern herum, guter Mann, die kann und will ich nicht schließen – mach halt einen Neustart, wenn Du unbedingt willst.

cb01


Keine Weltneuheiten – solide Arbeit – neue Technik!

Das Programm startet und der nächste Schock folgt sofort: sieht aus wie mein „altes ChessBase 11“ – keine Umgewöhnungsphase ist notwendig, man kann sofort loslegen, alles ist da wo man es erwartet und natürlich auch ein paar neue Funktionen. Entweder verkaufen die alten Wein in neuen Schläuchen oder ... die Krennwurzn erzittert in Vorahnung auf neues Ungemach ein wenig ... oder die haben an uns User gedacht: wir wollen das alles so bleibt wie es ist, nur viel schneller und besser! Also sofort die eigene Megadatenbank mit 6,4 Mio. Partien auf Dubletten untersuchen lassen, das dauert und die Absturzwahrscheinlichkeit muss doch gerade bei einer Beta... - die Krennwurzn grinst schadens- und erwartungsfroh in sich hinein. Sapperlot das Einlesen der Datenbank in den Cache geht aber hurtig!

cb02

Kein Wunder erstmals werken da alle 4 Kerne gemeinsam sehe ich unten in der Statusleiste und die „4 Threads“ erscheinen auch bei anderen Datenbankfunktionen – CB12 ist merklich schneller geworden, das muss sich die Krennwurzn bereits jetzt schon eingestehen.

cb03

Die Software nutzt den Vierkerner mit SSD - für die technisch Interessierten unter den Lesern kurz es ist ein zwei Jahre alter AMD Phenom II X4 965 mit 16 GB RAM und 128 GB SSD auf SATA 6GB Controller – nun endlich auch sinnvoll aus, aber „Juhu“ die Dublettensuche wird dann altbewährt mit einem Thread durchgeführt, aber „leider“ viel schneller als CB11 und außer einem kleinen Teilerfolg kann die Krennwurzn hier nichts verbuchen und die Hoffnung auf einen Absturz? Schauen wir uns doch lieber die Ergebnisse an:

cb04

Ein Blick auf die gefundenen Dubletten in der auch schon bisher gut gepflegten krennwurzischen Datenbank zeigt: nicht nur schneller sondern auch besser arbeitet das neue Ding wie ein Blick auf das Bild unschwer erkennen lässt – es findet Dubletten, die CB11 bisher nicht entdecken konnte auf meinem Rechner und zwar ganz schön viele! Gute Arbeit murmelt da die Krennwurzn etwas mürrisch und schreitet weiter zur Tat.

Auch bei den krennwurzischen Dublettensuchelchtests blamiert sich das Programm nicht wirklich mehr. TWIC 942 zweimal in eine Datenbank kopieren und nach Dubletten suchen lassen – das klappt zu 100% alle 2623 Partien werden gefunden, wenn man die Zugzahl bei den Optionen auf Null stellt, denn es sind gemeinerweise 11 Partien nur mit der Anfangsstellung erhalten – wohl zum Zweck einer vollständigen Turniertabelle! Test 2 ist etwas gemeiner denn da kann der User nicht hilfreich oder weniger bei den Optionen herumfummeln: wieder TWIC 942 in eine neue Datenbank kopieren und dann nochmals trotz Warnung „Datenbank bereits importiert“ mit dem Schalter „bitte keine doppelten Partien“ importieren. Und siehe da es werden die 11 Anfangsstellungen und 8 weitere Partien unter 10 Zügen importiert – vielleicht sollte man auch da die Zugzahl auf Null stellen können und nicht die fix vom Programm vorbestimmte Optionen verwenden müssen.

Dennoch kurz gesagt: CB12 nutzt den Rechner besser aus, arbeitet schneller und besser als der Vorgänger bei gleichem Aussehen – die Änderungen sind Großteils unter der Haube und nicht bei der Lackierung – kaum zu glauben, dass die Krennwurzn diese Worte ohne aufgesetztem Revolver freiwillig schreiben muss!

Schreibweise verbessern – Spielerlexikon online

Nach Dublettensuche meine liebste Funktion und jene, die in der Vergangenheit den meisten Grund zu Beanstandungen gegeben hat. Neben einem JUAN, der um die 70 Partien in einem 10ründigem Turnier spielen musste, gab es auch noch schlimmere Fehler inklusive einem Rückzug eines Updates für CB11 noch in diesem Herbst. In der an sich so guten und notwendigen Funktion, bedenkt man beispielsweise die Usance von TWIC die Vornamen der Spieler nicht auszuschreiben und die oft abenteuerlichen Schreibweisen von Spielernamen. Die unnötigen schachlichen und akademischen Titeln, die Nationalitätsbezeichnungen, die Mannschaften im Nachnamen und so weiter. Das alles sollte in einer Datenbank einen wohlzugeordneten Platz haben und dafür sollte die Funktion „Schreibweise verbessern“ sorgen, damit man bei der Vorbereitung auf einen Spieler idealerweise folgendes Bild sehen kann.

cb05

Einen Kasparow Garry aus Russland, Weltmeister und Jahrgang 1963 – Keine Sorge der Kasismskiy wird sich nicht in die Finalversion von CB12 retten können, denn am Spielerlexikon und den damit zusammenhängenden Funktionen wird bis zum Release der Verkaufsversion noch weitergearbeitet. Je nach der vom User getätigten Einstellung schaut das Programm aber nicht nur am lokalen Rechner in das Spielerlexikon sondern auch online am Server und lädt von dort aktualisierte Daten inklusive Bilder auf den jeweiligen Rechner – wer das nicht möchte, dann das einfach abstellen. Mein Tipp am PC zu Hause vom Server zulassen, am Laptop nur die lokale Version nutzen und von Zeit zu Zeit das Lexikon vom PC auf den Laptop kopieren.

cb06

Eine praktische neue Funktion, die noch ausgebaut werden kann und auch werden soll. Wer wagt noch nach Abstürzen zu fragen? Die Krennwurzn leidet ohnehin schon wie ein Hund im regennassen nebeligen November!

Da bleibt nur mehr eine Hoffnung – die Funktion „Überarbeiten“ und die bringt wirklich fast das gehoffte Ergebnis – zwar keinen Absturz, aber immerhin urlange Dauer.

cb07

Super – aber zu was ist die Funktion eigentlich noch nütze? Wichtige Teile wurden in Schreibweise verbessern ausgelagert und sind damit obsolet geworden – möglicherweise wird man die Funktion in der Finalversion gar nicht mehr finden – jedenfalls eine lange Überlebensdauer ist kaum zu erwarten!

Alte Zöpfe abschneiden

Traditionalisten treibt bereits der Gedanke auf die Palme, dass einmal bestehende Funktionen in einer kommenden Version nicht mehr enthalten sein könnten – auch wenn diese durch bessere ersetzt werden bzw. einfach nur nutzlos geworden sind. Die Krennwurzn erinnert sich noch mit einem breiten Grinsen an eine Diskussion, warum eine Einstellung von Fritz 5 nun in Fritz 13 nicht mehr möglich ist und dass damit der Kauf eine einzige Enttäuschung sei. Nein sogar die meisten Konservativen wissen, dass sie die Weitergabe des Feuers und nicht die Asche anbeten sollten! Also alte Zöpfe ab, Mut zu Neuem! Mut auch zum Irrtum – es geht nicht immer nur geradezu aufwärts!

cb08

Eigentlich sind durch Funktionen wie Referenz, ECO, Livebuch und auch später noch anzusprechende neue Funktionen die ehemals innovativen Schlüssel in eine unwichtige Position abgedriftet und nun kann man die sehr selten genutzten Themenschlüssel in den Optionen abwählen – tatsächlich von der Platte muss man sie aber dann doch händisch löschen diese unnützen Speicher- und Performancefresser! Aber nicht jeder ist so radikal wie eine frisch geriebene Krennwurzn und das ist auch gut so – genauso wenig wie das Anlegen einer Sicherungskopie nie schaden kann. Möglicherweise wird auch der Eröffnungsschlüssel zu den wenig bis gar nicht genutzten Funktionen wandern.

Neue Funktionen – alles ähnlich oder was?

Referenz, Livebook und das gute alte Eröffnungsbuch drängen wie oben schon erwähnt den Eröffnungsschlüssel in den Hintergrund zumal die Referenzsuche nun mit CB12 wesentlich schneller geht – 64-bit und Multithreading sei Dank. Aber diese Funktionen gab es auch schon in CB11 bzw. Livebook in Fritz 13 nur eben als 32-bit etwas langsamer.

cb09

„Neuerung markieren“ ist eine gute Funktion für den schnellen Eröffnungsüberblick, „Gleiche Spieler“ zeigt Partien der Spieler auch in ähnlichen Eröffnungen und da sind wir schon bei den Neuerungen von CB12 – nicht nur mehr die exakte Übereinstimmung – eine typische Computereigenschaft – wird gesucht, sondern das Programm sucht nach Ähnlichkeiten – eine typisch menschliche Herangehensweise an Probleme und deren Lösung. „Ähnliche Strukturen“ arbeitet sofort los, bei „Ähnliche Endspiele“ kann es zu einem Einspruch des Programmes kommen, dass es sich um kein Endspiel handelt:

cb10

Aber der Mensch bleibt trotzdem Herr der Lage und kann suchen lassen. Nur kurz zuckt unten links in der Statuszeile bei der Suche das schon bekannte „4 Threads“ auf – das ärgert die Krennwurzn nun wirklich nicht mehr, ungeduldig wie sie nun einmal ist kann sowieso nichts schnell genug gehen! Und langsam – das war einmal und ist schnell vergessen.

„Ähnliche Züge“ schlägt dann verschiedene erkannte Manöver vor und man kann selbst wählen wonach man suchen lassen möchte – ich habe hier ein schönes Beispiel für den schwarzen Springer gefunden:

cb11

Zwar führt dieses trojanische Pferd in der Partie in den Untergang, aber man kann das Programm suchen lassen wie es gewesen wäre, wenn der Springer nicht oder nur teilweise seinen Weg zu Ende gegangen wäre. Die Ähnlichkeitsfunktionen gefallen mir wirklich sehr gut und sind neben der für mich hauptsächlich interessanten Spielmöglichkeiten auch ein wirklich brauchbares Analysetool auch für ernsthafte Schachspieler. Wünschenswert wäre noch die Ergebnisse der Suche in der Liste farblich nach einem Ampelsystem zu kennzeichnen: grün für idente Stellungen inkl. Zugrecht, Rocharderecht, etc. – gelb für gleiche Stellung aber andere Farbe am Zug bzw. andere Rechte nicht gleich oder als Sahnehäubchen mögliche Spiegelungen und farbvertauschte Stellungen – und der nun wirklich ähnliche Rest wie bisher – das würde uns Usern einen noch einfacheren schnelleren Überblick liefern. Wäre doch was für ein Update oder für CB13!

Die Funktion „Gleiche Spieler“ zeigt Partien der Gegner mit ähnlichen Eröffnungen und ist sicherlich nicht nur für stärkere Spieler für die Vorbereitung auf einen bestimmten Gegner interessant, sondern kann auch uns Hobbyspielern einen Einblick geben, wie sich stärkere Spieler in einem Eröffnungssystem bewegen oder welche Veränderungen sie vorgenommen haben.

Let’s Check – Livebook – in den Wolken liegt die Zukunft!

banner-seminarturnier200-anDie von der Krennwurzn heftig kritisierten Weltneuheiten bei Fritz 13 gibt es nun auch in CB12 – Infos kann man sich auf der eigenen Webseite http://www.lets-check.info/ einsehen. Den Sinn der Sache sieht die Krennwurzn nicht so wirklich ein, wenn auch gleichzeitig eine Sinnlosigkeit nicht wirklich gegeben ist. Die Idee ist nun einmal nicht schlecht – warum sollte man im Schach mehrfach das Rad neu erfinden bzw. den eigenen Rechner stundenlang an einer Stellung rechnen lassen, wenn das schon ein anderer irgendwo auf der Welt zu vor schon gemacht hat. Verteiltes Rechnen und Ressourcenschonung ist sicherlich ein sehr aktuelles Zukunftsthema. Aber ob man die Informationen, die verschiedene Engines auf verschiedenen Rechnern wirklich so aufbereiten kann, dass brauchbare Ergebnisse herauskommen, das zweifelt die Krennwurzn an.

Theoretisch kann eine Schachstellung nur gewonnen, remis oder verloren sein – ein +0,85 sagt einfach zu wenig aus. Ich sehe das so wie wenn ich sagen würde: Hamburg +7,1 Grad und die Beste von allen Ehefreundinnen müsste mit dieser Information die Koffer packen. Wie soll sie wissen, ob es eine Privatreise, eine Geschäftsreise, welches Abendprogramm usw... +0,85 solche Stellungen können gewonnen oder doch remis sein – möglicherweise sogar noch verloren. Und dann kann das Ganze noch sehr einfach sein oder wahnsinnig taktisch und damit kompliziert für uns Menschen. Die nackte Zahl sagt mir einfach zu wenig aus und verführt uns Schwächere leicht zu nicht gerechtfertigten Aussagen. Es ist klar, dass in absehbarer Zeit Eröffnungs- und Mittelspielstellungen nicht wie Tablebases bewertet werden können – obwohl mit dem Supercomputer Lomonosov der Universität Moskau bereits 7-Steiner fertiggerechnet worden sein sollen und ca. 100 TB Speicherplatz benötigen – ist es noch ein langer Weg bis zum 32-Steiner. Dennoch wünsche ich mir in den Aussagen von Let’s Check mehr Mut und damit Informationen. 0, 1, = schaffen wir nicht, aber +0,85 ist dennoch keine brauchbare Aussage – vielleicht sollten wir es mit „sehr wahrscheinlich gewonnen“, „schwierig gewonnen“, „kaum verlierbar“ usw. versuchen und auch die Varianten bezüglich der für die Menschen gegebenen Schwierigkeiten statistisch durchleuchten, Methoden, die in der maschinellen Cheatingerkennung bereits angewandt werden und damit auch jetzt schon zur Verfügung stünden.

Aber lassen wir das Palaver und wenden uns der wolkigen Praxis mit CB12 und den „Cloudfunktionen“ zu, denn ob wir wollen oder nicht, es kommt die Wolke auf uns zu. Am Weg dahin teste ich schnell mal eine weitere Neuerung die Google artige Suche in der Livedatenbank.

cb12

Richtig erraten – ich suche die WM Partien und schaue mal was das Programm so liefert, ich gebe zu der erste Anlauf hat nicht geklappt, weil die Krennwurzn einfältigerweise den Zusatz WM verwendet hat und das Kürzel vom Programm nicht aufgelöst wurde und daher kein Suchergebnis zurückgegeben hat. Ich spiele noch ein wenig mit Suchstrings herum beispielsweise gebe ich den Zusatz 2000-2005 zu den beiden Spielern und siehe da tatsächlich werden Partien aus diesem Zeitraum ganz schön flott ausgeworfen. Die WM war in Moskau fällt mir dann ein – ok Moskau kennt er nicht, probieren wir mal ein paar Sprachen durch? Moscow und siehe da mit diesem Zusatz findet er die WM und vieles mehr.

cb13

Ja – die zwei haben schon im vorigen Jahrtausend vor der Wende remis gespielt und „Anand Gelfand Moscow 2012“ findet tatsächlich die WM! Ein nettes Feature, aber schauen wir uns nun endlich Let’s Check in der Praxis an – ich entscheide mich für die 8. Partie, die ist kurz und es ist auch – Entschuldigung an die Menschen – nicht ganz unwichtig ein Patzer enthalten.

Mit dem Livebook kann ich die gesamte Partie einfach durchspielen und schon erhalte ich die bekannten statistischen Informationen zu den einzelnen Zügen jedoch nicht aus einem starrten Buch auf der Festplatte sondern aktuell vom Server.

cb14


Aber da war ja noch nichts los in der Stellung und so kann man einfach Zug um Zug weiterklicken oder aber den Schieberegler unter dem Brett verwenden.

cb15

Schade nur ein wenig, dass der Knopf nicht den aktuellen Zug anzeigt, wenn man ihn gedrückt hält, wie beispielsweise bei Scrollleisten üblich. So oder so kommt man endlich zum Ziel - der vorentscheidenden Stellung!?

cb16

Df6 führt zu einer gewonnen Stellung für Weiß, da sind sich die Let’s Checker sicher. Man kann auch einen Kommentar schreiben, der für alle sichtbar bleibt und der auch bewertet werden kann – es müssen ja nicht nur so Hättiwari Kommentare a la Krennwurzn sein, es sind auch sinnvolle Kommentare nicht gänzlich verboten. Greift einer mit der Tastatur extrem daneben, so kann man das auch melden. Von den Alternativen Sf6 und Sg7 wird letztere als am besten spielbar für Schwarz bei bestehendem Vorteil Weiß gesehen und das sieht man weiter unten oder wo man die Fenster am Bildschirm eben platziert hat dann etwas genauer.

cb17

Links rechnet mein Houdini und rechts stehen jene drei User, die aktuell am tiefsten mit den Maschinen in die Stellung vorgedrungen sind. Tiefe ist nicht alles, aber wer warum an welcher Stelle steht und warum bei 12. Sg7 12. Kc2 Sd7 die Bewertung 0,82 bei Tiefe 25 steht und die Hauptfortsetzung unten 1,07 bei Tiefe 32 ausgegeben wird, das soll ChessBase einmal selbst genauer erklären – ich vermute, dass die Endstellung der Hauptfortsetzung von einem anderen User bereits tiefer berechnen worden ist und uns das System das nicht vorenthalten will. Liebe Krennwurzn schon seit dem Mittelalter gilt in der Wissenschaft – nicht theoretisieren sondern einfach ausprobieren ;-)

cb18

Ok – totale Ratlosigkeit, da ist niemand mit einer Analyse mit der Tiefe 32 zu sehen und schon nach wenigen Minuten gehört die Variante nun mir – das passiert immer, wenn man nach Maschinensicht die aktuell beste Analyse ans System abgeliefert hat, aber natürlich ist das noch Bessere der ständige Feind des Guten und trotzdem gehört sie jetzt mal mir – die Variantentante – alles ist vergänglich, nichts ist fix! Doch es ist schon was fix, liebe Krennwurzn höre ich eine Stimme mahnen: Entdecker werden geschützt und bleiben im System erhalten habe ich gelesen. Wie dynamisch oder schnelllebig das System ist, sieht man wenn man nun wieder Ausgangsstellung zurückkehrt – die +1,07/32 Bewertung ist weg und durch die Krennwurzn ersetzt – aber wie lange? Irgendwie süchtig machend und eine herrliche Spielwiese – aber machen wir weiter.

cb19

Man kann ganze Partien oder auch einzelne Stellungen zur Analyse einreichen – wie das funktioniert bitte selber nachlesen – aktuelle Großmeisterpartien werden aber laut ChessBase sehr schnell von den Usern analysiert und stehen meist schon am nächsten Tag bereit und wer will kann sogar seine Engine für Analysen stiften. Klickt man während einer Let’s Check Analyse auf den eigenen Eintrag, dann wird eine Statistik ausgegeben:

cb20

Sehr armselig der Punktestand der Krennwurzn und wo ist bitte meine Entdeckung? Da könnte man doch noch etwas mehr angeben: Stellungen, die mir gehören (aktuell), Entdeckungen, Zahl der Kommentare ... zumal es zahlreiche wesentlich fleißigere Nutzer der Funktion gibt, wie ein Blick in die Ehrenliste zeigt:

cb21

Und noch eine Möglichkeit gibt es: die Let’s Check Analyse kommt mit einem eigenen Untermenü daher und hat die Krennwurzn sehr böse in die Irre geführt – aber die Leser wissen es ja längst die Krennwurzn ist eben kein Checker sondern eine Wurzn!

cb22

Fehler, Kombinationen, Training und erweitert möchte ich noch Textkommentare einbauen in die Achte – nein, nicht in die von Beethoven - in die WM Partie natürlich.

cb23Das wird sehr schnell ausgegeben, aber in der Statuszeile steht immer noch „now processing“ und da die Krennwurzn – sie wissen ja „CB-32bit-1core -> langsam ...“ – nicht ganz vorurteilsfrei ist, hat sie bei einer anderen Partie weiter gewartet - es wird der letzte Zug analysiert die Engine und das Ausgabefenster schaut ganz normal aus - also muss irgendwann mal der vorletzte Zug an die Reihe kommen, aber da ich ausgehen musste ließ ich den Rechner ein paar Stunden alleine rechnen.

cb24

Wieder zurück musste ich erkennen, dass ich meinen armen Rechner eine bedeutungslose aufgabereife Stellung zum finalen Matt habe analysieren lassen. Zwar werden Analysen nach einer gewissen Zeit - geschuldet wohl an den technischen Fortschritt bei den Computern und den Engines - wieder aus dem System entfernt, ob aber ausanalysierte Matt von diesem natürlichen Alterungsprozess ausgenommen sind, weiß die Krennwurzn nicht! Aber die Hoffnung stirbt zuletzt, dass auch dieser Schandfleck einmal im Datennirwana verschwindet.

Mit „nur Abruf“ bekommt man eine schnelle Übersicht der gespeicherten Informationen inkl. Textkommentaren falls gewünscht in die Partie kopiert.

cb25

Mit Analyse bis zum Schwellenwert wird das ein wenig ausführlicher dargestellt und „Varianten erobern“ dürfen Sie lieber Leser so viele Sie immer möchten – nur bitte die Krennwurzn verschonen!

Man kann in einer Datenbank auch mehrere Partien zur Analyse mit Let’s Check auswählen, aber ACHTUNG das Programm überschreibt ohne Vorwarnung die Partien mit den Ergebnissen aus der Analyse – ob hier nicht doch eine kleine Warnung gut wäre? Für Schnellchecker, Handbuchverweigerer und Subjektivleser wie beispielsweise die Krennwurzn? Ich empfehle daher vor der Anwendung dieser Funktion die Partien in eine neue Datenbank zu kopieren – Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste!

cb26

So kommt man schnell ohne die eigene Engine rechnen zu lassen zu kommentierten Partien aus der Cloud – wenn da auch nicht alles glänzt, so ist es doch eine gute Basis zum Weiterarbeiten.

cb27

Oder wie in meinem Fall zum Weiterspielen, denn ich bin bekanntermaßen ein Anhänger der Unterhaltung – aber sicherlich ist Schach nicht nur für mich allein ein wunderschönes Hobby und Entspannung vom Alltagsleben! Meine Spielschwäche steigert sich von selbst, da muss ich nicht extra daran arbeiten – also bleibt Zeit zum Spielen und Kritisieren – „Raunzen“, „Matschkern“ sagt man dazu auf österreichisch und in diesen Wörtern ist normalerweise nicht nur Kritik enthalten, sondern auch etwas Anerkennung und Bewunderung – aber erklären Sie das einmal einem Nichtösterreicher :-) !!


Cloud Engines – alles Wolke oder was?

Cloud Engines stellen eine einfache Möglichkeit dar auf eigene stärkere und/oder fremde Ressourcen von einem schwächeren Gerät zuzugreifen. Eine gute Idee, wenn man beispielsweise zu Hause ohnehin einen Supercomputer stehen hat und von einem Turnier – natürlich nicht während der Partie – mit dem Laptop auf diese Rechenkraft zugreifen möchte.

cb28

Natürlich kann man das wie bisher auch mit Remotelösungen wie beispielsweise Teamviewer machen, aber praktischer erscheint mir doch der Zugriff direkt mit CB12 auf die Rechenkraft zu Hause und es funktioniert erstaunlich einfach. Cloud Engines öffnen und dann sieht man schon die aktuell verfügbaren Engines und Kosten.

cb29

Aber dazu ein wenig später – jetzt möchte ich nur kostenfrei meine Engine vom PC am Notebook nutzen, also Engine privat anbieten und nach einem Auswahlmenü welche Engine mit welchen Parametern inkl. Buchzugriffen ich mir anbieten möchte erscheint schon das Fenster „PRIVAT“

cb30

Dort könnte ich dann noch anderen Nutzern meine Engine privat zur Verfügung stellen, aber das will ich jetzt gerade nicht wirklich, denn mein Rechner soll mir ganz alleine zur Verfügung stehen. Gut ist, dass der Privatlaptop wirklich schon eine sehr alte Gurke aus dem Jahr 2006 ist – mit Windows XP 32bit und einem Centrino als CPU – aber immerhin dort läuft Fritz13 noch und so kann ich auf Cloud Engines zugreifen und zwar auf meine privaten Engines kostenfrei noch dazu – außer den obligaten Internet- und Stromkosten. Und tatsächlich bei den Cloud Engines finde ich meinen privaten und ein Klick und

cb31

es läuft der 64-bit Houdini meines PC und noch dazu ohne Systembelastung und ich kann meine heutige Partie analysieren und finde noch mehr Fehler als mir lieb sind oder Fehleinschätzungen – kein Vorteil ohne Nachteil, vielleicht sollte die Krennwurzn doch einmal Schach spielen lernen, wenn sie es doch so gerne macht.

Möchte ich meinen Rechner nicht wegen ein paar Analysen tagelang laufen lassen, so habe ich die Möglichkeit auf fremde Cloud Engines zu zugreifen, aber das kostet möglicherweise Geld.

cb32

In der Übersicht kann man Rechner, Kosten, etc. vergleichen und hat man sich dann für einen Anbieter entschieden, kann man noch persönliche Limits setzen – praktisch und ehrlich finde ich – 10 Dukaten entsprechen 1 Euro glaube ich. Aber warum soll ich für eine Cloud Engine zahlen? Nun zuerst einmal für die Bequemlichkeit, denn mein Rechner zu Hause würde auch Strom verbrauchen und noch dazu stundenlang nutzlos laufen, weil ich gerade selbst bei der Turnierpartie bin oder aber beim Essen, spazieren gehen oder einfach nur beim Tratschen mit Schachfreunden. Dann kostet ein starker Rechner auch in der Anschaffung etwas mehr Geld – also ich finde es in Ordnung, dass man für in Anspruch genommene Dienstleistungen etwas zahlt.

Man könnte ja den eigenen Rechner ebenfalls anbieten – allerdings sollte man beachten, ob dies durch die Lizenzbestimmungen des jeweiligen Programmes erlaubt ist. Diese Warnung kommt zur Info auch vom Programm selbst und dann kann man einstellen, was man verlangen möchte und dann regiert der freie Markt!

cb33

Tiefe Analyse mit oder ohne Cloud

Hier rechnet die Engine unendlich oder doch nur bis zum Stopp durch den Bediener an einer Stellung und erstellt ähnlich wie ein Mensch einen Variantenbaum, der sich dynamisch verändert, wenn eine Variante beim Rechnen in Ungnade fällt. Sind Züge schon in der Notation in der Ausgangsstellung vorhanden, werden diese forciert immer analysiert, Züge, die mit Fragezeichen versehen sind, werden hingegen nicht analysiert. Die erste Runde startet bei mir mit 6 Sekunden pro Zug und mit jeder Runde steigt die Rechenzeit je Zug an und auch hier kann man Runden überspringen, wenn man möchte. Der User kann also etwas Einfluss auf die Arbeit des Rechners nehmen.

cb34

Und so sieht das dann ausgehend von 14. Txb1 nach etwas mehr als vier Stunden mit Houdini lokal am PC aus. Will man mehrere Engines verwenden und nicht den Nachteil haben, dass der Rechner dadurch ausgebremst wird, dann empfiehlt sich die Cloud Analyse.

cb35

Dort kann man dann die Aufgaben verteilen und wenn man die Analysesteuerung der lokalen Engine überlässt, soll es auch nichts ausmachen, wenn die eine oder andere Cloud Engine ausfallen sollte oder das Kostenlimit erreicht wurde, die anderen übernehmen dann die Aufgaben. Sicherlich eine interessante Möglichkeit für Fernschachspieler oder man sich ad hoc schnell mal einen kostengünstigen „Cluster“ mit seinen Schachfreunden ohne wirklich großen Aufwand basteln möchte. Die einzelnen Teilnehmer geben die Engine privat nur für die Krennwurzn frei und diese bindet die Rechner dann ein und verteilt die Aufgaben und verschickt hinterher die Ergebnisse per Email an die Teilnehmer.

Partien im Internet veröffentlichen – ganz einfach per Klick (auch auf Facebook)

Einfach eine Partie oder mehrere Partien auswählen und auf den Knopf drücken:

cb36

und schon werden die Partien auf „viewchess“ (Domain gehört der ChessBase GmbH) veröffentlicht – aber ACHTUNG die Krennwurzn hat keine Möglichkeit entdeckt einmal veröffentlichte Partien wieder zu löschen – ebenso kann man auf Wunsch den Link auch noch auf Facebook teilen.

Geht man mit CB12 oder Fritz 13 online, dann sieht der Button mehr nach Facebook aus, hat aber die gleiche Funktion – veröffentlicht wird auf „viewchess“ und man kann den Link dann auf Facebook teilen – warum man zwei verschiedene Buttons für die gleiche Funktion verwendet kann ich nicht sagen.

cb37

Diese Funktion sollte noch nachgebessert werden, denn was ist, wenn jemand eine Partie irrtümlich veröffentlicht, die nicht für diese bestimmt ist?

cb38

Partien ohne Kommentare und Varianten stellen ja kein rechtliches Problem dar, wer aber haftet für Probleme mit dem Urheberschutz bei kommentierten Partien? Und nebenbei gibt es auch ein kleines Problem bei der Übertragung von Umlauten – aber dies wird wohl schneller und einfacher zu lösen sein.

War das alles?

Nein – das war nur mein subjektiver Bericht über meine persönlichen Erfahrungen beim Testen diverser Betaversionen und ganz kurz noch mit dem „Release Candidate“ – der Text ist jetzt schon ziemlich lang und es gäbe noch einiges zu schreiben über Funktionen, die ich nicht oder nur selten benutze oder über jene, die ich einfach vergessen habe. Es gibt sicherlich andere Rezensionen mit genaueren Informationen, Foren, den Support und jawohl das von niemanden gelesene Handbuch wird es auch noch geben!
Die alles entscheidende Frage: gab es Abstürze?

Und gleich die nicht ganz so interessante Frage hinterher – gab’s Probleme? Da fällt die Antwort leicht: ja es gab Probleme und teilweise auch schwerwiegende Fehler, aber gerade dazu ist ja ein Betatest da, um diese nicht an die zahlende Öffentlichkeit los zu lassen. Auch wenn es für die Leserschaft sicherlich sehr interessant wäre, zu lesen welche Pannen es gab und vor allem welchen Peinlichkeitsgrad diese erreicht haben, so muss ich Sie enttäuschen – bei aller Liebe zur harten Kritik, sie sollte dennoch fair bleiben und es muss nicht alles erzählt werden.

Eine kleine Episode möchte ich aber dennoch erwähnen – auch weil mir als Laien bis heute nicht wirklich klar ist, wer daran wirklich Schuld trägt und auch weil es einen kleinen Blick auf die generellen Schwierigkeiten gibt mit denen Softwareentwickler konfrontiert sind. Die Probleme mit den Druckfunktionen bei ChessBase Produkten wurden in der Vergangenheit ja schon oft angesprochen und so habe ich diese ausführlich getestet ohne es hier extra zu erwähnen, weil fast alles bis auf wirkliche Kleinigkeiten gut funktioniert hat. Gleich neben den Druckfunktionen sind die Emailfunktionen angesiedelt und die haben bisher bei mir immer ohne Probleme funktioniert und nur zufällig habe ich da mal hin geklickt und siehe da: es funktioniert nicht – das Email wird generiert, man kann noch das Adressbuch aufmachen und dann kam die Meldung „Server ist überlastet“ und man kann nur wiederholen und nicht abbrechen. Der Prozessexplorer zeigt beide Anwendungen CB12 und Outlook warten gegenseitig auf Reaktion des jeweils anderen – das könnte bis zum nächsten Stromausfall dauern! Es hilft nur mehr Outlook und ChessBase zu killen! Gut – Windows Livemail als Standardemailclient genommen und siehe da es kommt sofort eine MAPI-Fehlermeldung und das war’s – senden per Email Fehlanzeige – ein Problem nicht nur für Fernschachspieler.

cb39

Die Fehlermeldung besticht ja auch nicht gerade durch ihre Aussagekraft und das etwas nicht funktioniert war mir auch klar. Fehler dokumentiert und an ChessBase geschickt – selbst auch ein wenig gegoogelt um den Problemen auf die Schliche zu kommen. Es gibt anscheinend Probleme mit 64-bit Anwendungen bei MAPI-Aufrufen bzw. deren Umleitung, wenn man als Emailclient eine 32-bit Anwendung verwendet. Nun ist bekannt, dass sogar Microsoft selbst empfiehlt Office 2010 als 32-bit zu installieren, weil es vielfältige Probleme mit diversen Add-ins gibt – wie beispielsweise mit Synchronisations- und Handysoftware, etc. 64-bit CB12 mit 64-bit Outlook ergibt ebenso kein Problem wie wenn beide als 32-bit Software laufen. Im Internet findet man unzählige Tipps und Tricks für den Anwender, einige habe ich probiert, kein einziger hat zum Erfolg geführt, aber irgendwie haben es die CB-Leute dann doch geschafft die Mailfunktionen zum Laufen zu bringen.

Ich weiß, ich hab’s nicht vergessen – Abstürze! Damit sie erahnen können, lieber Leser wie sich die Krennwurzn bei dieser Frage fühlt und sie den Titel „CB12 – die Leiden der jungen Krennwurzn“ schon vergessen haben sollten, empfehle ich Ihnen entweder die österreichische Spezialität „Steirisches Wurzelfleisch“ selbst zu kochen (das verlinkte Rezept ist Krennwurzn getestet) oder in einem guten Wirtshaus zu bestellen.

cb40

Dann reiben Sie den Kren (Meerrettich) wirklich frisch über das noch dampfende Gericht, nehmen Brillen, Kontaktlinsen und jeglichen anderen Schutz (Gasmasken, Taucherbrille, etc...) vom Gesicht und halten dieses ungeschützt über das Teller - genießen die Tränen, die ungehemmt aus Ihren Augen fließen und erfreuen sich dann an dieser etwas deftigen Spezialität aus der Bauernküche!

Kurz gesagt – es ist mir nicht gelungen einen Absturz zu produzieren, nur einmal gab es einen „Application Hang“

cb41

Da liefen aber ein paar Engines auf Volllast, Fritz13, Word, Outlook, Gimp, Irfanview, Chrome, IE und sonst noch was – aber ein schwacher Trost ist es allemal für die sensible Krennwurzn, die viel leiden musste und sich daran – am eigenen Leid – doch auch ein wenig erfreuen konnte, denn unterm Strich ist es mir doch viel lieber über ein funktionierendes als über ein nicht funktionierendes Programm zu fluchen!

Fazit der Krennwurzn

CB12 ist meiner Erfahrung nach die beste Version der Serie, die ich jemals getestet und verwendet habe und das waren bis auf die nicht so gelungene CB10 alle Windowsversionen seit Erscheinen Mitte der 90er Jahre. Es gab schon bei den diversen Betas keine wirklich groben Probleme und die gemeldeten Fehler wurden bereits oder werden noch beseitigt. Mir persönlich kommt vor, die Hamburger haben die Kunden wieder entdeckt und endlich mit der 64-bit Version eine zeitgemäße Schachdatenbank auf Schiene gebracht! Ist die Version perfekt? Wo denken Sie hin – das ist ja unmöglich – von Menschen geschriebene Software wird immer Fehler enthalten und stellen Sie sich mal vor die Krennwurzn hätte wirklich nichts mehr zu meckern? Das wäre doch urfad und die ChessBase Fans könnten sich nicht über die Krennwurzn ärgern? Obwohl Fan ist und war die Krennwurzn auch immer – sehr kritisch und manchmal auch richtig lästig – aber so ist sie nun mal und das ist gut so!

Was mir gut gefiel:

+ 64-bit und Multicore Unterstützung
+ Schnelle Dublettenerkennung
+ Schnellere Datenbankoperation
+ Schreibweise verbessern
+ Spielerlexikon online
+Interessante Analysemöglichkeiten lokal und in der Cloud
+Let’s check und Livebuch – wenn auch mit Verbesserungspotential
+ Wenig optische Veränderungen zur Vorversion und diese meist zum Besseren

Was mir noch fehlt:

- Durchgängige Multicore Unterstützung – mehr Speed kann nie schaden
-Let’s Check könnte mit Zusatzinfos noch informativer gemacht werden
- Schreibweise verbessern und Spielerlexikon hat auch noch Potential
- Noch mehr Einstellmöglichkeiten für den User
- Übersicht über alle Einstellungen in einem Report (html)
- Supportforum – ein MUSS in diesen wolkigen Zeiten
  (dass mich keiner verhaut – ich will in die Cloud)

In den meisten CB-Paketen ist kein Serverzugang enthalten und muss extra gekauft werden, das schmerzt die Krennwurzn etwas, da das Flaggschiff eben ein abgespeckt ohne Serverzugang ausgeliefert wird. Andererseits sind mir die wirtschaftlichen Zusammenhänge auch klar und außerdem kann sich jeder User aus den vielfältigen Produkten jene aussuchen, die seinen Vorstellungen am nächsten kommen – eine gute Wahlmöglichkeit ist gegeben.

Ein paar Worte zum Server „schach.de“ möchte ich noch verlieren – auch wenn sie nicht allen gefallen werden – mir ist am Server einfach noch zu wenig los und damit meine ich nicht das grundsätzlich ganz ordentliche Übertragungsprogramm und die Turniere. Verbessern kann man natürlich auch dort noch einiges, beispielsweise könnte ich mir Übertragungen mit Klaus Bischoff täglich ansehen. Aber da muss ein Unternehmen natürlich wieder auf die Kosten Rücksicht nehmen und kann langfristig nur das anbieten, was die Kunden auch bereit sind zu bezahlen. Generell wünsche ich mir etwas mehr freie Unterhaltung am Server und weniger „Strenge“ beispielsweise durch Chatbeschränkungen aufgrund von Elo wie durch das aktuelle Rangsystem. Manchmal habe ich das Gefühl, dass so manche „law&order-Typen“ dem Irrglauben unterliegen, dass alle liberal denkenden Menschen Anarchisten sind und alles und jeder zu „maßregeln“ ist – ein wenig mehr Freispielräume würden nicht schaden – oder „Laissez-faire“ im angenehmen Rahmen. Super und wohl auch sinnvoll wäre eine CB User Group am Server zum Austausch von Infos eventuell auch als TV oder Radiosendung. Dort soll man auch unangenehmen Fehler melden und besprechen dürfen, denn erkannte Fehler sind die Grundlagen für die Verbesserungen von morgen!

Und zuletzt die ewige Frage: welches Paket soll man nehmen? Nun diese Frage muss jeder User für sich selbst entscheiden – die sparsame Krennwurzn gibt der Downloadversion mit 100 Euro eine klare Empfehlung! Aber auch die anderen Angebote haben ihren Reiz und so soll sich jeder das für sich selbst passende aussuchen!

Soll man mit dem Kauf noch warten bis die ersten Updates herauskommen oder gar auf Rabattaktionen in der sauren Gurkenzeit? Üblicherweise ist es beim Softwarekauf durchaus angebracht nicht bei den ersten Käufern zu sein, aber mit der von mir persönlich mit dem „Release Candidate“ gemachten Erfahrung kann ich Ihnen reinen Gewissens empfehlen: Weihnachten steht vor der Tür – gönnen Sie sich etwas und sparen Sie sich das Warten!

cb42

Systemanforderungen ChessBase 12 - Herstellerangaben

Mindestens: Pentium III 1 GHz, 1 GB RAM, Windows Vista, XP (Service Pack 3), DirectX9 Grafikkarte mit 256 MB RAM, DVD-ROM Laufwerk, Windows Media Player 9 und Internetverbindung (Aktivieren des Programms, Playchess.com, Let’s Check, Engine Cloud und Updates).

Empfohlen: PC Intel Core i7, 2.8 GHz, 4 GB RAM, Windows 7 (64 Bit) oder Windows 8 (64 Bit), DirectX10 Grafikkarte (oder kompatibel) mit512 MB RAM oder mehr, 100% DirectX10 kompatible Soundkarte, Windows Media Player 11, DVD-ROM Laufwerk und Internetverbindung (Aktivieren des Programms, Playchess.com, Let’s Check, Engine Cloud und Updates).

Internet: Info und Shop www.chessbase.de

Kleingedrucktes (nicht lesenswert)

Lob, Geschenkkörbe, Weinflaschen und Sympathiebekundungen per Email an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

Kritik, Beschwerden, Unmutsäußerungen bitte nur an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. – aber bitte nur bezüglich des Programms, nicht aber über die Krennwurzn – dafür können die nichts!

Ich lege auch eine pdf-Version zum Download bereit  (Screenshots gut lesbar) – wer ganz erzürnt ist, bitte ausdrucken und ganz genüsslich ganz heftig klein zerreißen und dann gemütlich hinsetzen und ein gutes Glas österreichischen Rotwein trinken!

Danksagung

An den Leser, der es so weit geschafft hat und noch nicht eingeschlafen ist!

Und zu guter Letzt an ChessBase Hamburg für die Bereitstellung der Betaversionen und die Geduld mit der Krennwurzn!

Weiterlesen...

Seite 1 von 5

Werbepartner

bskf2013
logoss1501
You are here Krennwurzn