SCHACHWELT

Der Schach-Blog

Donnerstag,17 Mai 2012

Aktualisiert17:49:52 Thu

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Samstag, 11. Februar 2012 11:12

Und nun zur Werbung

Auch die Studie des Monats geht in seine erste Runde. Ich habe mir vorgenommen, partienahe und weniger partienahe Studie hier in ausgewogener Häufigkeit zu bringen und bin gespannt, welche Studien hier gut ankommen. Auf gehts!

Einmal im Jahr findet die Problemlöseweltmeisterschaft statt, meines Wissens dieses Jahr in Kobe /Japan. Am Rande dieser Veranstaltung tagen auch die Funktionäre des Problemschachweltverbandes WFCC. Dort gibt es auch ein "endgame study committee". Dieses hat bei der WM 2011 in Italien die Studie des Jahres 2010 gewählt und schreibt dazu: 

"[...]the endgame study committee selected the following study from 2010 as the best one for promoting endgame studies to a general chess public."

Ein Werbestück also. Das gekürte Stück stammt u.a. vom deutschen Studienkomponisten Siegfried Hornecker, der sehr streng mit seinen eigenen Stücken ins Gericht geht. Und so fand er einen Vorgänger zur Studie des Jahres 2010 und diesen möchte ich hier vorstellen (die Studie des Jahres gibt es hier zu sehen - sollte man nicht anklicken, wenn man untere Studie lösen möchte):

Iglesias

Weiß hat die Wahl, wie er in das Bauernendspiel einlenken möchte. Was ist der richtige Weg, um den vollen Punkt einzufahren? Die Studie stammt von einer französischen Schachwebsite und ist nach meinen Erkenntnissen von Iglesias. Lösungsideen gerne als Kommentar.

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Montag, 23. Januar 2012 11:27

Warum Problemschach?

Ich möchte mich an dieser Stelle vorstellen. Ich bin Sven-Hendrik Loßin (kurz: Losso) und Schachliebhaber. Ich bin im „Normalschach“ Spitzenbrett bei einem Verein aus der Region Hannover und spiele dort in der Verbandsliga. Auch im Fernschach war ich aktiv und wurde vor 8 Jahren Landesmeister in Mecklenburg-Vorpommern. Beim Lesen in Blogs bin ich verschiedentlich auf Schachprobleme gestoßen und bin irgendwann in diese Welt eingetaucht.
Bald fing ich an, selber Probleme zu basteln, löse aber auch recht gerne.
 
Wie funktioniert dieses „Eintauchen“? Nun ja, selbst als Normalschachspieler kommt man wohl gelegentlich mit Studien in Berührung. Oft hat man es dann mit Studien zu tun, die nicht sehr partienah sind, sich aber durch eine besondere Schönheit des Motivs, Ablaufs oder der Endstellung auszeichnen.
Wenn man die Studie verlässt und die Zugzahl im Vornherein beschränkt, ergeben sich weitere Möglichkeiten, Interessantes, Außergewöhnliches oder auch Kurioses darzustellen. Insofern sind dies die zwei Hürden, die ein Normalschachspieler nehmen muss, wenn er die Attraktion eines Schachproblems genießen möchte: Er muss einerseits in der Lage sein, partieferne Stellungen zu akzeptieren, andererseits muss er sich mit einer Bedingung anfreunden, die zumeist so ähnlich lautet wie Matt in 2 Zügen. Diese Bedingung bedeutet, dass eine Lösung, in der Schwarz den zweiten Zug überlebt, als solche nicht gültig ist, auch wenn Weiß weiterhin eine gewonnene Stellung besitzt.
 
Wenn ich den Problemschachteil der Rochade, Schach etc. sehe, kann ich übrigens sehr gut nachvollziehen, dass nicht viele Normalschachspieler den Weg zur Schachkomposition finden. Es ist leider so, dass sich dieser Bereich unseres Hobbies eine ziemlich hohe Einstiegshürde erlaubt, die zu nehmen ziemlich schwer ist. Ich habe irgendwann einmal Probehefte gängiger Problemschachzeitschriften geordert, zuvorderst der Schwalbe. Die Schwalbe ist ein gemeinnütziger Verein, in dem die deutschen, aber auch ausländische, Problemschachfreunde Mitglied sind. Die Vereinszeitschrift heißt genau so wie der Verein und das erste Heft, das man liest, wird man zumeist recht schnell beiseite legen, es sei denn, man hat jemanden, der einem das ein oder andere erklärt.

 

Schwalbelogo

Nicht nur ein nostalgischer Motorroller aus Ostdeutschland,
sondern auch die deutsche Vereinigung für Problemschach: die Schwalbe.

 

Das Vokabular, Abkürzungen und nicht gerade anfängerfreundiche Fachartikel sorgen dafür, dass das Feuer sich nur sehr langsam entfacht. Ich kann nach ca. 2 Jahren Problemschach sagen, dass sich das Nehmen dieser Einstiegshürde gelohnt hat. Viele Aufgaben haben sich nachhaltig in mein Gedächtnis eingeprägt und ich denke gerne an diese oder schaue sie mir noch einmal an, so wie man sich ein hübsches Bild immer wieder ansieht oder ein Musikstück immer wieder anhört.
Aber auch im Trainingsbetrieb werden Schachkompositionen genutzt. Und das bezieht sich nicht nur auf Studien, die zum Erlernen des technischen Endspiels auf der einen und der Technik, im Endspiel weit rechnen zu können, den Trainern eine wichtige Stütze sind. Insbesondere in Trainingsbüchern von Alexander Koblenz tauchen aber auch Zwei- und Dreizüger auf (meist unter Verschweigen der Quellenangabe, was in der Schachkomposition gar nicht gerne gesehen wird), die wohl helfen sollen, auch in ungewöhnlichen Situationen eine genaue Berechnung der Züge vornehmen zu können. Ich gehe davon aus, dass seine Schüler wohl auch nicht selten mit Schachproblemen konfrontiert worden sind.
 
Was sich in solchen Konstellationen, also im Wesentlichen Matt in 2, 3 oder mehr für Motive darstellen lassen, möchte ich in der Rubrik „Problem des Monats“ darstellen. Diese hier zu übernehmen, habe ich Jörg Hickl angeboten, der dankend annahm.
Ich habe mich dabei entschlossen, jedem Artikel ein Thema aus der Schachkomposition zu widmen, dazu ein bis zwei Aufgaben zu präsentieren und dann ca. eine Woche später das Thema vorzustellen. Über das Normalschach hinaus gehende Bereiche werde ich eventuell streifen. Es gibt nämlich über das Normalschach hinaus noch die so genannten Hilfs- und Selbstmatts. Hilfsmatts zeichnen sich durch die Kooperation beider Parteien zum Matt aus, während Selbstmatts sozusagen „Schach paradox“ ist: Wer matt setzt, hat verloren. Selbstmatts sind mein absolutes Steckenpferd. Über 90% der Stücke, die ich komponiere, sind Selbstmatts. Noch abgefahrener wird es dann beim Märchenschach, bei denen es noch weitere Bedingungskomplexe, Figuren und Forderungen gibt. Ein letzter zu nennender Bereich ist die Retroanalyse, bei der die Historie einer Stellung Teil der Aufgabenstellung ist. Dort gibt es einige Aufgaben, die gerne bei Vereinsabenden vorgeführt werden, wie z.B. „König über Bord“.

Schon bald wird es hier mit dem "Problem des Monats" losgehen und auch die "Studie des Monats" werde ich betreuen. Das obige Diagramm entstammt der Geburtszeit der Schachkomposition. Es handelt sich um eine recht bekannte arabische Mansube (so wurden die damals erdachten Stücke genannt; lt. Wiki heißt das so etwas wie "Anordnung") aus dem 10. Jht. Weiß ist am Zug und setzt matt in 5 Zügen.

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Mittwoch, 14. Dezember 2011 12:18

Endspiele für den Jubilar

Nach Karpow, Waganjan, Ribli, Sax und Andersson wird an diesem Mittwoch ein weiterer Altweltklassemann, Jan Timman, sechzig. Es ist ruhig geworden um den nach Robert Hübner in den Achtzigern stärksten Spieler des Westens. Seine 26er-Zahl hat er schon vor fast zehn Jahren eingebüßt. Seine Partieanlage stimmt zwar noch, aber er verpatzt häufig gute Stellungen. In der niederländischen Liga spielte er zuletzt nicht mehr, dafür unverändert für die unaufsteibare SG Porz in Liga zwei West. Sein Interesse gilt heute mehr denn je Endspielstudien. Der Verlag New in Chess, für den er auch noch als Co-Chefredakteur des gleichnamigen Magazins aufscheint, hat anlässlich seines aktuellen Buches die schöne Tradition des Problemwettbewerbs wiederbelebt: Die besten, bis 30. Juni 2012 bei

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einlangenden Endspielstudien werden prämiert. Einziger Juror ist, versteht sich, Jan Timman persönlich. Die Studien, so sie gelungen sind, sind dann so eine Art verspätete Geschenke.

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Dienstag, 13. Dezember 2011 02:48

König über Bord

koenigueberbordEs erstaunt immer wieder aufs Neue, zu welch herausragenden Schöpfungen Studien- und Problemkomponisten in der Lage sind. Dabei erfahren Sie nur eine sehr geringe Würdigung ihrer harten, zeitintensiven Arbeit, denn nur eine kleine Anzahl Schachenthusiasten erfreut sich daran. Schade eigentlich, denn gute Aufgaben unterstützen in großem Maße das schachliche Vorwärtskommen.

Bei unserem heutigen Beispiel ist der weiße König irgendwie abhanden gekommen.
Finden Sie heraus, wo er stehen muss und wer am Zug ist.

Komponist: R. Smullyan, Manchester Guardian, 1957

ZUR LÖSUNG

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Mittwoch, 08. Dezember 2010 15:03

Die Studie des Monats, Lösung

Hier nun die Lösung unserer nicht allzu schwierigen Startaufgabe vom 03.12.. ZUM VIDEO (Links werden erst im Artikel sichtbar)

Weitere Trainingsvideos finden Sie in unserer Trainingssektion. die Textlösung nachfolgend

 

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Freitag, 03. Dezember 2010 22:52

Die Studie des Monats

fällt in den Bereich Problemschach und ist damit streng genommen keine Studie. Weiß am Zug setzt Matt in 3 Zügen. Im Gegensatz zu Studien gibt es im Problemschach immer eine klare Vorgabe, also nicht nur "Weiß gewinnt/hält remis", sondern Matt in 2 Zügen oder Hilfsmatt in 7. Ein Bereich des Schachs, für den ich mich nie erwärmen konnte, werden doch die absonderlichsten Stellungen ersonnen, - einzig die Schachregeln müssen eingehalten werden. Für mich ist jedoch Partienähe die unabdingbare Grundlage einer guten Komposition.

mattindrei

MATT IN 3 ZÜGEN

Eine der wenigen Ausnahmen bildet das vorliegende Diagramm. Natürlich können wir alle mit dem Mehrturm gewinnen, die Herausforderung besteht jedoch darin, dies in 3 Zügen zu schaffen. Strukturelles und prophylaktisches Denken ist gefragt.

Studien und Probleme erfordern zeitlichen Aufwand um einen Lerneffekt zu erzielen. Damit keine Versuchung aufkommt den bequemen Weg zu gehen und schnell nach der Auflösung zu suchen, bringen wir diese erst in der nächsten Woche - dann aber als Videolektion.

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