Aserische Verwerfungen

Schach berichtet in der gerade erschienenen Juli-Ausgabe vom Eindruck mehrerer Spieler, dass es in der Partie Radschabow - Mamedscharow beim letzten Grandprixturnier in Astrachan nicht mit rechten Dingen zugegangen sei. Mamedscharow habe gegen seinen Landsmann deutlich unter seinem Niveau gespielt. Das trifft unter anderem auf 19. ... Dd4? zu. Auch die Eröffnung, eine Spanische Abtauschvariante mit 5.0-0 Df6, wirkt komisch. Radschabow konnte den vollen Punkt gut brauchen, um Grandprixzweiter zu werden und sich damit fürs WM-Kandidatenturnier zu qualifizieren. Wird es wie angekündigt in Baku ausgerichtet (wohl mit Ausnahme des Matches Aronjan-Gelfand), winkt den Aseris ein Ausrichterfreiplatz. Schach vermutet, dass er an Mamedscharow gehen würde und nicht an Gaschimow, der sich mit dem aserischen Verband und seinen spielstarken Landsleuten überworfen hat. Die Weltrangliste spricht allerdings deutlich für Mamedscharow, der derzeit weit vor Gaschimow stehend nach einem Zwischenhoch aktuell auf Rang sechs aufgestiegen ist.

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