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Kortschnois Einbruch

Die Schweizer Meisterschaft endete für Viktor Kortschnoi mit einem Debakel. Sechs Runden lang tummelte sich der 79jährige unter den Titelanwärtern. Dann verlor der zweimalige Vizeweltmeister die letzten drei Runden en suite. Wobei er gegen Züger zweizügig die Dame einstellte. Nur siebter Platz im Zehnerfeld. Dass es nicht gut geht mit ihm, deutete schon seine Absage an die Schweiz für die Schacholympiade an. Der Titel ging wenig überraschend und souverän an den Elofavoriten Yannick Pelletier, der schon einige Jahre in Frankreich lebt. Zweiter wurde Joe Gallagher, der nach einer Pokerphase wieder mehr Lust auf Schach bekommen hat. Dritter wurde mit seiner zweiten GM-Norm der zuletzt vor allem mit schachhistorischen Arbeiten hervorgetretene Richard Forster. Die Russoschweizerin Alexandra Kostenjuk spielte lange vorne mit, fiel aber nach Niederlagen gegen Pelletier und Gallagher auf Platz vier zurück. Der eigentliche Titel bei den Damen wurde über die Platzierungen in der offenen Gruppe entschieden. Und fand ein umstrittenes Ende: Tatjana Lematschko wurde mit einem halben Punkt Vorsprung Meisterin, weil ihr letzter Gegner, der Russe Onoprienko, in gewonnener Stellung einzügig eine Figur einstellte.

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