Sind wir wieder gut?

Lange hat sie auf sich warten lassen, die Aussprache zwischen den Führungsspitzen des Deutschen Schachbunds und seinen vier Spitzenspielern. An diesem Donnerstag ist es, wie von mir in der Berliner Zeitung berichtet, in Frankfurt am Main soweit. In einem Hotel werden sich die fünf Präsidiumsmitglieder des DSB am Vorabend einer Sitzung zur Vorbereitung des Hauptausschusses Ende November mit den vier Profis an einen Tisch setzen. Der Termin passt diesen immerhin schon mal ganz gut: Meier, Naiditsch und Gustafsson haben es nicht weit zum Baden-Badener Bundesligagastspiel in Eppingen, wo sie am Freitag bereits wieder ihrem eigentlichen Metier nachgehen. Nur Fridman hat es etwas weiter.

Über dem Treffen schwebt das Damoklesschwert einer gegen Naiditsch aufgrund seiner Breitseite gegen die Funktionäre von den Präsidiumsmitgliedern Weyer, Langer und Hochgrefe eigentlich bereits durchgedrückten Sperre, die nicht nur für die Nationalmannschaft und die Deutsche Meisterschaft sondern auch für Bundesligaeinsätze gelten soll, falls er nicht noch öffentlich Abbitte leistet. Doch Naiditsch hat in Frankfurt einen stärkeren Zug in petto. Er wird ein Sponsoringkonzept und einen Sponsor für sich und seine Mitspieler präsentieren.

Das ist, man kann es sich denken, der Sponsor seines Vereins Wolfgang Grenke. Warum der Leasingunternehmer dem DSB und dem Nationalteam nicht früher unter die Arme griff? Weil er nicht richtig gefragt wurde, und weil er nach einem peinlichen Auftritts des früheren Präsidenten Schlya vor einigen Jahren in Mainz eigentlich beschlossen hatte, dass der DSB nicht die richtige Adresse für sein Engagement ist.

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