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Thank you, Mister Yazici!

Kleiner Mann ganz groß: Schacholympiadechef Ali Nihat Yazici stiftet Freundschaften auf seine Weise Kleiner Mann ganz groß: Schacholympiadechef Ali Nihat Yazici stiftet Freundschaften auf seine Weise chess-news.ru

Suat Atalik ist ein glücklicher Mann. Nie zuvor waren so viele Freunde in seiner Stadt Istanbul. Und er hat alle Zeit für sie, schließlich muss er nicht jeden Tags ans Brett, um Schach zu spielen oder sich vorzubereiten. Außerdem hat er mehr Freunde denn je. Das verdankt er Ali Nihat Yazici. Der Präsident des Türkischen Schachverbands hat Atalik nicht nur aus dem Nationalteam geworfen, sondern auch noch in der Türkei gesperrt und dafür gesorgt, dass diese Sperre auch in Griechenland eingehalten wird.


Jewgeni Surow ist auch ein glücklicher Mann. Statt in einer Messehalle am Istanbuler Flughafen herumzuhängen, hat der Chefredakteur der zunehmend an Bedeutung gewinnenden Website Chess-News.Ru gerade alle Zeit der Welt, die schönen Seiten von Istanbul kennenzulernen (aber er findet auch die nähere Umgebung der Schacholympiade einen Fotobericht wert). Auch sein Name hat dieser Tage stark an Bekanntheit gewonnen. Das verdankt er Ali Nihat Yazici. Der Organisationschef der Schacholympiade hat Surow die Akkreditierung verweigert und gleich mitteilen lassen, dass er nicht einmal als Zuschauer zugelassen werde.


Der Deutsche Schachbund muss sein Glück noch abwarten. Nächste Woche könnte die Chance kommen, ohne das Gesicht zu verlieren, die FIDE zu verlassen, wie es sich viele Schachliebhaber angesichts der Eskapaden von FIDE-Präsident Iljumschinow und der im Weltverband grassierenden Korruption wünschen. Wenn es klappt, ist das Ali Nihat Yazici zu verdanken. Der Vizepräsident der FIDE hat an den bevorstehenden FIDE-Kongress den Antrag gestellt, Deutschland auszuschließen


Ali Nihat Yazici versorgt uns mit neuen Episoden in der Endlos-Seifenoper Gute Schachwelt, böser Weltverband. Dafür auch von mir ein ganz persönliches Dankeschön in der FAZ.

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