Who´s that girl?

Katja Golzewa Katja Golzewa Chess-News.ru

Vor einer Woche war Garri Kasparow bei der WM. Als Ehrengast wurde er tituliert. In Wahrheit sollte er arbeiten. Und zwar von allem etwas. Grüßaugust für die VIPs. Zitatespender für die Journalisten. Kommentator für die Onlinezuschauer. Und ein Gruß aus der Vergangenheit für Russlands schachliebende Kinder.

Das Kindersimultan, das auf dem Hof der Tretjakow-Galerie stattfand, war der härteste Teil. Drinnen trennten sich Gelfand und Anand an diesem Tag, es war die sechste Partie, bald remis. Draußen schwitzte der Exweltmeister. Dreieinhalb Stunden brauchte er für die 14 Bretter. Trotz Weiß an allen Brettern hätte er um ein Haar seine erste Simultanpartie seit 2001 verloren. Er konnte von Glück reden, dass er nur zwei Remis abgab. Ein drittes war eigentlich schon auf dem Brett. Er wusste weder die Namen noch die Elozahlen, nur dass keiner über 14 war. Ein Bekannter hatte ihn kurz vor Beginn gewarnt, dass einige der besten Talente Russlands dabei waren. Hinterher schätzte Kasparow die Durchschnittselo der 13 zählbaren Gegner (Nummer 14 war ein Anfänger) auf 2150 bis 2200. "Vielleicht war es so stark besetzt, weil sie sich bei mir für die Pressekonferenz revanchieren wollten", scherzte Kasparow, als er wieder fit war.

Eines der beiden Remis holte eine Neunjährige: Katerina Golzewa aus Nischni Nowgorod. Merken Sie sich diesen Namen. Die sehr empfehlenswerte, weil inzwischen auch Englisch berichtende russische Schachseite ChessNews hat Katja interviewt. Die zwei Remis und das Fast-Remis kann man hier nachspielen.

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