Olaf Steffens

Olaf Steffens

Olaf Steffens, Diplom-Handelslehrer, unterrichtet an einer Bremer Berufsschule. FIDE-Meister seit 1997, ELO um die 2200, aufgewachsen in Schleswig-Holstein. Spielte für den Schleswiger Schachverein von 1919 (moinmoin!), den MTV Leck (hoch an der dänischen Grenze!), den Lübecker Schachverein, die Bremer Schachgesellschaft und nun für Werder Bremen.

Seit 2012 Manager des Schachbundesliga-Teams des SV Werder Bremen.

Größte Erfolge:
Landesmeister von Schleswig-Holstein 1994, Erster Deutscher Amateur-Meister 2002, 5.Platz beim letztenTravemünder Open 2013, und Sieger des Bremer Hans-Wild-Turniers 2018.

Größte Misserfolge:
Werd´ ich hier lieber nicht sagen!

Größte Leidenschaften:
früh in der Partie irgendetwas mit Randbauern und/ oder g-Bauern auszuprobieren und die Partie trotzdem nicht zu verlieren – klappt aber nicht immer.

Freitag, 10 April 2020 12:07

La Deutsche Vita in Verden

Deutsche Meisterschaften beginnen am Freitag

Wenn Ralph Alt den sonnigen Freistaat Bayern verlässt und den Rest des Landes besucht, steht meist ein wichtiges Schachturnier vor der Tür. Denn Ralph Alt arbeitet nicht nur als Richter am Münchner Landgericht - auch beim Deutschen Schachbund hat er als Bundesturnierdirektor eine wesentliche Funktion. Er ist der Mann für die großen Veranstaltungen, und bei den allermeisten, wenn nicht sogar allen nationalen Meisterschaften der letzten Jahre - Schnellschach, Blitzschach, Turnierschach- war er vor Ort und sorgte mit viel Umsicht und einem dezenten bayerischen Flair stets für einen reibungslosen Ablauf.

In ein paar Tagen wird sich der Turnierdirektor einmal mehr auf den Weg machen und die bayerischen Landesgrenzen für einige Zeit hinter sich lassen. Es ruft der Norden, denn in Verden an der Aller beginnen am kommenden Freitag die 85. Deutschen Schach-Meisterschaften!


dresscode
Deutsche Meisterschaft der Schach-Formationen!

Ausgerichtet wird der Wettbewerb in diesem Jahr von gleich zwei Landesverbänden – Schulter an Schulter zeichnen sowohl der Niedersächsische Schachverband als auch der Landesschachbund Bremen für die Durchführung des großen Turniers verantwortlich. Michael S. Langer (Niedersachsen und Deutscher Schachbund), Dr. Oliver Höpfner (Bremen) und Michael Woltmann (Bremen und Deutscher Schachbund) waren die Männer mit der Vision für dieses gemeinsame Turnier, und nach langen Monaten des Vorbereitens, Abstimmens, Arrangierens und Telefonierens ist es nun endlich soweit. Mögen die Züge beginnen!

Unterstützt wird die Veranstaltung im Herzen der norddeutschen Tiefebene maßgeblich von der Toto Lotto Stiftung Niedersachsen (und damit auch ein ganz klein bisschen von mir, denn jede Woche riskiere ich einen Euro zwanzig für Lotto), und dem Apotheken Verbund Koop in Lingen. Danke an die Sponsoren!

Was bisher geschah

JosephBlackburne
Da ist er, Haudegen und zweiter Deutsche Meister: Joseph Blackburne

 

Deutsche Schach-Meisterschaften gibt es ja schon seit einiger Zeit, die Älteren unter uns werden sich erinnern, und tatsächlich begann alles ganz offiziell im Jahre 1879 in Leipzig mit einem Internationalen Schachkongress – was ja allein schon sehr würdig klingt.

Sieger damals wurde der Österreicher Berthold Englisch, bevor zwei Jahre darauf bereits der berühmte Joseph Blackburne den Titel eroberte.
Die 1914 in Mannheim ausgetragene Meisterschaft wurde vom Ausbruch des Ersten Weltkrieges überschattet und musste abgebrochen werden. Ab 1920 war der Wettbewerb nur noch für deutsche Spieler zugelassen, und seit den frühen 1950er Jahren fand das Turnier nicht mehr gemeinsam, sondern geteilt nach Ost (Wolfgang Uhlmann! Rainer Knaak!) und West (Wolfgang Unzicker! Eric Lobron!) statt.

Im Jahr 1991 kam es schachlich zur Wiedervereinigung, und es war Vlastimil Hort, der das erste gesamtdeutsche Turnier in Bad Neuenahr für sich entschied.

Seitdem wird beinahe in jedem Jahr ein neuer Meister ermittelt, und wer oft dabei war, hat schon viel vom Land gesehen – Spielorte waren unter anderem Binz auf Rügen (hübsch!), Bremen (natürlich auch hübsch), mehrmals Altenkirchen im Westerwald, die alte Hauptstadt Bonn und zuletzt immer mal Saarbrücken – dort auch gewann GM Klaus Bischoff im letzten Jahr seinen ersten Titel, den er in diesem Jahr im Norden verteidigen wird.

Die Teilnehmer 2014

Klaus Bischoff Schwetzingen 2013
Klaus Bischoff reist als Titelverteidiger nach Niedersachsen. Hier sieht man ihn als Kommentator bei
der großen Bundesliga-Endrunde in Schwetzingen 2013.


Es sind gut 45 Spieler, die aus nah und fern nach Verden reisen werden. Ein weites Feld also, denn wie jedes Jahr entsendet jeder der 16 Landesverbände seine beste(n) Spieler(in). Hinzu kommen Startplätze für Klaus Bischoff als amtierender Meister, Oliver Müller als Meister des Blinden- und Sehbehindertenschachbundes, Michael Schulz als Deutscher Amateurmeister 2013 und Hagen Poetsch als Dähne-Pokalsieger 2013.

Soviele Meister auf einmal, da müssen sich die übrigen Spieler schon auf Einiges gefasst machen!

Und doch, einige werfen davon unbeeindruckt ihren Hut in den Ring, denn die Kommission Leistungssport nominierte unter anderem noch die Schachprinzen Rasmus Svane, Dennis Wagner und den frischgebackenen Großmeister Matthias Blübaum für das Turnier.

Ergänzt wird das Feld durch Vincent Keymer, Jugendspieler vom SV Gau-Algesheim, der mit seinen gerade einmal zehn Jahren vor einer spannenden Herausforderung steht,durch den Bundespräsidenten (Abt. Schach) Herbert Bastian und natürlich durch Lev Gutman, den früheren WM-Sekundanten von Viktor Korchnoi und als solcher bereits eine Schachlegende.

Abgerundet wird das Feld durch eine ganze Reihe von lokalen Matadoren, die von den beiden ausrichtenden Verbände Bremen und Niedersachsen eine Wilde Karte erhielten. Ungefähr zehn werden es sein - schauen wir mal, wie sie sich bewähren. Die Luft in Verden ist ja nicht nur frisch und klar, sondern auch dünn – vor allem im Turniersaal, und jeder Punkt wird schwer verdient sein.

Aktuelle Liste der Teilnehmer

Das Regelwerk

Kein Schachturnier ohne Regeln, auch beim Deutschen Schachbund ist das so, und was an neuen Richtlinien von der FIDE ersonnen wurde, findet sich in der Ausschreibung für Verden wieder:

  • Keine Handys im Turniersaal – zumindest, wenn man Spieler ist
  • Grundsätzlich kein Remis vor dem 40.Zug
  • Pünktlich sein, pünktlich sein, pünktlich sein – es gilt Nullkarenz zum Rundenbeginn, und wer dann noch nicht auf seinem Stuhl sitzt, hat verloren und kann den Nachmittag im Verdener Pferdemuseum verbringen (Montags aber Ruhetag).

Wer kann Deutscher Meister?

Schach ist ja kein Glücksspiel, und somit haben im Prinzip alle 45 Spieler die Möglichkeit, den Titel zu gewinnen.
Da Schach aber kein Glücksspiel ist, stehen die Chancen für einige Teilnehmer wiederum besser als für andere – ob man das nun fair findet oder nicht.

Zu gewinnen gibt es reichlich Geld, es warten 5.000,- € für den ersten Platz, und als Favoriten für diesen Preis nennen wir in diesem Vorbericht natürlich alle Spieler mit einer hohen ELO-Zahl, als da wären GM Daniel Fridman, Meister von 2008 und 2012, Mannschafts-Europameister gar von 2011, zählt unbedingt zu diesem Kreis, ebenso wie Großmeister Igor Khenkin (er gewann 2011 in Bonn) und die GM Vitaly Kunin und Rainer Buhmann, die beide bereits einmal den Wettbewerb als Vize-Meister beendeten und gleichfalls hochrespektable Wertungszahlen haben.

Schwer einzuschätzen sind natürlich auch die gefährlichen Schachprinzen, mit denen der Schachbund in Verden seinen gestandenen Fachkräften einmal mehr das Leben schwer macht, und wer weiß, auch René Stern aus Berlin, der Stadt der Schachtaktiker, mag ebenso zum erweiterten Anwärterkreis zu rechnen sein.
Und natürlich, natürlich steht auch Klaus Bischoff auf unserem Zettel weit oben, denn zum Einen ist er the one, der im letzten Jahr gewann, er ist eine feste Größe im Turnierschach und kennt durch das stetige Kommentieren von Bundesligakämpfen, Kandidatenturnieren und WM-Kämpfen natürlich alle Tricks und Manöver der Weltspitze. Und das kann in Verden ja nur von Vorteil sein!

Ob auch die anderen Teilnehmer in die vorderen Ränge vordringen können? Wir verden sehen! Und damit kommen wir gleich zum nächsten Punkt, der da lautet …

Als Zuschauer in Verden

mit schwalbe oder so
 Das schöne Salzburger Land - etwas nördlicher und nicht unweit von hier liegt auch Verden

Verden (ausgesprochen Ferden) liegt ebenso auf einer gedachten Linie zwischen Rügen und dem Ruhrpott, und ebenso direkt zwischen Flensburg und dem Bodensee. Kaum ein anderer Ort des Bundesgebietes bietet sich daher für die Deutschen Schach-Meisterschaften so an wie Verden an der Aller - hier laufen alle Linien in einzigartiger Weise zusammen, und das gilt natürlich auch für die Bahnlinien, die von hier aus bis nach Hannover, Bremen, Bad Harzburg, und darüber hinaus bis nach Rom, Istanbul und Wladiwostok führen (Umsteigen aber nicht vergessen).

Eine Reise nach Verden (op plattdütsch: Veern) lohnt ja eigentlich immer, denn wie wir hörten, gibt es dort das Deutsche Pferdemuseum und tatsächlich auch das einzige Denkmal für John Lennon in der gesamten Bundesrepublik (!). Der Vogelpark Walsrode ist ganz in der Nähe, ebenso wie das Wolfscenter in Dörverden – anders als das bei niedersächsischen Hühnern und Schweinen für seine Mastbetriebe gefürchtete Cloppenburger Land bekundet die Region rund um Verden noch eine sympathische Verbundenheit mit der Natur.

An jedem Freitag abend trifft sich der Schachclub Verden und lädt zum Vereinsabend im (Achtung!) Scharfrichterhaus.
Die Deutsche Meisterschaft dagegen wird ausgetragen im Hotel Niedersachsenhof – einer bewährten und behaglichen (wie man so sagt) Location für wichtige Turniere, denn auch das Schachland Niedersachsen trägt hier alljährlich im Januar seine Meisterschaften aus.

Die Partien in dem neunrundigen Wettbewerb beginnen von Freitag an täglich um 15:00 Uhr Verdener Ortszeit. Die letzte Runde am Sonnabend, dem 29. November, wird dagegen schon in relativer Herrgottsfrühe um 11:00 Uhr eröffnet.

Alle Begegnungen werden bundesweit live ausgestrahlt und, wer weiß, im Netz auch ein wenig kommentiert – wenn Klaus Bischoff einen Augenblick erübrigen kann. Hier auf der Turnierseite veröffentlichen wir an jedem Tag Rundenberichte und Fotos.
Was aber der Blick ins Netz oder das geschriebene Wort nur anzudeuten vermag, findet man direkt im Turniersaal – die Spannung am Brett, das Fiebern der Spieler, und die Atmosphäre bei den Partien vor Ort. Ein Besuch im Niedersachsenhof sei hiermit empfohlen – die Reise mag lang und ermüdend sein, doch die Veranstaltung ist es unbedingt wert. Einen Besuch bei der Deutschen Meisterschaft 2014 wird man so bald nicht wieder machen können.

Möge auch der Münchner Bundesturnierdirektor Ralph Alt eine schöne Woche im hohen Norden verbringen, damit es nachher nicht etwa heißt:

Alles Glück dieser Erden
liegt auf dem Rückweg aus Verden. (?)

Hoffentlich nicht. Auf zur DEM nach Verden! Op nach Veern!

Turnierseite des DSB (mit täglichen Rundenberichten)

Interviews mit den Teilnehmern

Dienstag, 07 April 2020 23:05

Werdertigers-Cup: Achtelfinale komplett!

Da waren es nur noch sechzehn - nach aufreibenden und teilweise nervenstrapazierenden Matches Best of Eleven stehen nun die Qualifikanten fest, die es ins Achtelfinale des Tigers Cup geschafft haben. Alle anderen können nach Hause fahren, zum nächsten Event weiterreisen, sich auf die faule Schachhaut legen - whatever. Sechzehn aber müssen weiterarbeiten, und los geht es bereits morgen, am Nachmittag des Mittwochs:

1) Martin Koch - Mohamad Alhamid, Mittwoch 14 Uhr

Süd gegen Nord, Stuttgart-Botnang gegen Delmenhorster SK - gleich die erste Ansetzung verspricht intensives, bundeslandübergreifendes Beharken im Rennen um Hachez-Schokolade und acht Rollen Toilettenpapier. Martin Koch wurde hier in Bremen dem Vernehmen nach erst selten gesichtet, Mohamad Alhamid dagegen fiel bereits durch mutiges, konsequentes Angriffsschach ohne Gefangennahmen auf - Bremer Schachjugend eben, wie man sie kennt und liebt. Freuen wir uns auf dieses Match!

2) Mattes Detjen - Nikolas Wachinger, Mittwoch, 15 Uhr

Grün- weiß gegen weiß-grün, jung gegen sehr jung - hier spielen zwei Werderaner, junge Leute aus der Schachabteilung des Clubs! Deutlich favorisiert hier eher Nikolas, der auch schon in der Bundesliga bravourös zu debütieren wusste, während Mattes sich in seiner jungen Karriere bislang eher auf den Raum Bremen und umzu fokussierte.

3) Jonathan Carlsenstedt (Werdertiger) - Burkhard Atze (SV Markneukirchen), Donnerstag 10:00

Die Favoritenbürde mag hier bei IM Carlstedt liegen, doch wer weiß, im Blitz ist vieles möglich. Burkhard hat auf der Vereinshomepage seine Erstrundenbegegnung ausführlich beleuchtet und erlaubt tiefe Einblicke in das Wettkampfschach - lesenswert.

Auch hier ein Nord-Süd-Duell, live kommentiert von Jonathan live auf www.twitch.tv/werdertigers

4) Andreas Albers (Hamburger SK von 18Uhr30) - Wolfgang Galow (FC Bayern München),  Donnerstag 16:30

Keine großen Worte mehr notwendig, um dieses Klassiker-Duell noch weiter zu beleuchten - Hansestadt gegen Bayern-Metropole, St Pauli gegen Miasanmia - ein großes Blitzduell angesetzt für den Donnerstag!
Wenn Andreas als Mr. HSK ebenso trickreich und spektakulär zu kontern weiß wie in der ersten Runde gegen David Wachinger, stehen uns wieder viele entschiedene Partien bevor!

Wachinger - Albers auf Twitch.tv

Andi3Winning
Theoriehai Andi Albers bei der Vorbereitung auf das Achtelfinale

5) Sören Evering (Papenburg) - Robert Klemm (Bremer SG), Donnerstag 18:00

Emsland gegen Bremerland, Jugend gegen ehemalige Jugend, und zwei schnelle Blitzhände unter sich - hier ist alles offen. Mehr kann man noch nicht sagen!

6) Marco Bode - Olaf Steffens

Ein weiteres Werderaner Duell: Chef des Aufsichtsrats gegen Manager der Schach-Bundesliga .. eine hübsche Ansetzung fürwahr! Marco hat sich in starker Form präsentiert bereits in Runde eins, zack zack, schnelle Züge, starke Züge, kaum Zeitnot, und dann durch mit einem 6:2. Steffens dagegen, zwei Partien, zwei Wackler, das muss noch besser werden. Bis es soweit ist, empfiehlt sich ein strenges Trainingsprogramm - Taktiktricks büffeln, Londoner System üben, und Medizinbälle stemmen mit der rechten Zughand.

Zahar
Bundesliga 2018: Marco Bode unterstützt Zahar Efimenko am zweiten Brett der Bremer

7) David Höffer (Delmenhorster SK) - Leon Niemann (SK Lehrte)

Noch ein gefährlicher Spieler aus DEL, und dann noch jemand, der schon dutzende Male den Werder Monatsblitz gewinnen konnte! Der junge Leon NIemann ist im Vergleich dazu deutlich weniger berühmt für seine Monatsblitz-Dominanz - aber was nicht ist, kann ja noch werden, und außerdem wohnt er ja auch bei Hannover und somit weit, weit weg von Bremen. Wie wird es also laufen? Wir sehen uns das an.

8) Collin Colbow - Stephan Buchal

In dieser von der bezaubernden Losfee mit einem Lächeln aus dem Lostopf gehobenen Paarung spielen wiederum zwei Werder-Internationale gegeneinander - Collin, der erst im Herbst bei der Jugend-WM aufgelaufen ist, gegen Stephan, der selbiges noch im März bei der Seniorenmannschafts-WM tat! Die beiden kennen sich gut, waren schon bei vielen Turnieren gemeinsam, und sehen sich nun im Achtelfinale. Ein virtueller Knaller!

Alle Begegnungen werden (so weit es möglich ist) live übertragen und kommentiert bei www.twitch.tv/werdertigers. Schaut vorbei und chattet ein bisschen mit der Runde - es ist wirklich nett.

Die zeitliche Ansetzung der Paarungen 5) bis 8) entnehmt bitte der Turnierseite, zusammen mit allen weiteren Informationen.

Und .. als Gruß und in Gedanken an Italien und viele andere Länder, die in diesen Zeiten der Corona-Krise durch furchtbare Wochen gehen, eine Erinnerung an schönere Tage - die hoffentlich bald wiederkommen werden.

Der Werdertigers-Cup, online ausgetragen als kleines Pflaster in schwierigen Corona-Zeiten, hat begonnen. 32 Spieler aus nah und fern (je nachdem, von wo man guckt) sind angetreten, um im Rennen um eine Achterpackung Toilettenpapier, ein Saftset "Lütts Landlust", eine Packung Bremer Hachez-Schokolade und - wohl der systemrelevanteste Preis - eine erlesene Packung Jacobs Krönung Kaffee ausgiebig zu punkten.

Gespielt werden im Tigercup jeweils Minimatches über 11 Blitzpartien im zeitlos klassischen, schönen 5 + 0 Modus, bei denen die nächste Runde erreicht, wer zuerst 6 Punkte einfahren kann. Und das ist es auch schon. Simple Chess!

Im Feld der Kombattanten finden sich zahlreiche prominente und spielstarke Meister aus Gegenwart und Zukunft, aus Bremen und umzu sowie überregionale Schachfachkräfte aus bundesdeutschen Landen:

- Andi Albers vom ruhmreichen Hamburger SK (nur der HSK!)

- Jörg Wengler, Elena und Wolfgang Galow sowie Dieter Oddey vom FC Bayern München (da sagen wir allerdings: nur der HSV!)

- Sowohl als Bremer (und umzu) als auch als überregionale Kräfte: Blitzschachungeheuer David Höffer und der pfeilschnelle Mohamad Alhamid vom glorreichen Delmenhorster SK!

- aus dem fernen Emsland schaltet sich dazu Sören Evering (SC Papenburg!)

- und Ehrengast aus dem Württembergischen: Daniel Häußler vom SC Ostfildern!

- last but not least: Martin Koch (SC Botnang) und Burkhard Atze (SV Markneukirchen)

- zahlreiche BremerInner und Werderanier, dabei unter anderem Nikolas und David Wachinger, Jonathan Carlstedt (HSK! ?... SVW!?), Collin Colbow, Stephan Buchal, Fabiano Brinkmann

Ein wenig wurden die virtuellen Schachfiguren bereits bewegt und geshuffelt - und wer möchte und sich nervenstark genug fühlt, kann sich die Best of Eleven - Matches noch einmal in voller Länge reinziehen im Rahmen der Live-Berichte im Werdertigers-Kanal!

Fridtjof Wortmann - Wolfgang Galow

Watch streaming on lichess.org Werdertigers-Cup Wortmann-Galow 30th of march 14.00, join our live commentary! from werdertigers on www.twitch.tv

Yannek Nyenhuis - Stephan Buchal

Watch lichess.org german internet ch. Saturday 28th of march. Come and join us for live commentary at 16.00! from werdertigers on www.twitch.tv

Die Live-Berichte bei www.twitch.tv/werdertigers werden natürlich fortgesetzt - Jonathan Carlstedt und Olaf Steffens senden so gut es geht von allen Begegnungen, die Ansetzungen findet Ihr im untenstehenden Link. Schaut einfach mal rein, und grüßt gerne die diensthabenden Moderatoren!

Turnierseite (danke! an Admin Udo Hasenberg für das Einrichten sowie die ausdauernde Pflege und Aktualisierung!)

Ansetzungen heute, mit Live-Kommentierung

12:00 Aniko Gross - Jonathan Carlstedt

15:00 Tim Zimmer - Sören Evering

Große Zwischenrunde der Deutschen Schach-Internetmeisterschaft - 13 intensive Runden, wir übertragen erneut live, und versuchen, mit Collin Colbow und Jonathan Carlstedt auch die Bremer Spieler gut im Blick zu behalten. (Und ebenso Dimitrij Kollars - ja ebenfalls ein alter Hanseat!)

Die ersten Acht qualifizieren sich für die Endrunde im Mai.

Los geht es um 16:00 bei

www.twitch.tv/werdertigers

Werdertigers bei der zweiten Vorrundehttps://www.twitch.tv/videos/568551990

Vorbericht zur Zwischenrunde
https://www.schachbund.de/news/vorschau-auf-die-zwischenrunde-der-deutschen-schach-internetmeisterschaft.html

Dienstag, 24 März 2020 14:18

Macht mit beim Werdertigers-Cup!

Die Corona-Zeit treibt kreative Blüten, auch beim SV Werder. Die Schachabteilung des SV Werder Bremen veranstaltet einen eigenen Internet-Cup als K.O.-Turnier. Macht mit und habt Spaß! Wir wollen euch zu einem Online Turnier Bremen-Werdertigers-Cup einladen:

Idee?

Wir alle sitzen zuhause, weil Corona uns dort fesselt. Lasst uns also in freundlicher Atmosphäre ein kleines Turnier online spielen.

Modus?

K.O.-Turnier, maximal 64 Teilnehmer.
Bedenkzeit 5 + 0

Anmeldung:

bis Freitag, 27.März, 12:00 Uhr an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Wo?

Im Internet, sei es bei playchess, chess.com, chess24 oder lichess. Je nach dem worauf ihr euch mit eurem Gegner einigt.

Ablauf:
 

  • Anmeldung bis zum 27.3.2020 um 12:00 Uhr bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

  • Auslosung bis 27.3. (Zufällig, wie in den folgenden Runden auch!)

  • 27.3. Spieler werden über ihre Gegner informiert, mit jeweiliger Mailadresse.

  • Bis 30.3. Spieler einigen sich auf Termin und Plattform und informieren Jonathan Carlstedt über Tag, Uhrzeit, Plattform und Benutzernamen auf der Plattform.

  • Bis 12.4. Alle Runden müssen gespielt werden. Die Verlierer sind leider ausgeschieden.

  • 13.4. Auslosung nächste K.O.-Runde. Spieler werden über ihre Gegner informiert, mit jeweiliger Mailadresse.

  • Bis 15.4. Spieler einigen sich auf Termin und Plattform und informieren Jonathan Carlstedt über Tag, Uhrzeit, Plattform und Benutzernamen auf der Plattform.

  • Bis 22.4. Alle Runden müssen gespielt sein.

  • 23.4. Auslosung nächste K.O.-Runde. Spieler werden über ihre Gegner informiert, mit jeweiliger Mailadresse.

  • Bis 25.4. Spieler einigen sich auf Termin und Plattform und informieren Jonathan Carlstedt über Tag, Uhrzeit, Plattform und Benutzernamen auf der Plattform.

  • Bis 30.4. Alle Runden müssen gespielt sein.

  • Je nach Teilnehmerzahl geht der Zeitplan so weiter.


Matches:

Jedes Match wird als „best of 11“ gespielt, also bis der Erste 6 Punkte erreicht hat. Sollte es 6:6 (oder 5,5:5,5) stehen entscheidet die nächste Gewinnparte.

Sonstiges:

Wir werden versuchen jedes Match bei www.twitch.tv/werdertigers zu kommentieren. Es wird davon ausgegangen, dass jeder so viel Zeit mitbringt, dass ein Termin gefunden werden kann.
Mit der Anmeldung erklärt sich jeder Spieler bereit, dass sein Klarname im Zusammenhang mit dem „Bremen-Werdertigers-Cup“ und während der Live-Kommentierung genannt wird.

Preise: Sachpreise: Bisher Hachez-Schokolade, ein Landlust Getränke-Geschenkset, eine schöne Packung Jacobs Krönung und eine Achterpackung Klopapier.

Meldet euch an und habt Spaß!

Turnier-Information bei Werder:

https://www.werder.de/schach/aktuell/informationen/news/2020/svw-20200320-car/

Turnierseite

 

Watch 20.00 on monday the 16th of march. Sitting home asking yourself what to do? Tune in for the live commentary of the german internet ch! from werdertigers on www.twitch.tv

 

Neulich noch Biergarten, heute schon Ausgangssperre, Grenzen dicht, Reisewarnung. Es ist nicht einfach, sich so schnell auf die neuen Gegebenheiten einzustellen, mögen sie (hoffentlich) auch nur relativ vorübergehend sein.

Als eine der wenigen Sportarten auf der Nordhalbkugel kann Schach - von jeher ja eine Art Hinterzimmersport - nach wie vor betrieben werden. In Jekatarinenburg spielen die acht Weltmeisterkandidaten "vor ohne Publikum", und die deutsche Schachszene wirft sich ins Internet, um allabendlich die Figuren über den Bildschirm zu jagen. Es lebe das weltweite Netz! Um wie viel trüber und verunsichernder wäre der Alltag, wenn nicht zumindest das Internet noch funktionieren würde?

So aber gibt es

- das Findorffer Online-Blitz- und das Online-Schnellschachturnier,

- das Lichess-Teamblitzen (2 Stunden am Stück, die Punkte der fünf besten BlitzerInnen eines Teams werden addiert, und man kann in andere Ligen auf-und absteigen - interessant, aber auch ein wenig wie Blockchain-Arbeit, nur dass man keine Bitcoins, sondern im Dreiminutentakt Punkte für sein Team produziert. Trotzdem, ein hübscher Team-Modus - danke an Jeffforever!)

- und neben vielen anderen Veranstaltungen und Quarantäne-Turnieren die Deutsche Schach-Internetmeisterschaft 2020. Morgen abend geht es weiter, Samstag 20:00 Uhr mit der dritten Vorrunde!

Watch 20.00 on monday the 16th of march. Sitting home asking yourself what to do? Tune in for the live commentary of the german internet ch! from werdertigers on www.twitch.tv

Das war es dann aber auch schon fast - kleine Ausflüge für den Kopf, bevor man sich wieder in der coronageschüttelten Wirklichkeit wiederfindet.

Noch nicht lange ist es her, da konnten wir an den Strand gehen, wenn wir mochten, im Café bummeln, einkaufen, unterrichten, uns bei der Arbeit mit KollegInnen treffen, Fußball gucken in der Menge - und niemand musste große Sorge haben für eine Ansteckung. Days long gone. Vorerst jedenfalls.

Aus besseren Tagen hier ein alter Schachwelt-Report aus dem Reise-und Schachsommer 2012. Ein Blick in die Vergangenheit - und zur Olympiade in Istanbul. Das deutsche Team stand seinerzeit schon fest, und wider Erwarten nicht berücksichtigt wurde Frank Hoppe aus Berlin - einer der Großen seiner Zunft, leidenschaftlicher Schach-Artist und ein Motoren des Deutschen Verbandsschach, nicht zuletzt als Admin durch seine passionierte Pflege der Schachbund-Internetpräsenz.

Das Leben war selten einfach, hierzulande und noch weniger in der Welt, für Menschen und vielleicht noch weniger für Tierwelt und Natur (auch und nicht zuletzt durch das Wüten von uns Menschen). Hoffen wir, wenn auch naiv, dass alles und dass es für alle irgendwann mal beser wird.

Kleine Rückschau also nun, zurückgeträumt, in etwas unbeschwertere Tage!

 

Wer darf mit nach Istanbul?

(Mit Olympia-Tippspiel!)

Frank Hoppe
Frank Hoppe, verdienter Beinahe-Nationalspieler und Admin

Sonne, Oliven, türkischer Kaffee und Bosporus - am nächsten Montag beginnen die olympischen (Schach-) Spiele in Istanbul. Das ist eigentlich schön. Doch wollen wir vor diesem wichtigen Ereignis nicht länger verschweigen, dass es auch einen Wermutstropfen gibt, der sich für Frank Hoppe (SK Berolina Berlin) und mich (SV Werder Bremen) wie ein Schatten über dieses sonnige Festival des Schachs gelegt hat. Denn wie schon in den Jahren zuvor sind Frank und ich auch dieses Mal nicht für den Kader der Nationalmannschaft nominiert worden. Andere dürfen hinfahren nach Istanbul, wo das Turnier der Turniere schon in wenigen Tagen beginnt. Wir jedoch müssen wieder hierbleiben und können nur aus der Ferne zuschauen.

Zwar gräme ich mich nicht, denn ich hätte dem Bundestrainer ohnehin absagen müssen. Schon seit einiger Zeit war ich für ein Open in Bayern angemeldet und hatte auch das Startgeld dafür bereits überwiesen.
Bei Frank Hoppe allerdings stößt die Nicht-Nominierung zumindest bei mir auf Unverständnis – immerhin ist er Webmaster des Deutschen Schachbundes, ein feiner Kerl und betreibt den sehr lesenswerten Blog Schachbulle.de. Er würde bestimmt einen prima Nationalspieler abgeben, zum Beispiel in einer Partie Hoppe – Nakamura.
Frank hätte für uns vom schönen Bosporus berichten und neben Arkadij Naiditsch, Georg Meier, Daniel Fridman, Igor Khenkin und Jan Gustafsson als sechster Spieler in Istanbul für die deutschen Farben spielen können.

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Eine schier unübersichtliche Anzahl an Pokalen und wertvollen Ehrenpreisen konnte Hoppe in seiner Karierre gewinnen. Im rechten Arm hält er Mr. Oizo, einen erlesenen Plüschteddy, den er einst im Buxtehuder Oizo-Memorial davontrug.

Auch dieses Mal haben Frank und ich es wieder erst aus den Schachzeitungen erfahren, dass wir im Team nicht dabei sind. Kein guter Stil, aber nun ja, was soll man tun? Das Leben ist manchmal so. Wir drücken den deutschen Teams natürlich trotzdem die Daumen!
Und immerhin bleibt uns noch die vage Hoffnung auf das kühle Norwegen, wo 2016 die nächste Olympiade stattfinden wird.-

Der Schachbund hatte vor dieser Olympiade eine sehr sympathische Idee und schickte einen Fragebogen an die deutschen Olympioniken. Die Interviews sind auf der Homepage des DSB zu sehen – dort stellten sich bereits Elisabeth Pähtz, Marta Michna, Melanie Ohme und Elena Lewuschkina den Fragen, und auch Arkadij Naiditsch, Georg Meier, Emanuel Lasker und der Hanseate Jan Gustafsson haben geantwortet.

Als kleinen Trost für die erneute Nicht-Nominierung möchteSchachwelt.de Frank Hoppe, unserem Nationalspieler der Herzen, heute symbolisch ebenfalls den Olympia-Fragebogen des DSB unterbreiten.

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Nationalmannschaft, Olympiade, Personalien

frank hoppe

Der um die 40-jährige Frank Hoppe zählte schon immer mal zum gefühlten Stammkader der deutschen Nationalmannschaft der Herren. Der mehrfache Vereinsmeister des SK Berolina Mitte lebt im schönen Berlin und betreut dort unter anderem den Webauftritt des Berliner Schachverbandes.

Unserer Internetredaktion beantwortete er - wie bisher schon sieben Olympiakader vor ihm - einen kleinen Fragekatalog.

 

 

  • Was für Ziele haben Sie bei der Schacholympiade in der Türkei?

Meine Pläne für Ende August haben sich mit der Nichtnominierung in Luft aufgelöst. Ich weiß absolut nicht, warum ich für Istanbul nicht berücksichtigt wurde. Ich habe mir all die Jahre nichts zu Schulden kommen lassen. Weder habe ich böse Worte gegen den Bundestrainer verloren, noch bin ich jemals betrunken am Brett eingeschlafen. Ich versuche mit jedem gut auszukommen und bin ein rundum pflegeleichter Spieler.
Vielleicht bin ich ja zu alt. Dabei bin ich doch erst 47. Warum darf Igor zur Olympiade und ich nicht?!

  • Wie bereiten Sie sich vor?

Warum müssen Sie den Finger in die Wunde drücken?! Istanbul ist Geschichte. Außerdem bereite ich mich generell nicht vor. Wäre ich nominiert worden, hätte ich vielleicht ein paar Bulletpartien gespielt.

  • Achten Sie eventuell auch auf besondere Ernährung oder treiben Sie Ausgleichssport?

Oh ja. Eine gesunde Ernährung hat bei mir höchste Priorität: Morgens zwei XXL-Schnitzel mit Kartoffelsalat und zwei Stück Kuchen. Danach habe ich aber immer das Problem, daß der Kalorienbedarf für den Tag gedeckt ist. Was soll ich dann mittags und abends essen?

Okay, Sie sagen jetzt, dann muß man eben Sport machen um noch Platz für ein paar Kalorien zu haben. Aber ist Schach denn kein Sport ...?! Nein? Ich dachte... - Zählt Bus- und Bahnfahren als Ausgleichssport? Stressig genug ist das ja in Berlin.

Moment. Da fällt mir doch noch was ein. Letztens war ich im Fitnesstudio. War ziemlich voll der Laden und leider keine Geräte frei. Ich konnte deshalb nur meiner eigentlichen Aufgabe nachgehen - und den stehengebliebenen Fahrstuhl wieder in Gang setzen. Aber die Fitnessluft konnte ich schon mal schnuppern. War nicht so angenehm. Wer weiß, ob ich in so einen Laden nochmal reingehe.

  • Sie erfahren erst wenige Stunden vor der Partie, wer Ihr Gegner ist. Wie stellen Sie sich in der kurzen Zeit noch auf ihn ein?

Ich hoffe Ihre Frage ist kein Seitenhieb auf Istanbul...

Mich interessiert generell nicht, wer oder was mein Gegner ist oder welche Farbe ich habe. Falls ich trotzdem eine solche Information vorher bekomme, schaue ich nur ganz kurz in meine Datenbank. Ist mein Score positiv, lege ich mich wieder hin. Ist mein Score negativ, versuche ich meinem Gegner bereits vor Partiebeginn ein Friedensangebot zu machen.

  • Wen sehen Sie in der Favoritenrolle bei dieser Schacholympiade?

Normalerweise Deutschland. Aber ohne mich werden die wohl nichts reißen. Chancen hätte aber auch diese Adipösen-Truppe gehabt - wenn ich dabei gewesen wäre. Mit inzwischen nur noch 157 Kilo habe ich aber nicht mehr genügend Gewicht mitgebracht und das Nominierungskriterium nicht erfüllt.
Auch die Blinden und Gehörlosen hätten von mir profitiert - doch auch bei denen wurde ich nicht berücksichtigt. Dabei sagte meine Frau immer, ich sei blind und höre schwer. Deshalb bin ich vielleicht auch ihr Ex-Mann...

Da diese vier Mannschaften für eine vordere Plazierung aus den genannten Gründen nicht in Frage kommen, werden wohl Gambia, Venezuela und San Marino die Medaillen unter sich aufteilen. Bei den Frauen rechne ich mit Burundi, Französisch-Guyana und den Bahamas auf den vorderen Plätzen.

frank hoppe 3b-samson pokale3

Weil in den Vitrinen nicht mehr genug Platz ist, verschenkte Frank Hoppe bereits viele Trophäen an seine Fans.
(Anmerkung des Autors: Hallo Frank, ich hätte
bei Gelegenheit Interesse an dem Insektenspray.)

  • Gegen wen würden Sie gerne spielen und warum?

Oh ja, Nakamura wäre schon ein Traum! Statt einer einzelnen Partie würde ich aber lieber mit ihm blitzen. Er soll ja angeblich noch stärker Blitzschach spielen als ich. Die, die das behaupten, haben mich aber noch nie am Brett gesehen. Ich glaube, so schnell ist mir keiner ebenbürtig - auch Naka nicht!

  • Wie sehen Sie die Chancen bei der Schacholympiade für die deutsche Frauen- und die Männermannschaft?

Wenn meine Geschlechtsgenossen Glück haben, kommen sie vielleicht unter die ersten Zehn. Ich traue ihnen auch einen Achtungserfolg gegen San Marino zu. Ein 2:2 sollte auch ohne mich drin sein.

Unsere Damen werden so etwa auf Platz 15 bis 20 landen. Mit Ketino und Zoja würde mehr drin sein. Aber ich wiederhole mich: Die Alten und Erfahrenen sind nicht mehr so ganz begehrt.

  • Bei der Schacholympiade wird beiden Teams ein Eröffnungstrainer zur Verfügung gestellt. Wie wichtig ist das für Sie?

Grundsätzlich ist das völlig in Ordnung. Ich lasse mir aber nicht gern in meine Varianten hineinreden. Meine Eröffnungsbibel ist seit meiner Kindheit das "ABC des Schachspiels" - dieses DDR-Lehrbuch von Awerbach. Da lasse ich nichts drauf kommen.

  • Wie oft haben Sie schon bei einer Schacholympiade teilgenommen?

Einmal. 2008 als Fotograf in Dresden.

Vielen Dank für das Gespräch!


****************************************************

Liebe Leserinnen, liebe Leser, hallo Schachspieler,

auch zu dieser Olympiade veranstalten wir wieder ein spannendes Tippspiel. Die Frage ist ganz einfach: 

Welchen Platz belegt das deutsche Olympia-Team der Herren bei der Olympiade 2012?

Tipps können bis zum kommenden Montag, 27.August 2012, 14:15 Uhr Bremer Ortszeit, hier als Kommentar eingeschickt werden. Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los.

Zu gewinnen gibt es ein feines Schachbuch ("55 feister Fehler" von Robert Hübner, siehe auch Schachwelt-Artikel Oldhand Robert Hübner...) aus dem Schachwelt-Buchversand, freundlich gesponsort von unserem Blog-Chef Jörg Hickl. Weitere kleine Preise (CD, Kekse) werden unter allen Einsendern verlost.

Wir wünschen viel Spaß beim Tippen!

Sonntag, 15 März 2020 11:36

Werdertigers am Montag bei der DSIM

Jonathan Carlstedt und ich senden seit einiger Zeit verschiedentlich bei Twitch und den Werdertigers für Bundesliga, Werder und so Sachen:

www.twitch.tv/werdertigers

Für die morgige zweite Vorrunde der Deutschen Internetmeisterschaften (Montag, 16.März) kommentieren wir die beinharten neun Runden beinhart live ab 20 Uhr. Auch einige Großmeister sind mit in the house:

https://www.schachbund.de/news/zweites-turnier-der-internetmeisterschaft-am-16-maerz-mit-bluebaum-und-meier.html

Vielleicht können wir in diesen coronatrüben Zeiten ein bisschen mithelfen, den Zusammenhalt und Austausch auch in der Schachgemeinde zu bewahren (so lange das Internet noch läuft ..). Bis wir uns dann alle wiedersehen, live und mit Holzfiguren! owensmall

Schach mit Holzfiguren - wenn das wieder geht, ist schon viel gewonnen

Es gab ja verschiedentlich sehr kritische Rückmeldungen zu Turnier, Format, Sicherheit und Außendarstellun/ Vermarktung - das alles hat auch seine Berechtigung und sollte bei weiteren Turnieren in der Zukunft unbedingt berücksichtigt werden.

https://www.schach-welt.de/BLOG/blog/ist-expandiert

https://perlenvombodensee.de/2020/03/09/falsches-spiel-im-schneckenhaus/

Für den Augenblick möchten wir das aber nicht so hoch hängen. Ohne naiv sein zu wollen - Hauptsache, man kann jetzt ein bisschen Schach spielen ...!

Moin aus Bremen, und bleibt gesund.

Donnerstag, 12 März 2020 14:39

Corona: Bundesliga ruht für Wochen

Reisewarnungen, ausgefallene Flüge, Großmeister aus fernen Landen, die fürchten, nach dem Wochenende nicht wieder einreisen zu können - keine guten Rahmenbedingungen für ein unbeschwertes Liga-Wochenende.

Nach vielerlei Absetzungen im deutschen Eishockey, in der NB, nach Geisterspielen im Fußball folgte nun heute auch eine Absage für die erste Schachbundesliga - am Samstag und Sonntag wären die nächsten Runden gewesen.

"Liebe Schachfreunde,
 
der Vorstand des Schachbundesliga e.V. hat heute, am Donnerstag den 12. März, beschlossen, den Spielbetrieb der 1. Schach-Bundesliga ab sofort und bis auf weiteres zu unterbrechen. Dies betrifft zunächst die Spieltage am 14./15. März 2020 sowie am 04./05.04.2020. Wann die betreffenden Runden nachgeholt werden können, kann derzeit noch nicht festgelegt werden.
 
Uns ist diese Entscheidung wahrlich nicht leicht gefallen, zumal sie sehr kurz vor einem Doppelspieltag erfolgt. Der Schutz der Gesundheit aller Beteiligten hat für uns jedoch höchste Priorität. Hinzu kommt, dass sich die Lage auch mit Blick auf Restriktionen und Reisebeschränkungen hinsichtlich der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus insbesondere seit dem gestrigen Tage erheblich verschärft hat, so dass wir diese Entscheidung heute treffen mussten.
 
Wir bitten um Ihr Verständnis.
 
Mit besten Grüßen
 
Markus Schäfer
Präsident Schachbundesliga e.V.

https://www.schachbundesliga.de/bundesliga/schach-bundesliga-unterbricht-den-spielbetrieb-wegen-coronavirus

 

Donnerstag, 05 März 2020 23:44

Bewegte Bilder: Der Pokal hat immer Recht

Deutscher Viererpokal 2020 in Bremen an der Weser!

Wir testen erst ein bisschen die Akustik, und losen schon einmal vorsorglich aus. Los geht's am Samstag!

https://www.schachbund.de/dpmm2020.html

www.werder.de/schach

Übertragung live bei

www.twitch.tv/werdertigers

Montag, 02 März 2020 16:41

Deutscher Viererpokal - in Bremen!

Surprise, surprise - Werder Bremen steht unter den letzten 16 im Deutschen Vierer-Mannschaftspokal. Ein guter Grund, um das nun anstehende Achtelfinale gleich in Bremen auszurichten. Und das Viertelfinale auch!

Los geht es am kommenden Samstag, 07 März, 14 Uhr in the clubraum, Hemelinger Straße 17, und dann am Sonntag, 08 März, 10 Uhr, in the clubraum, too.

Zu Gast bei Werder Bremen sind tolle Teams aus der ganzen Welt, wir verbringen den Samstag mit der SG Leipzig, dem früheren Bundesligisten SV Lingen, und Bavaria Regensburg. Am Sonntag werden dann nur noch zwei Mannschaften im Rennen sein - so ist es im Pokal. Der Sieger des Sonntags zieht ein in das deutsche Halbfinale.

https://www.schachbund.de/dpmm2020.html

https://www.schach-welt.de/BLOG/blog/der-pokal-hat-immer-recht-werder-im-achtelfinale

Wenn alles gut geht, senden wir am Samstag auch bei www.twitch.tv/werdertigers - doch vor Ort und mit echten Menschen ist es natürlich noch einmal doppelt so gut. Kommt vorbei und unterstützt den Werder-Vierer - wir können jeden Support gut gebrauchen! (Und Kaffee gibt es auch!)

Beim Herumstöbern im weltweiten Internet stolperten wir soeben über einen etwas älteren Artikel, bei dem es - große Überraschung! - um Schach geht. Und um Werder! Und um die OSG Baden-Baden - was für ein Zufall, denn just am kommenden Wochenende kommt Baden-Baden ja vorbei im Clubraum Nord des SVW.

 Bremen schlägt Baden Baden

Vor vier Jahren hat Grün-Weiß Bremen also mal gewonnen gegen den siegesverwöhnten Schwarzwald-Achter. Ist schon lange her. War aber schön!

Und in 2020, in der ganz aktuellen Gegenwart? Was soll man sagen: es wird schwer genug für Team Hansestadt! Denn:

- die Fußballer des Vereins lummern zur Zeit noch auf einem eher unteren Tabellenplatz in der Bundesliga - wie soll man sich da redlich auf Schach konzentrieren? (anders sieht es aus, natürlich, ist man als Werderaner ein Freund des HSV. Aber selbst dann, hansestädtische Solidarität, das KANN einen nicht kaltlassen mit den Werderanern gerade. Los geht's, Jungens, spielt wieder so wie früher!)

- Mit Baden-Baden kommt am Sonntag eine herkulische Mannschaft zu Besuch, die offenbar nur äußerst ungerne verliert. Dennoch, man kann sie schlagen - Breaking Bad(en- Baden) ist möglich! Wird aber wahrlich nicht so einfach für wackere Werderaner, denn der Badener Kapitän Sven Noppes hat sein Team mit Sicherheit gut eingestellt.

- Am Samstag tritt schon das Badener- Badener Bruderteam von den SF Deizisau in Bremen an - gute Leute dort, gewiefte Meister, mal gucken, wie wir Bremeraner da mithalten können, denn der Deizisauer Erste Vorsitzende Sven Noppes hat die Spieler seines Vereins sicherlich gut eingestellt.

Knifflig aber: unsere Aufstellung mag dadurch am Samstag für das Wochenende schon verraten sein, und Team Baden-Baden kann sich dann bis zum Sonntag hübsch darauf vorbereiten, wenn sie wollen. Wir dagegen - wissen bis Sonntag früh um achte nichts über das Badener Lineup, alles bleibt im Nebel. Einfacher wird es dadurch nicht (Schönen Dank nach Lingen!). Die Mannschaftspunkte aber, das wäre schön, sollen doch gerne im Norden bleiben. Nützt ja nix!

 Bundesliga Februar 2020 Zu Gast im Clubraum

Im Rahmen einer fairen Analyse soll hier natürlich auch untersucht werden, was denn für Werder spricht am nächsten Wochenende. Da muss es doch irgendwas geben? Na KLAR:

- Coach Carlstedt ist vor Ort - damit sind gute Vibrations auf grün-weißer Seite schon einmal garantiert. Soll man nicht unterschätzen sowas.

- Wir übertragen aller Voraussicht nach live bei Twitch und den Werdertigers - man kann also (nur für Werder) auch im Internet und von weit weg die Daumen drücken. Wir freuen uns!

- Heimvorteil! Heimvorteil! In den mit viel Werder-Spirit aufgeladenen Clubräumen kennen wir uns im Gegensatz zu Caruana, Shirov, Yifan Hou und möglicherweise Jan Gustafsson bestens aus, denn in der Hemelinger Straße spielen wir an denselben Tischen und an ebenjenen Stühlen ja seit Jahr und Spieltag allerlei Turniere. Neulich noch Monatsblitz, Sonntag schon Aronian!

 

WErdertigers4

 Don't mess with the Werdertigers

Damit steht es, genau nachgezählt, 3 : 3 zwischen Baden, Baden, Werder und Bremen. Wir wollen aber gewinnen, und darum noch zwei Vorteile für Nord:

- die Bremer Fußballer spielen am Samstag direkt nebenan im Weserstadion! Das wird man im Clubraum spüren, auch am nächsten Tag noch. Volle Lotte!

- wir können mit den grün-weißen Farben, Postern, Plakaten und ganzkörpergrün eingekleideten Fans im Vereinsheim besser umgehen als unsere süddeutschen Gäste - es sind ja schließlich unsere Vereinsfarben! Für alle anderen, selbst für hartgesottene internationale GMs, mag es schwerer sein, sich in der kurzen Zeit an das massive Werdergrün zu gewöhnen. Und Sonnenbrille? Ist nicht!

Und damit: neuer Spielstand 5 : 3 für Werder Bremen gegen Baden-Baden. Wenn das mal nichts ist! Sehr schön, nun kann ich mich eine Woche auf die beiden Spiele gegen Süd freuen. Und sollten wir doch untergehen? So be it.

Kommt vorbei, wenn es heißt: Willkommen Deizisau, und willkommen Baden-Baden - wir freuen uns, dass Ihr nach Bremen kommt! (Schade allein, dass Lingen nicht mehr dabei ist.)

PS: Der Eintritt ist frei für alle, die im Werder-Oberteil kommen.

Liebe Schachfreunde,

ein beinhartes Liga-Wochenende wartet auf das Bundesliga-Team des SV Werder. Nach dem abrupten Rückzug des SV Lingen wird der SVW nun die kommende Runde in Bremen austragen, mit den folgenden Paarungen:

22.Februar, 14:00    Werder Bremen - SF Deizisau

23.Februar, 10 Uhr   Werder Bremen - OSG Baden-Baden

Bundesliga Februar 2020 Zu Gast im Clubraum

Mehr bärenstarke Weltklasse geht fast nicht - hohe ELO-Dichte und viele weltbekannte Großmeister sind garantiert.

https://www.schachbundesliga.de/tabelle/567/517#tabs-0-center-1

Wer weiß, wer auflaufen wird ...Caruana, Aronian, Anand, McShane, Fressinet, Shirow? Kommt vorbei und werft vor Ort einen Blick - es lohnt sich!

Gespielt wird in der Werderburg, unserem Vereinsheim in der Hemelinger Straße 17, 1.Etage. Der Eintritt ist frei für alle Fans, die im Werder-Oberteil auflaufen! (sonst 6,-€ voll und 3,-€ ermäßigt)

Es gibt eine Kommentierung vor Ort durch Werder-Trainer IM Jonathan Carlstedt und (ein bissschen) FM Olaf Steffens, und aller Voraussicht nach auch live  im Netz bei den Werdertigers. Vor Ort ist aber besser! :-)

Wir freuen uns auf Euch - helft uns, die Punkte in Bremen und im Norden zu behalten!

Olaf Steffens

Bundesliga bei Werder Bremen

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 Stundenlange Schwerstarbeit - im November 2019 im Bremer Kaffeequartier

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am kommenden Freitag ist es soweit: 20 SpielerInnen aus Bremen und umzu treten an gegen die beiden Werder-Bundesligaspieler Großmeister Gennadiy Fish und IM Gerlef Meins, die gegen die Bremen All Stars ein Doppelsimultan austragen werden.
Sowohl Gennadiy (seit 15 Jahren im Bundesligateam) als auch Gerlef (seit 25 Jahren (!!) Bundesliga-Spieler bei Werder, wow!) durchlaufen das Rund in einem Doppelsimultan, ziehen dabei abwechselnd und ohne sich über die Züge des anderen auszutauschen. Das macht die Sache nicht einfacher, aber hey, wozu ist man IM und GM? 

Hier ein Update zu dieser Veranstaltung, zusammen mit der Aufstellung des Bremer Teams. ZuschauerInnen sind natürlich herzlich willkommen!

Liebes Bremen All Stars Team,

wir freuen uns, dass Ihr am kommenden Freitag abend mit dabei seid und für unsere langjährigen Bundesliga-Spieler IM Gerlef Meins und GM Gennadiy Fish eine renommierte Simultanrunde bildet.

Das große Simultanspiel ist auch für die beiden Meister ein ungewöhnliches Ereignis, und wer weiß - bei einem Doppelsimultan ist alles möglich!

https://www.werder.de/schach/aktuell/informationen/news/2019/svw-20191125-car/
Simul4

 Große Schachzüge bei Andreas Calic - Luke McShane/ Tomi Nybäck 1/2 : 1/2 im November 2019

Hier noch einmal der Plan für den Abend in der Werder-Burg (Hemelinger Straße 17, Vereinsheim, 1.Stock):

18 Uhr  Begrüßung durch Werder-Abteilungsleiter Dr. Oliver Höpfner

im Anschluss: In grün-weißem Dress an schwarz-weißen Brettern - Als Bundesligist bei Werder

Anekdoten und Partien aus der Bundesliga von Gerlef Meins (25 Jahre Bundesliga bei Werder!) und Gennadiy Fish (15 Jahre Bundesliga bei Werder, UND Mannschaftsführer seit 2012!)

gegen 19 Uhr   Einladung zu einem kleinen Imbiss

gegen 19:15/19:30  Doppelsimultan an 20 Brettern

(und am Wochenende dann - Schachbundesliga im Finanzzentrum der Bremer Sparkasse Am Brill!   

Bundesliga Februar 2019

Erst Simultan, dann Bundesliga - viel Schach im hohen Nordwesten

Damit Ihr wisst, wer sich links und rechts von Euch im All Star Team tummelt, hier noch einmal ein kurzer Überblick über alle Teilnehmer.

Wir haben eine Reihe von Plätzen für besondere sportliche Erfolge vergeben, einige von Euch sind sehr geschätzte Ehrengäste, und weitere haben ihre Chance genutzt, einen Platz bei der Verlosung auf der Homepage des Landesschachbundes Bremen zu gewinnen (gut gemacht!).

1) Collin Colbow, Werder 2 (Weiß)

2) Semjon Bart, Werder 3 (Schwarz)

3) Wolfgang Adaschkiewitz, Werder 6 (Weiß)

4) Klaus Rust-Lux, Bremer Dähnepokalsieger 2020 (Schwarz)

5) Lothar Wemßen, Bremer Seniorenmeister 2020 (Weiß)

6) Marco Bode, Bremer Nationalspieler (Schwarz)

7) Niklas Fröhlich, Bremer Schachjugend (Weiß)

8) Tom Rehpenn, Bremer Schachjugend (Schwarz)

9) Wilfried Prüß, Ehrengast Königsspringer Hamm (Weiß)

10) Keke Schmidt, Werder Jugend (Schwarz)

11) Emilia Maruffo, Werder Jugend (Weiß)

12) Samuel Pfeffer, Werder Jugend (Schwarz)

13) Shaheen Varkal, Werder Jugend (Weiß)

14) Theresa Schube, Werder Jugend (Schwarz)

15) Luca Humpe, Verlosung Landesschachbund (Weiß)

16) Andreas Calic, Verlosung Landesschachbund (Schwarz)

17) Anton Strodthoff, Gesandter Werder Monatsblitz (Weiß)

18) Wilfried Schmid, Ehrengast Landesschachbund Bremen (Schwarz)

19)  (Weiß)

20)  (Schwarz)

    (Die Plätze 19 und 20 geben wir Euch in Kürze noch bekannt)
    

Wir wünschen Euch einen spannenden Abend im Werder Vereinsheim!

Bis bald!, und moinmoin

Olaf Steffens
SV Werder Bremen
Manager Schach Bundesliga

www.werder.de/schach/bundesliga

 

 

 

Freitag, 24 Januar 2020 10:34

Hart ist das Brot in der Landesliga

In unserem Bestreben, den verehrten Leserinnen und Lesern dieses Blogs stets ein umfassendes Bild des aktuellen Schachgeschehens zu bieten, schalten wir heute runter in die nicht ganz so hohen Etagen. Neben Wijk an Zee (goede dag mijnheer!) und Gibraltar (hola chicas!) ist die niedersächsische Landesliga Nord ja einer der Hotspots des regionalen Weltschachs.
Loyale Besucher der Schachwelt werden - hoffentlich - wissen, dass hier mit dem SK Bremen-Nord und der Bremer SG und dem SV Werder III UND dem SV Werder IV sogar vier Mannschaften aus dem kleinen Bundesland Bremen mit am Start sind.

Nachdem wir neulich berichteten von einem hübschen Werder III- Auswärtssieg in Osnabrück, geben wir heute der Wahrheit die Ehre und verschweigen nicht länger, dass das Dezember-Heimspiel gegen den SV Osnabrück dagegen glatt verlorenging. Unsere Adventszeit war begleitet von ausgiebiger schachsportlicher Agonie.
Indes, das neue Jahr brachte schon wieder neue Punkte - nach einer langen Autofahrt hin (200 km) in aller Frühe gewannen wir mit 7:1 bei Nordhorn II.

werder badenbaden6
Passt nicht zum Artikel, aber so ein Sommerbild ist einfach immer schön

Zu diesen zwei Showdowns in der norddeutschen Tiefebene hier nun zwei epische Berichte:

Werder 3 – SV Osnabrück 3 : 5 – Hart ist das Brot in der Landesliga

von Olaf Steffens

Trüb war das Wetter, trüb war auch der Mannschaftskampf, und allein der von Abteilungsleiter Oliver selbstgekochte Präsidentenkaffee vermochte diesem Tag ein wenig Glanz zu verleihen. Indes, am Ende lief Werder 3 im Heimspiel gegen robuste Osnabrücker auf Grund. Und wenn man am Ende auch nicht wusste, wie verdient das alles war – letztlich reichen die Einzelergebnisse, um die Wahrheit aus diesem Spiel zu lesen.

Schon früh unbehaglich wurde es am Brett von André Büscher, der mit Weiß gegen ein verzögertes Marschall-Gambit fehlgriff und bald die Waffen strecken musste. Zum Glück haben wir mit Fabiano Brinkmann einen veritablen Top-Scorer, der auch in Runde 4 wieder sehr souverän zuschlug und damit den 1,5 – 1,5 Zwischenstand herstellte, nachdem Nils-Lennart Heldt eine erst aussichtsreiche, später tendentiell murkelige Stellung zum Remis abgesichert hatte.

Zum Unglück für alle (Bremer) Beteiligten folgte alsdann der Auftritt des Berichterstatters. Paul Wielebinski hatte sich in zweischneidiger Position zu einem Turmopfer hinreißen lassen, doch zeitigte seine Vorausschau Lücken, und ich hätte offenbar relativ einfach nun den Punkt nach Hause bringen können – ganz im Sinne der Mannschaft! Doch mein König musste wandern, und trotz Mehrturm (!) fand ich bei immer knapperer Zeit kein nachhaltiges Versteck. Gewonnen war es dennoch, oder mindestens Remis … aber nicht so, wie ich es spielte. Punkt und erneute Führung stattdessen für den SV Osnabrück.

Glaube und Wissen
Steffens - Wielebinski 0:1 - bei Weiß war offenbar mehr Glauben als Wissen im Spiel

Steffens Olaf Wielebinski Paul 36Qxd5
Könnte man gewinnen, aber sollte man nicht verlieren. Grusel, grusel.

Bei vier noch laufenden Partien war Werder 3 nun deutlich in Zugzwang.

Erschwerend kam hinzu, dass auch Reiner Franke in einer positionellen Partie einen Bauern verlor und im Endspiel letztlich zum 1,5 – 3,5 aufgeben musste.

Doch noch wurde gekämpft! Bei Duong eilte ein Freibauer der gegnerischen Grundreihe entgegen, Timur verwickelte den Osnabrücker Spieler in ein wildes, timurhaftes Getümmel – sollten hier noch zwei Punkte herausspringen für den Ausgleich?

Zwischenzeitlich erkämpfte sich unser Spitzenmann David Kardoeus ein Remis gegen Dirk Hummel, und dann – der Anschlusstreffer, Timur hatte gewonnen! Alle Augen schnell auf Duong – indes, hier war das Endspiel gekippt, der gefasste Plan vom Gegner stark pariert, und schon war es ein gegnerischer Bauer, der sich zur Damenumwandlung bereitmachte.

Gut gekämpft haben wir, das wollen wir festhalten, allerdings … ein 3 – 5 war nicht ganz das erhoffte Ergebnis. Schade!

flop 1000
  Kein richtig guter Tag für Werder III

 

Werder Drei mit doppeltem Comeback

von Stephan Buchal

Nachdem das letzte Jahr für unsere Dritte mit einer ebenso überraschenden wie unnötigen 3:5-Niederlage gegen den SV Osnabrück geendet hatte, konnten wir das neue Jahrzehnt mit einer konzentrierten Leistung und einem 7:1-Auswärtssieg beim SK Nordhorn-Blanke beginnen. Das macht Hoffnung für das kommende Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Uelzen am 9. Februar.

Das Comeback der Mannschaft wurde auch möglich durch ... Weiterlesen auf www.werder.de/schach

***

So sieht's aus. Es bleibt spannend in der Landesliga Niedersachsen.

Wir möchten noch hinweisen auf das Werder Frühlings-Open 2020, das in Kürze wieder startet und in entspannten sieben Runden den ganzen Frühling hindurch bis zum Juni hin mäandert - sehr schön, sehr schön. Eine Ausschreibung findet Ihr hier. Ob Bremer, Oldenburger, Kölner, Österreicher, Münchner oder Delmenhorster - seid dabei!

Da waren es nur noch sechzehn: mit zwei eher knappen Siegen in der Hamburger Vorrundengruppe des Deutschen Mannschaftspokals hat sich Grün-Weiß Werder Bremen für die Runde der letzten 16 Mannschaften qualifiziert – hurra, hurra!

Zwar war die kleine Bremer Gesandtschaft, die Mannschaftsleiter Christian Richter an die Elbe zu schicken vermochte, relativ deutlich gegenüber den anderen drei Teilnehmern favorisiert. Unsere ELO war im Schnitt gut 150 oder mehr Punkte höher als die der Mannen aus Graal-Müritz (Mecklenburg-Vorpommern), Segeberg oder des Ausrichters Johanneum Eppendorf.
Mit IM Sven (Joachim) und FM Sven (Charmeteau) waren wir an den vorderen Brettern mit zwei unbändigen Mannschaftsscorern der bisherigen Saison besetzt, während weiter hinten André Büscher und ich absicherten.

Doch schon im Samstagsspiel zeigte sich, dass auch im Schach Ratingzahlen alleine nicht mattsetzen können.

Ganz im Gegenteil fuhrwerkte ich, je länger die Partie dauerte, meine Figuren in dubiose Positionen hinein (Dame auf b1, Springer auf h4, weiche Königsstellung), und so war es kein Wunder, dass der Eppendorfer Peter Wirthgen durch eine gewiefte Doppeldrohung zu erheblichem Materialgewinn kam.
Bezeichnenderweise hatten selbst mehrere Tassen guten Hamburger Kaffees meine Sinne nicht nachhaltig geschärft.

Stef Wirthgen1

In dieser nicht unterkomplexen Stellung fühlte ich mich ansich ganz wohl, verschmähte aber das direkte Fressen 17.exf6, Dxe2 18. fxg7, Sg6 19.Sf5, Lxf5 20.Dxf5 mit gutem weißen Spiel. Unheimlich genug - ich hatte meine Dame auf b1 offenbar ganz vergessen, und allein das wenig aussichtsreiche 20.Tf1xf5 berechnet. OMG!

Alternativ folgte daher am Brett 17.Lc4, e2 18.Tf2, Sg4! 19.Tf2xe2. Alles gut? Nein, Lichter aus im Alten Elbtunnel, denn mit Peter Wirthgens schönem 19...... Dd2-f4 ...drohen Matt und Läufergewinn.

Ste Wirthgen2

Ich überlegte nun gute fünf Minuten, wie ich die Drohung Dxh2 matt am geschicktesten parieren sollte - um erst dann zu bermerken, dass darüber hinaus ja auch noch mein Läufer auf c4 hängt. Wie unschön!

ADM, Aus die Maus, die Partie war praktisch vorüber. Verheerend. In meinem Wahn prüfte ich zeitweilig noch die Antwort 20. h2-h3, um nach 20....Dxc4 jedenfalls noch den Springer g4 schlagen zu können. Leider aber geht auch dann direkt das etwas stärkere 20....Dh2 und 21....Dh1 matt.

Kapow
 Nix mit Karpov, und schon gar nicht mit Kasparov - erst noch ein bisschen Taktik üben!

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Zum Glück für mich und meinen Verein hatten sich Sven & Sven starke Positionen erwirtschaftet, die nach dem frühen Rückstand noch immer zu mancher Pokalhoffnung Anlass gaben. Auch André sicherte versiert ab, was abzusichern war – Remis im komplizierten Springerendspiel gegen den starken Rüdiger Zart!

Den Svens indes geriet derweil etwas Sand ins Punktegetriebe – Sven Joachim fand sich gegen den stark aufspielenden Christoph Schröder in einem Läuferendspiel wieder, das amtlicherseits wohl hätte Unentschieden ausgehen sollen. Doch auf den letzten Partiemetern geriet Christoph noch auf Abwege und verpasste ein elegantes Remismanöver – Punkt für uns nach gut 5 Stunden!

Pokal Hamburg 4
   Die Svens in Aktion

Und Sven Charmeteau? Sven stand fett, fett, fett gegen Birger Wenzel, zwei Mehrbauern oder so, alles gut. Dachte man zumindest, bis eine auch überregional bekannte Engine am späteren Abend Zweifel an- und sogar klaren gegnerischen Vorteil vermeldete. Indes, Taktik ist immer schwierig, und auch wenn sozusagen jeder der Spieler mal hätte gewinnen sollen – am Ende wurde es Remis.

So hatten wir nach sechs langen Stunden ein ausgewogenes 2 : 2 im Mannschaftsergebnis. Schiri Hugo Schulz, Originalhamburger und veritable Stammkraft an deutschen Schachschiedsrichtertischen, rechnete die Berliner Wertung zusammen, und siehe da – 6 : 4 für Werder durch den Einzelsieg am höheren (Sven-) Brett!

Damit durften wir am nächsten Tag noch einmal wiederkommen und gegen den SSC Graal-Müritz auflaufen. Die Mecklenburger hatten sich im Spiel mit Segeberg ebenfalls durch Berliner Wertung durchgesetzt. Sehr sehr knappe Verhältnisse in der nördlichsten Pokalgruppe!

Pokal Hamburg 2
Schiedsrichter Hugo Schulz - da brennt nichts an! Und überhaupt: Áku pollá, míla ta aparétita.

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Im Pokal können die 14 Spieler eines Mannschaftskaders in vogelwilder Folge zu jeder Runde neu aufgestellt werden. Anders in den Ligaspielen gibt es hier keine Rangordnung, die streng eingehalten werden muss. Wer kommt, sucht sich Farbe und Brett – und dann wird gespielt!

Wir Werderaner fanden das einen spannenden Modus – ähnlich wird doch irgendwie auch in den Niederlanden gespielt? Das wäre doch mal was, auch für die deutschen Ligen. It’s a free country!

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Samstag abend in Hamburg, Werder reiste nach Wilhelmsburg, wo Teamchef Christian Richter in weisester Voraussicht bereits ein nettes Hotel reserviert hatte. Nach einem hübschen italienischen Abend im Di Matteo, viel Knoblauch sowie einem dramatischen Duell Hand and Brain* fielen wir um Mitternacht ins Bett.

Doch nicht für lang, die Frühschicht rief! Um 08:49 Uhr saßen wir schon wieder im Bus, der uns über die Elbe bis hin zur Außenalster bringen sollte. Hugo Schulz war bereits vor Ort, ebenso Hendrik Schüler, der als Vertreter des Ausrichters bereits die formidable Hamburger Kaffeemaschine angeheizt und eine Auswahl von Snacks kreiert hatte. Und so machten wir um zehn Uhr die ersten Züge – Vorrundenfinale in Hamburg!

Pokal Hamburg
Auf zur Sonntagsrunde - schön, dass wir noch dabei sind!

Pokal Hamburg 5
   Norddeutsches Abtasten zu früher Stunde

Auch gegen Graal-Müritz, nahe der Ostsee gelegen, gleich neben Rostock, waren wir ELO-mäßig recht deutlich favorisiert. Doch – siehe Samstagsrunde – hilft das im Zweifel ja auch nicht.

Es dauerte eine ganze lange Weile, ehe sich zählbar etwas an den Brettergebnissen tat – die Svens standen beide aussichtsreich (jeder mit Mehrbauer), André fand sich in einer schwerblütigen Kampfpartie wieder, und mein Orang-Utan hatte zu einigen Felderschwächen bei meinem Gegenspieler Horst van Bentum geführt. Auszunutzen wusste ich diese allerdings nicht – geschmeidiges Variantenrechnen geht … anders.
Und doch, eine Überzahl von Figuren am Königsflügel ermöglichte schließlich ein Opfer, einen Angriff und ein Matt, wir führten 1 : 0!

Steffens van Bentum
Mit 20.... Kg8-h8 hatte Schwarz soeben auf die weiße Agression Tf3-g3 reagiert. Was macht Weiß?**

IM Sven hatte mit Hans-Eckhard Lüthke ein fiegelinsches Springerendspiel mittlerweile zum Remis austariert, während André im Spiel mit Hartmut Moritz trotz Mehrqualle in einiger Not war, seine Stellung beisammenzuhalten. Allerdings, Zeitnot allenthalben, und ein Trick zu viel für seinen Gegner – Figurenverlust, und schon bald ein Sieg für André. Zweieinhalb Punkte, wir waren weiter!

Pokal Hamburg 3
André Büscher - erneut ein Big Point für Grün-Weiß

Noch aber wurde gespielt, FM Sven wollte seinen Mehrbauern zur Geltung bringen, was in schwer verschachtelter Stellung allerdings recht knifflig und möglicherweise sogar riskant war.
Sven versuchte Manöver um Manöver, Andreas Jansen parierte links, Andreas Jansen parierte rechts, und dann, was war das? Plötzlich stand ein Bauerndurchbruch im Raum, jedoch für Graal-Müritz, ein gefährlicher Jansen- Konter mitten auf dem Brett!

Doch schien die Lage nicht ganz eindeutig zu sein, und so einigten sich die beiden Spieler sicherheitshalber auf ein Remis. Somit 3 : 1 für Werder, und Einzug in die nächste Runde. Hoch die Kaffeetassen!

kaffeeschach Achtelfinale!

Weiter geht es mit der bundesdeutschen Mannschaftspokalzwischenrunde am 07 und 08 März. Hübsch dezentral gestreut ruft dann der in allen Belangen sehr souveräne Turnierleiter Thomas Wiedmann die 16 verbliebenen Pokalteams erneut an die Bretter, und auf geht es ins landesweite Last 16.

Acht der sechzehn Achtelfinalisten sind durch das gute Abschneiden im Vorjahr noch vorberechtigt für das laufende Pokaljahr – sie mussten in der nun gespielten Vorrunde noch nicht “ran”. Alle Clubs, die es im März durch einen Sieg ins Viertelfinale schaffen, sind wiederum vorqualifiziert für das Achtelfinale des nächsten Jahres.

Nun ist es einerseits schön, dass ein gutes Turnierergebnis auf diese Weise honoriert wird. Andererseits scheint es fast schon ein wenig zu nobel und risikoabfedernd, dass man sich mit nur einem einzigen Sieg im Achtelfinale schon wieder für das Achtelfinale des kommenden Jahres qualifizieren kann.
Würde nicht auch eine Wildkarte für die erste Runde auf Bundesebene genügen? Gleiches Pokalrecht für alle.

Große Vereinsnamen sind noch im Lostopf dieses traditionsreichen Wettbewerbs, darunter mit Baden-Baden und Solingen zwei echte Großkopferte. Werder Bremen wird im März auf Bavaria Regensburg, die SG Leipzig und seinen Bundesliga-Reisepartner SV Lingen treffen. Eijeijei, das werden sicher spannende und sehr enge Kämpfe. Wir freuen uns drauf!

Turnierseite Mannschaftspokal


* Hand and Brain – echter Teamsport, bei dem jeweils zwei Spieler gemeinsam gegen zwei andere antreten. Bei jedem Zug benennt der eine Spieler einer Mannschaft eine Figur, die gezogen werden soll, der andere denkt sich dann einen möglichst guten Zug aus für diesen Stein. Kurios, aber macht Spaß! Man kann/ sollte auch Bier oder Lambrusco dabeii trinken.

Steffens van Bentum

** Steffens - van Bentum: Da geht doch was! Mit 21.Txg7 kann Weiß gleich reinhacken, denn 21.... Kxg7 22.Dg4+, Kh6 führt nach 23.Dh4+, Sh5 24.e3-e4! zum Matt - leider habe ich die e4-Idee nicht gesehen und schon gar nicht gespielt. Jedoch - auch 21.e3-e4 sofort geht gut (Partiezug!), und sowohl 21....Dh5 22.Lxf6! oder 21....Dd7 22.Txg7! als auch die Partiefortsetzung 21....Sxe4 22. Lxg7, Kg8 23.Le5+ gewinnen.

Dienstag, 31 Dezember 2019 12:04

Bewegte Bilder: Schach bei ... Eurosport!

Zu Silvester noch ein kleines Highlight in einem an Hochlichtern schon nicht gerade knappen Jahr 2019: Baden-Baden wird Rekordmeister, Big Vlad Kramnik tritt zurück, mühsame DSB-Querelen sowie aufregende Monatsblitzturniere in Bremen. Und SF Magnus Carlsen ist seit gestern Dominator aller Klassen und Weltmeister sowohl im klassischen Schach, im Schnellschach und nunmehr auch im Blitz. Was für ein Rekord! Da kann ich mal wieder nicht mithalten - zwar bin ich amtierender Vereinsmeister der Werder Bremen Schachabteilung, doch schon beim Blitzen hier im Bremer Raum lässt David Höffer mir in der Regel keine Schnitte. Und im Schnellschach ... bin ich auch längst nicht so gut wie Carlsen - ich gebe es zu und stehe dazu.


Tie-Break bei der Blitz-WM - the boring London System does it again, oh my God.

Auch die Kandidaten haben sich nunmehr in Stellung gebracht. Alsbald werden sich im russischen Jekatarinenburg (wer findet es auf der Karte!?) acht hoffnungsvolle Talente versammeln, um abermals einen Herausforderer für Dreifach-Weltmeister Carlsen zu bestimmen. Leider nicht dabei ist MVL Maxim Vachier-Lagrave, der sowohl bei den Kriterien World-Cup, ELO-Durchschnitt als auch FIDE-Grand-Prix just immer einen Rang zu tief lag für die direkte Qualifikation. Wir sagen - quel dommage, sehr schade, und dürften wir als Schachwelt-Redaktion einmalig die Wildcard für die Kandidaten vergeben, sicher wäre es eine für MVL, denn er hat es einfach verdient. Um es noch einmal zu sagen: SCHADE. Beim nächsten Mal dann aber, Maxime!

In aller Munde und stets angemessen in der Öffentlichkeit präsent ist Schach noch immer nicht. Doch wer weiß, es gibt so ein Gefühl, dass sich das ändern könnte. Ist Schach langsam, gaaanz langsam auf dem Weg zum Trendsport? Und woran könnte man das festmachen?

Dagegen spräche, dass bei sporadischen Umfragen an einer Bremer Berufsschule meines Vertrauens die allermeisten Schülerinnen und Schüler eher noch nie etwas beispielsweise von WM Carlsen gehört haben. Einige erinnern sich indes, dass der Weltmeister ein Schwede ist oder so - und das ist ja schon ganz gut.
Und vielleicht ist das ja auch gar kein Kriterium - ich selber müsste beispielsweise auch passen, wenn man mich fragte, wie die amtierende Weltmeisterin im Stabhochsprung heißt. Dennoch finde ich Stabhochsprung interessant, ebenso wie Tennis oder auch Drachenbootfahren.

magnus carlsen
 Und wie heißt jetzt der Weltmeister? 

Für Schach als Trendsport spricht unter anderem, dass die Schar der Schachspieler im Internet mutmaßlich wächst und wächst. Zwar sind nicht alle in Vereinen organisiert, doch what shall's - Spielen und Dabeisein, das ist die Hauptsache. Es wäre doch toll, wenn wir eine Art Schachkultur hätten wie in Russland (Taxifahrer helfen bei der Analyse) oder Armenien (Grundschulfach Schach). Andererseits, und um mal ganz ehrlich zu sein - viel mag im Internet gespielt werden, aber in Kneipen, auf Straßen, in Parks, dort sieht man Schach hierzulande eher noch nicht.

Lagerhaus
 Schachsport - mal außerhalb der Vereinsräume

Schach im Grünen
 Figurenbeobachtung in der freien Wildbahn

Schach in der Zeitung, Schach im Radio? Solide, solide, was man so hört, und durchaus gerne nehmen Zeitungen in den lokalen Sportteilen auch Schachberichte auf. Mitunter senden sie ihr eigenes Reporterteam samt Fotografen - das gab es früher doch eher nicht? Dennoch haben die Schachberichte selbst aus den hohen Ligen stets dagegen anzukämpfen, von allerlei anderen Reportagen und - Tabellen! zum Bezirksliga-Fußball und Kreisliga-Tischtennis im Sportteil verdrängt zu werden. Und dennoch, vielleicht tut sich langsam etwas, und Bereitschaft und auch Interesse der Redaktionen als auch der Leserschaften ... werden größer?

Schach im Netz ist natürlich breit repräsentiert. Es ist eine Freude zu sehen, wie intensiv und umfangreich auf Chessbase.de zum Tagesgeschehen, zu Büchern und Schachkultur reportiert wird. Auch der Schachticker (Grüße an Franz Jittenmeier und unseren lieben Kollegen Thomas Richter!), die beeindruckend aufbereiteten Seiten der Bodenseeperlenfischer (Grüße an die Südküste!),  die Bundesliga-Seite und immer wieder/ mitunter auch die DSB-Homepage bieten Lesestoff, Lesestoff, Lesestoff. Wann nur soll man das alles lesen?

Elf Freunde
   Beliebte Motivgebung: Schach und Fußball. Van Gaals Stellung sieht jedoch etwas wüst aus.

Bleibt ... das Fernsehen! Abgesehen von Interviews im Frühstücksfernsehen anlässlich der Schach-WM sind schwarz-weiße Sportfiguren hier noch eher rar gesät. Erfreulich allein, wenn in Fernsehfilmen das Schachbrett mal richtig aufgebaut wurde, mit dem weißen Feld unten rechts in der Ecke, und die Figuren auf den richtigen Plätzen.

Allein, Schachsport im Fernsehen - wer schaut schon gerne anderen beim Schachspielen zu? In Norwegen mag das anders sein, auch in der Online-Schachgemeinde selbst gibt es viele aufregende Formate, bei denen mal stundenlang den Turnierrunden folgen kann (Isle of Man!), mit Live-Videos direkt vom Brett und klasse Kommentatorenteams. Das hiesige Fernsehen ist da, anders als seine norwegischen Bruderkanäle, noch nicht ganz so weit - das war aber auch nicht so schnell zu erwarten gewesen. Und hey, wir spielen Schach ja, weil es Spaß macht - nicht, weil es im Fernsehen gezeigt wird.

the world is watching
   Schach im Netz - ständig gibt es was zu gucken

Und dennoch, so spektakulär wie es nur sein kann, hat nun EUROSPORT in Verbindung mit WORLD CHESS ein Format entwickelt, bei dem von den FIDE Grand Prix Turnieren ein etwa 45-minütiger Bericht gezeigt wird. Ein Schachfreund erzählte davon beim Vereinsabend, dass er beim Herumzappen plötzlich Bretter, Figuren und bekannte Großmeister sah, und das nicht nur für eine kurze Minute, sondern für länger und länger an einem Montagabend im November. Im richtigen Fernsehen! Und deshalb nun ein ...

Trommelwirbel für:


   Der FIDE Grand Prix 2019 in Riga - Eurosport war zu Gast!

Und was sagen wir dazu? WOW, sagen wir, denn selten sahen wir eine so intensive und hochprofessionelle Darbietung des Schachs in laufenden Bildern. Man sieht die Großmeister am Brett, Dubov, Nakamura, hört die Geschichte ihres K.O. Matches und spürt die Dramatik des Ausscheidens in Achtel- und Viertelfinale. Spieler werden interviewt, es wandern die Figuren in close-ups über das Brett, und die Spieler sind da, in Großaufnahme, mal voller Hoffnung, mal kurz vor der Aufgabe.

Ist das ein Märchen? Wie kann es sein, dass plötzlich so eine steile Show im Fernsehen gezeigt wird? Eurosport, wie rasant! DA hat World Chess nach einigen phasenweise doch eher unrund vorgetragenen Turnier-Ausrichtungen mal ein veritables Highlight geschaffen. Danke dafür an World Chess und Eurosport - uns stockt der Atem. Gerne, gerne mehr davon, liebe Leute!

*****

Für 2019 machen wir unsere Redaktionsstube nun dicht, melden uns aber in Kürze wieder - Ihr kennt das ja. Der erste Werder Monatsblitz des neuen Jahrzehnts steht ja zum Beispiel an! Und auch das Kandidatenturnier.

Vorher aber, im alten Jahr, gibt es Berliner, Berliner, Berliner, und wir wünschen Euch einen guten Rrrrrutsch ins neue Jahr 2020!

Donnerstag, 12 Dezember 2019 15:12

Bewegte Bilder: Bremer Silvesteropen 2019!

Wie muss es heißen?

O Ein Bier sagt mehr als tausend Worte.

O Ein Bild sagt mehr als tausend Worte.

Die richtige Antwort ist: kommt drauf an, denn je nach Situation kann ein Bier erhellender sein als tausend Bilder.

Doch wer weiß! Wir halten es zumindest heute aber mit dem bewegten Bild, und weisen mit einem schönen Clip gerne auf ein Turnier hin, das zwischen den Jahren (= between the years?) in der alten Hafenstadt Bremen ausgetragen wird.

Es ist die dritte Auflage des Bremer Silvester-Opens, organisiert von David Kardoeus im Namen von und mit Hilfe von Werder Bremen. Davids Vision: ein Schachturnier für alle ausrichten, in dem das Ambiente stimmt, wo man genügend Platz hat am Tisch, wo es hübsch aussieht im Turniersaal, und das alles in freundlicher Atmosphäre. (Kurze Zwischenfrage - ist der Kaffee denn auch ok? Aus eigener Erfahrung vom Vorjahr möchte ich sagen: eine sehr wichtige und eine sehr berechtigte Frage, und jepp, der Kaffee ist ok!, wird stets frisch gekocht, und man bekommt ihn zu einem fairen Preis.)

Nun aber zum bewegten Bild - der Trailer zum Turnier:

Wer Lust bekommen hat, mehr über das Turnier zu erfahren, surfe schnell hin zur Webseite www.imperialchess.de. Dort finden sich alle Details zu Startgeld, Uhrzeiten, Preisgeldern, Siegerlisten, und über die bereits angemeldeten Teilnehmer.

(Noch eine Zwischenfrage: Fehlt bei den Anmeldungen nicht noch Spartak Grigorian? Ein Turnier ohne Spartak Grigorian? Aber nun gut, vielleicht meldet er sich ja bald noch an.)

Spartak
        Silvester 2018: Platz 2 für Spartak!

Dienstag, 26 November 2019 13:50

Werdertigers mit Traumstart

Die erste Doppelrunde der Bundesliga ist gespielt - reichlich Teams sind mit vier Mannschaftspunkten in die neue Saison gestartet, darunter beinahe auch der SV Lingen aus dem schönen Emsland, der als Aufsteiger drei Punkte sammeln konnte - zwei davon gar gegen den etwas ersatzgeschwächten Namensvetter aus SoLingen. Wir verweisen zum Bremer Saisonstart auf den Stimmungsbericht von Werder-Coach Jonathan Carlstedt auf der Seite: Werder mit Traumstart

Wer möchte, kann morgen am Donnerstag bei den Werdertigers reingucken, dort sendet ebenjener Jonathan und schaut zurück auf das vergangenen Wochenende aus Werdersicht. Ok, ok, es ist zugegebenermaßen alles ein bisschen reichlich Werder jetzt hier, gerade, aber was soll man tun? Follow us on Werdertigers!

Wir machen uns das Leben in der Redaktionsstube heute mal einen Tick leichter und kopieren einfach den amtlichen Presseartikel, den WORLDCHESS als Veranstalter des Hamburg Grand Prix 2019 zur Schlussrunde des Turniers veröffentlicht hat.

Zum Einen bietet es sich ja auch an, in Zeiten globaler Arbeitsteilung endlich auch einmal international mehrzügig zu fahren und vorgefertigte Berichte zu - wie sagt man doch gleich - sharen. Hinzu kommt, dass Worldchess in den beiden Turnierwochen viele runde, lebhafte, dabei sachliche und nicht zuletzt spannende Rundenbulletin in die Welt brachte, die zu lesen Spaß brachte - wohltuende und angenehm anschauliche,Partieschilderungen, wie vor hundert Jahren!
Der Autor oder die Autorin wurde von Worldchess leider nicht namentlich genannt, sonst hätten wir sie resp. ihn hier alsgleich erwähnt und mit großem Geld für unsere Redaktion abgeworben. So aber bleibt ein Geheimnis, was erst noch gelüftet werden muss.

Turniersieger wurde das russische Urgestein Alexander Grischuk - wir gratulieren! Grischuk hat damit unmittelbar eines der acht Tickets gelöst, das ihn zum Kandidatenturnier 2020 bringen wird. Seinen Finalgegner Jan-Krzysztof Duda vom Hamburger SK (!) (und aus Polen) kennzeichnete er charmant als einen "Fritz-Computer ohne Eröffnungsdatenbank", der spielstark und erfindungsreich nachteilige Stellungen noch zu drehen vermag, die durch bisweilen fehlendes Eröffnungswissen entstanden sind.

Grischuk Gordienko
Erst Skepsis, dann Grand Prix Sieg in Hamburg: Alexander Grischuk!   Foto: Valeria Gordienko

Duda Gordienko
 Viel hat nicht gefehlt zum Gesamtsieg: Jan-Krzysztof Duda           Foto: Valeria Gordienko

Es waren zwei sehr würdige Finalspieler, und ein schönes Turnier in Hamburg! Mir wurde es am Ende ein klein wenig lang, nachdem so viele Spieler sich schon im K.O. verabschiedet hatten und der Saal im Kehrwieder Theater immer leerer wurde - ein Kehrwieder gab es im Turnier ja nicht. Da jede der vier Runden über gute drei Tage ging, fehlte am Ende so ein wenig das Momentum - anders als im Tennis, wo auch ein Knock-Out erfolgt, dort indes dann schon nach wenigen Stunden. Vielleicht wäre ein Schnellschachformat mit Knock-out mal eine attraktive Idee? Oder dasselbe im Blitz? Aber, wahrscheinlich gibt es das auch schon irgendwo - wenn nicht sogar früher schon einmal bei 2hoch6 in Bielefeld!, oder auch aktuell auf der britischen Insel.

Hier der Bericht!

"Dear Journalist,

Please find below the daily report from the FIDE World Chess Grand Prix Hamburg 2019 that is taking place from November 5 to November 17.

Alexander Grischuk won the FIDE Grand Prix in Hamburg. The 36-year-old Russian grandmaster decided the tiebreak of the finals against Jan-Krzysztof Duda in his favour and claimed the victory of the third leg of the Grand Prix series 2019. 

With this win, Grischuk virtually booked his ticket for the Candidates Tournament which will take place in Yekaterinburg, Russia from March 15 to April 5 2020.

"Now it will be very pleasant for me to watch the final event. Of course, I wish luck to everyone who can still qualify, to "Shakh" Mamedyarov, to Nepomniachtchi and Maxime. But not too much luck to Maxime cause I don't want him to overtake me. I can not be routing against myself", said Grischuk shortly after his victory.

In a last day full of exciting games, played in a short time control, Grischuk and Duda needed four rapid games to determine the winner.

Duda started the first rapid game of the day with the English Opening. The critical position arose after his 12th move when he attacked the black pawn on e4. Grischuk decided to sacrifice this pawn and go for an attack on the kingside. That proved to be the wrong decision. Soon, Duda had complete control of the centre, the bishop pair and was a pawn up.

With time running down the only question remaining was if Duda could manage to convert his decisive advantage to a full point. He did, and he did it convincingly. In the endgame, he created a passed pawn on the 'c'-file and combined this with a mating attack on the back rank.

Grischuk struck back immediately in the second rapid game. He started with some excellent opening play in a well-known-line of the Queen's Indian Defence, and after only 17 moves, he was a pawn up. Duda's situation soon became desperate. Grischuk penetrated with his queen into black's back rank and created unstoppable threats.

In the third rapid game, Grischuk started again with the white pieces and took the lead. This time Duda chose the Slav Defence, but once again he faced a position which he wasn't really familiar with. He tried to clear the situation in the centre, but Grischuk found a fantastic pawn sacrifice which yielded him a strong initiative due to his active pieces and development advantage.

Duda tried to find shelter for his king on the queenside, but this allowed Grischuk a devastating attack. He broke through black's defence and eventually won a full rook. Duda kept fighting as both players were short on time, but the outcome of the game was never in doubt.

In the fourth and final rapid game, Duda started with 1.e4 and tried to turn the tables with the Four Knights Game. Both players spent most of their available time of ten minutes on the opening. Duda seemed to have a slight initiative in the middlegame, but Grischuk found a brilliant manoeuvre to centralise his knight on the e4 square. Duda exchanged this knight but consequently transformed into a middlegame with opposite-coloured bishops wherein Black had the better minor piece. As usual, Duda fought bravely, but this time he was only able to get away with half a point.

Both players praised each other after the dramatic fight, and Grischuk drew an interesting comparison: "First I want to thank Jan-Krzysztof for this incredible match. I enjoyed every moment of each game all three days. All games were very tense, and it was a huge fight with no short draws or anything. I was getting a feeling that Jan plays a little bit like an old computer, not exactly Stockfish, but like some Fritz without an opening database, without an opening book, because every game – White/Black – he plays some „shit" basically but then playing incredibly. I remember when I was young, the computers were not as strong, and you could try to compete them, but still, they were beating you. And I was getting the same feeling today, but then twice I got just too much of an advantage to save even for Fritz or for Jan."

Even after losing against Grischuk, Duda had no reason to be dissatisfied with his performance in Hamburg: "First of all I want to congratulate my opponent. My openings didn't work out, especially with Black, I think. The second game was terrible because I just blundered a pawn in the opening". 

Asked about his overall performance, he replied: "My play here was great. I didn´t expect to get into the final, I didn´t even expect to get into the third round because I found Nepomniachtchi and Yu Yangyi to be the most and probably most unpleasant opponents for me because I haven't won a single game in classical chess against both of them, but I was lucky that they both blundered a game actually in one move."

Final, tiebreak result:

Alexander Grischuk - Jan-Krzysztof Duda 2,5-1,5"

Vielleicht dachte Grischuk an diese Partie in der Duda viele einzige Züge fand, um sich noch ins Remis zu retten:

Turnierseite

Schöner Bericht und Fotoimpressionen bei Chessbase

Freitag, 15 November 2019 15:51

Update: Bundesliga - Endlich wieder Tippspiel!

Auch in diesem Jahr veranstaltet unser kleiner Blog wieder eine Bundesligasaison, so dass unsere verehrten Leserinnen und Leser Ihre Prognosekünste beim großen Liga-Tippspiel 2019/2020 demonstrieren können. Schickt uns alsbald Eure pfiffigen Antworten - es soll Euer Schaden nicht sein!

norisko
                  Norisko - no funo

Frage 1) (zum Aufwärmen) Welche Mannschaft wird eigentlich Deutscher Meister? 

Frage 2) Nach welchem Spieltag wird der neue Meister feststehen?

Frage 3) Wie viele Mannschaftspunkte holt der Meister 2019/ 2020 gegen seine vier direkten Verfolgerteams?

(Die drei Tipper mit den zutreffendsten Prognosen erhalten hier die vollen Punkte, die nächsten drei die halbe Punktzahl, der (eventuelle) Rest - leider keine Punkte

Frage 4) Schafft es Werder Bremen unter die ersten Fünf?

Frage 5) Auf wie viele Einsätze insgesamt kommen Levon Aronian (Baden-Baden), Jan-Krzysztof Duda (Hamburger SK), der deutsche Meister, Niclas Huschenbeth (Bavaria Munich) und Spartak Grigorian (SV Werder Bremen) ?

(Die drei Tipper mit den zutreffendsten Prognosen erhalten hier die vollen Punkte, die nächsten drei die halbe Punktzahl, der (eventuelle) Rest - leider keine Punkte

 

Einsendeschluss ist Samstag, der 23 November, um Punkt 14 Uhr Schachwelt-Zeit. Einsendungen bitte nur im Kommentarbereich.

UPDATE: der Einsendeschluss wird elegant verschoben auf einige Tage nach Saisonbeginn. Wir sagen "sorry, folks" - irgendein Software-Phänmen verhindert leider aktuell,

dass sich neue Teilnehmer für den Kommentarbereich registrieren können. Bis das geklärt und behoben ist - ruht auch der Einsendeschluss. (Wer schon getippt hat, möge gerne

noch einen aktualisierten Tip übermitteln auch nach dem ersten Liga-Wochenende.)

Neuerliches Update (26.Nov.): alles wieder gut!, das Tippspiel ist wieder aktiviert, und ein Registrieren ist möglich. Möge seine Vorhersagen eintragen, wem es beliebt. Da die Saison schon begonnen hat, können bisherige Tipps noch einmal neu eingereicht werden (auch aus dem fernen Österreich).
Einsendeschluss. Samstag in acht Tagen! Am nächsten Schach-Bundesliga-Spieltag, 07.Dezember, 12 Uhr schließen wir den Briefkasten ab. Macht's gut!

Zu gewinnen gibt es:

Platz 1: ein Interview mit dem Sieger hier auf Schach-Welt, inkl Farbfoto und (vom Sieger) kommentierter eigener Partie

Platz 2: eine schöne (sehr sehr schöne) Tafel exklusive Bremer Stadtmusikanten-Schokolade

Platz 3: zwei Eintrittskarten für ein Schachbundesliga-Heimspiel des SV Werder

Platz 4: Einbau des Gewinner-Namens in einer exklusiven Schach-Welt-Artikel-Überschrift (z.B. "Krennwurzn erneut Weltmeister!")

Platz 5: eine Donau-Kreuzfahrt für zwei Personen von Passau nach Linz (Außenkabine, mit Frühstück) eine wundervolle CD aus meinen alten Beständen, die sich bei ebay beim besten Willen nicht mehr verkaufen ließ - lasst Euch überraschen!

Wir freuen uns auf Eure Zusendungen. Seid dabei!