Lara Stock (2011)
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Lara Stock war mit 15 Großmeisterin und auf Kurs 2500 plus. Unser Lieschen hätte sie wohl bald in den Schatten gestellt. Ihr Papa hatte dann aber bösen Streit mit der Deutschen Schachjugend und sie wechselte daraufhin zum Verband der Heimat ihrer Mutter Kroatien, und mit Rücksicht auf die Schule wurde Schach vor vier Jahren mehr oder weniger eingestellt, weshalb sie schon vermisst wurde. Nun ist das Abi bestanden und eine Weltreise mit dem Papa der Lohn. Ganz weit weg, in Neuseeland nämlich wurden Tochter und Vater mal wieder am Brett gesichtet und haben die Szene gleich heftig aufgemischt. Weil sie nämlich in einem elobegrenzten Turnier unter falschen Namen antraten und den Gegenwert von einem besseren Mittagessen einheimsten. Was einige nicht mit der sonst down unter üblichen Gelassenheit und Humor nahmen sondern "Betrüger!" schrieen. Nicht auszuschließen, dass die beiden anonym bleiben wollten. Ich tippe aber mal, dass sie einfach erst am Turnierort angekommen von der Elobegrenzung (wie sie in unseren Breiten bei Tagesturnieren doch recht selten ist) erfuhren und aus Lust auf ein paar Partien nicht sinnlos abzockeln wollten.